Biografie

Solomon R. Guggenheim

Der US-amerikanische Industrielle verdiente sein Geld in der aufblühenden Industrialisierung mit Kupfer. Zum Millionär aufgestiegen, entwickelte Solomon R. Guggenheim ein großzügiges Mäzenatentum für zeitgenössische Künstler und avantgardistische Kunst. Mit seinen Ankäufen unterstützte er zahlreiche junge Maler und Bildhauer. 1937 gründete er die Solomon R. Guggenheim Foundation zur Förderung des öffentlichen Verständnisses für die moderne Kunst. 1939 eröffnete die Stiftung in New York das "Museum of Non-Objective Art", welche später im Solomon R. Guggenheim Museum New York, Fifth Avenue, beheimatet wurde. Die Fertigstellung des Baus (1956) nach den Plänen von Frank Lloyd Wright erlebte der Stifter nicht mehr...
Solomon Robert Guggenheim wurde am 2. Februar 1861 in Philadelphia geboren.

Aufgewachsen ist er als Sohn von Meyer Guggenheim in wohlhabenden Verhältnissen. Nach Abschluss der High-School studierte er in Philadelphia und der Schweiz. Solomon Guggenheim wurde als Kupfer-Industrieller zum Millionär. Mit seiner Sammelleidenschaft alter Meistergemälde reihte er sich in die Tradition des New Yorker Geldadels ein. Sein Bruder, Benjamin Guggenheim, kam 1912 bei dem Untergang der Titanic ums Leben. Mit der Bekanntschaft der deutschen Malerin Baroness Hilla Rebay von Ehrenwiesen, die ihm die europäischen Künstler der abstrakten Stilrichtung näher brachte, sammelte Solomon R. Guggenheim moderne und zeitgenössische Kunst.

In den Anfängen waren dies besonders Werke von Wassily Kandinsky und Marc Chagall. Die Arbeiten von Kandinsky wurden zum zentralen Grundstein für das spätere Solomon Guggenheim Museum und zur weltweit größten Sammlung von Kandinsky-Werken. Solomon Guggenheim war indes nicht nur Sammler sondern auch Kunst-Mäzen. Mit seinen Ankäufen von zeitgenössischer Kunst unterstütze er die Künstler und brachte deren Werke zur Verbreitung. Guggenheim erwarb zahlreiche wichtige Werke avantgardistischer Künstler aus Europa wie Pieter Mondriaan, Pablo Picasso, László Moholy-Nagy oder Robert Delaunay. Neben Gemälden sammelte der US-amerikanische Mäzen auch Skulpturen.

Im Jahr 1937 gründete Guggenheim die Solomon R. Guggenheim Foundation. Die Stiftung machte sich zur grundsätzlichen Aufgabe, visuelle Kunst- und Kulturobjekte des 20. Jahrhunderts zu sammeln, zu erhalten, zu interpretieren und zu präsentieren. Dabei konzentrierte sich das Sammeln auf die sogenannte "nicht-objektive" Kunst, die sich gegenüber der abstrakten Kunst in ihrer Definition als Konzeption aus ausschließlich künstlerischer Intuition absetzt. 1939 eröffnete die Stiftung in New York das "Museum of Non-Objective Art", in dem die Sammlung Solomon R. Guggenheims der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Waren die Kunstgegenstände der Stiftung zunächst in einer Ausstellungshalle für alte Autos in der East 54th in New York ausgestellt, entstanden ab 1943 Pläne zum Bau des ersten Guggenheim Museums in New York. Dazu wurde der Architekt Frank Lloyd Wright verpflichtet, der den Entwurf lieferte. Das Museumsgebäude selbst wurde als architektonisches Kunstwerk jedoch erst nach kontroversen Diskussionen in den Jahren 1956 bis 1959 realisiert. In seiner Erscheinung ähnelt es einem Schneckenhaus. Eröffnet wurde es postum im Jahr 1959. Die Grundlage zur Solomon R. Guggenheim Stiftung war zunächst die Sammlung von Solomon Guggenheim. Später kamen andere Sammlungen oder Einzelwerke als Schenkung oder Ankäufe hinzu.

Große Sammlungen, wie diejenigen der Meisterwerke des Impressionismus, des Post-Impressionismus, der frühen Moderne von Justin und Hilde Thannhauser, des deutschen Expressionismus von Karl Nirendorf, der Gemälde und Skulpturen der historischen Avantgarde von Katherine Dreier, des abstrakten Stils und des Surrealismus von Peggy Guggenheim oder des Minimal und der Conceptual Art von Graf Giuseppe Panza di Biumo machten das Guggenheim Museum zum weltweit größten Kunsttempel.

Solomon R. Guggenheim starb am 3. November 1949 in New York.

Im Jahr 1997 wurde das Guggenheim Museum in Berlin eröffnet. Damit ist eine besondere Verbindung offenbar gemacht worden, zumal nicht nur die Familie Guggenheim aus Deutschland stammt, sondern auch die erste Direktorin des Guggenheim Museums, Hilla Rebauy. Die Guggenheim Stiftung ist im Besitz zahlreicher Werke deutscher Künstler. Gegenwärtig gehören die folgenden Standorte zu dem Museumsimperium der Guggenheim Stiftung: das Solomon R. Guggenheim Museum und das Guggenheim Museum SoHo in New York, die Peggy Guggenheim Collection in Venedig, das Guggenheim Museum Bilbao, das Deutsche Guggenheim Berlin und das Hermitage Guggenheim Museum in Las Vegas.

Dort sind Kunstwerke des ausgehenden 19. Jahrhunderts ausgestellt und die Avantgarde des 20. Jahrhunderts wie Paul Cezanne, Joseph Beuys, Robert Rauschenberg, Mark Rothko, Constantin Brancusi, Paul Klee, Alexander Calder, Edgar Degas, Fernand Léger oder Richard Serra. Außerdem unterhält das Guggenheim Museum mit über 200 Gemälden von Kandinsky die weltweit größte Sammlung dieser Art.


Solomon R. Guggenheim Museum New York.





Inschrift: LET EACH MAN EXERCISE THE ART HE KNOWS - This Museum Designed by Frank Lloyd Wright is the Gift of Solomon R. Guggenheim.





Große Halle.

NameSolomon R. Guggenheim

Geboren am02.02.1861

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortNew York City (USA).

Verstorben am03.11.1949

TodesortNew York City (USA).