Biografie

Alec Guinness

Der britische Theater- und Filmschauspieler wurde als eleganter Gentleman und standhafter Charaktertyp zum einem der bedeutendsten Charakterdarsteller Großbritanniens und zum internationalen Star des Kinos. Er wurde der "Mann mit den tausend Gesichtern" genannt. Sir Alec Guinness bildete gemeinsam mit Sir Laurence Olivier und Sir John Gielgud das große Trio der Shakespeare-Darsteller. Filme wie "Oliver Twist" (1948), "Adel verpflichtet" (1949), "Ladykillers" (1955) oder "Lawrence von Arabien" (1962) machten ihn unsterblich. Für die Darstellung des "Oberst Nicholson" in "Die Brücke am Kwai" wurde er 1957 mit dem "Oscar" ausgezeichnet...
Alec Guinness, mit eigentlichem Namen Alec Guinness de Cuffe, wurde am 2. April 1914 im britischen Marylebone geboren.

Guinness wuchs in ungeordneten Verhältnissen bei seinen Eltern auf. Bis zu seinem 14. Lebensjahr lebte er unter drei verschiedenen Namen in rund 30 Hotels, Pensionen und Wohnungen. Immer wieder zog die Familie aufgrund unbezahlter Rechnungen um. Guinness prägte diese Kindheit und Jugend. Nach Abschluss der Schule begann mit einem Schauspielstudium. 1934 spielte er seine erste kleine Theaterrolle und stieg innerhalb von zwei Jahren zum festen Ensemblemitglied am berühmten "Old Vic Theater" auf. Hier spielte er mit Stars wie Sir Laurence Olivier, Sir John Gielgud und Sir Ralph Richardson.

Im Jahr 1947 holte ihn Regisseur David Lean zum Film und er wirkte in den Charles Dickens-Filmen "Geheimnisvolle Erbschaft" und "Oliver Twist" (beide 1948) mit. 1949 gelang Guinness mit einem bravourösen Spiel in "Adel verpflichtet" der Durchbruch. In dieser klassischen Komödie porträtierte er in acht Rollen die exzentrischen Mitglieder eines britischen Clans, die im Zuge einer Erbschaftsaffäre ermordet werden. Bis Mitte der 1950er Jahre etablierte sich Guinness als einer der zentralen Mimen des britischen Kinos. 1955 wurde er zum Knight Commander of the Order of the British Empire ernannt.

Im Jahr 1957 arbeitete er erneut mit Lean zusammen. Diesmal für den Erfolgsfilm "Die Brücke am Kwai" (1957), der Guinness einen "Oscar" und einen "Golden Globe" einbrachte. Danach schufen sie gemeinsam die Erfolge "Lawrence von Arabien" (1962), "Dr. Schiwago" (1965) und "Reise nach Indien" (1965). Alec Guinness wurde der "Mann mit den tausend Gesichtern" genannt und prägte den englischen Film wie kaum ein Anderer. In den 1950er Jahren wirkte Guinness in weiteren Komödien, die den typisch britischen Humor populär machten, so zum Beispiel in "Ferien wie noch nie" (1950), "Einmal Millionär sein" (1951), "Der Mann im weißen Anzug" (1951), "Der Schlüssel zum Paradies" (1953), "Kapitän Seekrank" (1957) und in der legendären Kriminalkomödie "Ladykillers" (1955).

Im Jahr 1959 erfolgte sein Ritterschlag. Eine weitere populäre Rolle in seiner Karriere markierte die Arbeit in George Lucas' "Star Wars"-Trilogie. Er spielte 1977 in "Krieg der Sterne", 1979 in "Das Imperium schlägt zurück" und 1982 in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" den Jedi-Ritter "Obi-Wan Kenobi". Durch eine Gewinnbeteiligung an dem Film statt einer festen Gage, hatte Alec Guinness einen ungewöhnlich hohen Verdienst an diesem Kassenhit. 1979 wurde Alec Guinness mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet, 1996 wurde er mit dem "Lifetime Achievement Award" der Europäischen Filmakademie geehrt.

Seine schauspielerische Leistung bestand unter anderem in der Vielfältigkeit der Rollen und der großen Überzeugungskraft. 1985 erschien seine Autobiografie mit dem Titel "Das Glück hinter der Maske". Der Filmtitel "Auf fremden Felde" von 1993 und der Psychothriller "Stumme Zeugen" von 1994 zählen zu seinen letzten Arbeiten. Seit 1994 war er Companion of Honour.

Sir Alec Guinness starb am 5. August 2000 in Middlehurst im Alter von 86 Jahren.
1948 - Oliver Twist

1949 - Kind Hearts and Coronets

1949 - Adel verpflichtet

1950 - Lavender Hill Mob

1951 - Der Mann im weissen Anzug

1954 - Nach Paris der Liebe wegen

1955 - Ladykillers

1956 - Der Schwan

1957 - Die Brücke am Kwai

1957 - Kapitän Seekrank

1958 - Des Pudels Kern

1958 - Der Sündenbock

1959 - Unser Mann in Havanna

1960 - Einst ein Held

1962 - Lawrence von Arabien

1963 - Der Untergang des Römischen Reiches

1965 - Doktor Schiwago

1966 - Das Quiller-Memorandum

1966 - Hotel Paradiso

1967 - Die Stunde der Komödianten

1969 - David Copperfield

1970 - Scrooge

1973 - Bruder Sonne Schwester Mond

1975 - Eine Leiche zum Dessert

1977 - Star Wars - Krieg der Sterne

1979 - Star Wars - Das Imperium schlägt zurück

1980 - Der kleine Lord

1980 - Raise the Titanic

1982 - Star Wars - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

1984 - Reise nach Indien

1988 - Eine Handvoll Staub

1990 - Little Dorrit

1991 - Kafka

1993 - Geschichten aus Hollywood

NameAlec Guinness

Geboren am02.04.1914

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortMarylebone (GB).

Verstorben am05.08.2000

TodesortMiddlehurst (GB).

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