Biografie

Wassily Kandinsky

NameWassily Kandinsky

Geboren am04.12.1866

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMoskau (RUS).

Verstorben am13.12.1944

TodesortSeine (F)..sur.Neuilly

Wassily Kandinsky

Der französische Künstler russischer Herkunft war als Avantgardist der abstrakten Malerei der bedeutendste Maler. Wirkten zuvor Impressionismus und russische Ikonenmalerei auf sein Schaffen, so begann er ab 1910 mit der Ablösung vom Gegenständlichen. Sein "Erstes abstraktes Aquarell" (1910) gilt als Entstehungspunkt der gegenstandslosen Kunst. Nachdem er sich ein Werk von Claude Monet betrachtet hatte, legte Kandinsky den Schwerpunkt auf die Wirkung von Farben und Formen, der konkrete Gegenstand wurde überflüssig. Bis zum Stil des Abstrakten war sein wichtigstes Werk "Der blaue Reiter" als Synonym für Begegnung, Aufbruch und Kampf. In seinem Spätwerk fand er in seiner Bildsprache zu geometrischen Strukturen und tierhaften Phantasiebildern...
Wassily Kandinsky wurde als Sohn eines ostsibirischen Teehändlers und seiner russischen Hausfrau am 4. Dezember 1866 in Moskau geboren.

Nach einem Umzug nach Odessa und 1871 nach der Scheidung der Eltern besuchte Wassily Kandinsky ab 1876 das dortige Gymnasium. Bereits in dieser Zeit erhielt Kandinsky Mal- und Zeichenunterricht. Kandinsky hatte auch musische Begabungen, die er in seine späteren Kunstwerke Miteinfließen ließ. Nach dem Abitur begann er in Moskau Jura, Nationalökonomie und Ethnologie zu studieren. Auch während seines Studiums malte er nebenher. 1889 reiste er im Auftrag der "Kaiserlichen Gesellschaft für Naturwissenschaften, Ethnografie und Anthropologie" in das Gouvernement Wologda, um dort eine wissenschaftliche Untersuchung über die Situation der Landwirte durchzuführen. Nach seinem Studium 1892 wurde er Assistent der Juristischen Fakultät an der Moskauer Universität und heiratete seine Cousine Anna Tschimjakin.

Im Jahr 1893 beendete er seine Dissertationsarbeit mit dem Titel "Über die Gesetzmäßigkeit der Arbeiterlöhne". Nachdem er 1896 eine Professur an der Universität Dorpat abgelehnt hatte, siedelte er mit seiner Frau nach München über. Damit hing sein Wunsch zusammen, sich stärker der Kunst zu widmen. München war damals die führende Kunststadt Mitteleuropas. Von 1897 bis 1899 besuchte er die private Malschule von Anton Azbè und beschäftigte sich mit dem Malen am Modell und mit Anatomiestudien. 1897 begegnete er in der Malschule seinen Landsleuten Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin. Im Zeichenunterricht bei Franz von Stuck lernte Kandinsky Paul Klee kennen. 1901 nach dem Kunststudium rief Kandinsky die Künstlergruppe "Phalanx" ins Leben. Dort stellten Maler des Impressionismus und des Jugendstils aus. Außerdem gab es eine private Kunstschule, an der Kandinsky selbst unterrichtete und seine spätere Geliebte Gabriele Münter kennen lernte.

Ab 1903 befand er sich häufiger auf Reisen durch Europa, nach Moskau und Nordafrika. Künstlerisch befand sich Kandinsky in einem Experimentierstadium, er war keinem bestimmten Malstil fest verpflichtet. Seine Materialien waren unter anderem Öl, Tempera und Holz. Zu dieser Zeit beeinflussten ihn die Impressionisten. Die Zeit des ausgedehnten Reisens beruhigte sich ab dem Jahr 1907. Sie war für den Künstler auch eine Zeit des Suchens nach dem eigenen Stil. 1908 zog er mit seiner Geliebten zusammen, von seiner Frau lebte er getrennt, sie war schon länger zuvor nach Russland zurückgekehrt. 1909 kaufte Gabriele Münter in Murnau ein Haus, das zum Treffpunkt für die Münchner Künstler wurde. Im gleichen Jahr gründeten sie die "Neue Künstlervereinigung München", zu der unter anderem Marianne von Werefkin, August Macke, Franz Marc und Alexej von Jawlensky gehörten.

Besonders die oberbayerischen Landschafts- und Naturfarben inspirierten Kandinsky zu solchen außergewöhnlichen Bildern wie die "Kirche in Murnau" (1910). Aber auch die regionale Volkskunst und Hinterglasmalerei hinterließen ihre Spuren in seinen Werken. Er und seine Kollegen der Künstlervereinigung begannen sich allmählich vom Gegenständlichen abzulösen. Der Schwerpunkt verlegte sich mehr und mehr auf Farben und Formen. Ein 1910 angefertigtes Aquarell aus der Bilderreihe "Improvisationen" gilt als sein erstes Kunstwerk im abstrakten Stil. In seinem 1910 veröffentlichten kunsttheoretischen Werk "Der blaue Reiter" fordert Kandinsky die Neuerung der Kunst und stellt das rein Formale in den Vordergrund. Bis 1912 wurde es bereits dreimal aufgelegt. Darin wird aber auch die Wegtrennung von seinen Kollegen in der Künstlervereinigung deutlich. Als seine "Kompositionen V" nicht in die Ausstellung von 1911 mitaufgenommen wurden, trennte er sich zusammen mit Gabriele Münter, Franz Marc und Alfred Kubin von der Vereinigung.

Zur Verbreitung der eigenen Kunstauffassung wurde der Kunstkalender "Der Blaue Reiter" gegründet. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs zog Kandinsky mit Gabriele Münter in die Schweiz. 1916 verbrachte er einige Zeit in Stockholm. 1917 heiratete er für seine Geliebte ganz überraschend in Moskau Nina von Andreewsky. Gabriele Münter versteckte den größten Teil der Kunstwerke von Kandinsky aus seiner Münchner Zeit in ihrem Murnauer Haus vor den Nationalsozialisten, die seine Kunst als entartet einstuften. Mit der Oktoberrevolution von 1917 in Russland verband auch Wassily Kandinsky die Hoffnung auf eine Zeit der Erneuerung in der Kunst. Er fühlte sich berufen, daran teilzuhaben. So wurde er 1918 Mitglied der Abteilung Bildende Kunst im Kommissariat für Volksaufklärung und erhielt eine Professur für Kunstwissenschaften an den Höheren Staatlichen Künstlerisch-Technischen Werkstätten. 1920 wurde Kandinsky auf den kunstwissenschaftlichen Lehrstuhl an der Universität Moskau berufen, und er gründete das Institut für Künstlerische Kultur mit.

Er sorgte für die Gründung und Ausstattung zahlreicher neuer Museen in Russland. Seine vielfältigen Funktionen hielt ihn weitgehend ab vom eigenen künstlerischen Schaffen. In dieser Zeit beschäftigten ihn Hinterglasmalereien mit Heiligendarstellungen und Aquarelle und Radierungen mit abstrakten geometrischen Formen. Als der Zwist zwischen seiner und der offiziellen russischen Kunstauffassung immer stärker und offensichtlicher wurde, folgte er einem Ruf des Weimarer Bauhauses. 1922 trat er eine Professur an. Das "Staatliche Bauhaus in Weimar", geleitet von dem Architekten Walter Gropius, war weltweit eine einmalige Institution, in der Kunst, Technik und Design zugleich gelehrt wurde. Ziel war die Schaffung einer Ästhetik, die dem Mensch und Fortschritt dient. 1923 folgte die erste Einzelausstellung in New York von Wassily Kandinsky. In Weimar traf er auch Paul Klee wieder, der dort unterrichtete. 1926 zog das Bauhaus nach Dessau um.

Die Ehepaare Kandinsky und Klee wohnten in dem von Gropius geplantem Meisterhaus. 1924 wurde zusammen mit Alexej von Jawlensky und dem amerikanischen Maler Lyonel Feininger die Gruppe "Die blaue Vier" gegründet. 1926 erschien im Rahmen seiner Bauhaustätigkeit Kandinskys kunsttheoretische Schrift "Punkt und Linie zu Fläche" über die abstrakte Kunst. 1933 wurde das Bauhaus geschlossen. Kandinsky siedelte in das französische Neuilly-sur-Seine bei Paris über. 1936 nahm er an den Ausstellungen "Abstract and Concrete" in London und "Cubism and Abstract Art" teil. Drei Jahre später nahm er die französische Staatsbürgerschaft an und beendete seine letzte große Arbeit "Komposition X". 1940 floh er wegen der deutschen Besetzung in Frankreich in die Pyrenäen. 1944 fand seine letzte Ausstellung, die er miterlebte, in der Pariser Galerie l'Esquisse statt.

Wassily Kandinsky starb am 13. Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine.

NameWassily Kandinsky

Geboren am04.12.1866

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMoskau (RUS).

Verstorben am13.12.1944

TodesortSeine (F)..sur.Neuilly

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