Biografie

Robert Rauschenberg

Der US-amerikanische Grafiker, Maler, Fotograf und Objektkünstler war ein Vorreiter der Pop-Art und ein Vertreter des Abstrakten Expressionismus in Amerika. Er ließ sich von den dadaistischen Arbeiten des deutschen Malers, Plastikers und Dichters Kurt Schwitters, von den Ready-mades des französischen Künstlers Marcel Duchamp und von dem Stil des amerikanischen Komponisten John Cage inspirieren; daraus entstanden in der ersten Hälfte der 1950er Jahre zunächst "weiße" und "schwarze" Bilder. Bereits in seinem Frühwerk aus Collagen ist seine spätere Kunstart des Combine Paintings angelegt. Darin verwendete Robert Rauschenberg stets alltägliche Produkte aus der Massenanfertigung. Sein bekanntestes Werk trägt den Titel "Monogram", ein ausgestopfter Widder mit Autoreifen. Später schuf Robert Rauschenberg Bilderserien im Siebdruck, Multimedia-Shows und Lithografien...
Robert Rauschenberg wurde am 22. Oktober 1925 in Porth Arthur im US-Bundesstaat Texas geboren.

In den beiden Jahren 1946 und 1947 studierte Robert Rauschenberg am Kansas City Art Institute. Danach verließ er Amerika und siedelte nach Paris über. Dort setzte er im Jahr 1947 seine Kunststudien an der Académie Julian fort. Im Jahr darauf kehrte er nach Amerika zurück und ging bis zum Jahr 1949 an das Black Mountain College. Dort war er ein Schüler des deutsch-amerikanischen Malers und Designers Josef Albers. Weiterhin studierte er an der Art Student`s League bei dem US-amerikanische Maler und Kunstschriftsteller Robert Motherwell, dem polnischstämmigen Maler Jack Tworkov und dem amerikanischen Maler Franz Kline.

Rauschenberg ließ sich von den dadaistischen Arbeiten des deutschen Malers, Plastikers und Dichters Kurt Schwitters, von den Ready-mades des französischen Künstlers Marcel Duchamp und von dem Stil des amerikanischen Komponisten John Cage inspirieren; daraus entstanden in der ersten Hälfte der 1950er Jahre zunächst "weiße" und "schwarze" Bilder. Dann fertigte Rauschenberg seine Collagen im expressionistischen Malstil, den er mit Textilmaterialien oder Fotografien kombinierte. Schon in diesen Werken war die Anlage zu seinen späteren Combine Paintings deutlich bemerkbar. Mitte der 1950er Jahre debütierte Rauschenberg mit den ersten Werken dieser Art – er verband seine expressionistischen Malereien mit alltäglichen Gegenstände aus der Massenproduktion wie zum Beispiel Radios, Uhren, Flaschen oder Glühbirnen.

In dieser Verbindung wirkten die dreidimensionalen Objekte verfremdend und komisch. Sein bekanntestes Werk, "Monogram" stammt aus einer in der Zeit von 1955 bis 1959 angefertigten Serie und stellt einen Widder mit einem Autoreifen dar. Diese Werke übten einen starken Einfluss auf die Pop-art-Strömung der 60er Jahre. Rauschenberg verhalf mit seinen dreidimensionalen Kunstwerken gegenüber dem vorherrschenden Abstrakten Expressionismus einem neuen Realismus zum Durchbruch. Besonders durch seine Verwendung von Abbildungen von Persönlichkeiten im amerikanischen Leben wie zum Beispiel John F. Kennedy in dem Werk "Retroactive I" (1964) beabsichtigte Rauschenberg die Annäherung der Kunst an die Realität. Anfang der sechziger Jahre versuchte sich Rauschenberg in schwarz-weißen Serienbildern im Siebdruck.

Dann veranstaltete er in Zusammenarbeit mit John Cage und dem Choreografen Merce Cunningham einige Multimedia-Shows. Damit bezweckte der Künstler eine Erweiterungen der bisherigen Möglichkeiten traditioneller Kunstformen. In den siebziger und achtziger Jahre wandte sich Robert Rauschenberg wieder der Technik der Collage zu und fertigte darüber hinaus auch Lithografien und andere Grafiken. So realisierte er beispielsweise Anfang der 1970er Jahre mit Packkartons Kartonwandwerke und fand wieder zu einer abstrakteren Formsprache zurück. 1981 entstand die Arbeit "Rauschenberg Photographs", eine Arbeit mit Fotografien, auf die er sich in dieser Zeit konzentrierte. In der Zeit von 1985 bis 1991 begab sich Rauschenberg auf die Ausstellungstour "ROCI" – "Rauschenberg Oversaes Culture Interchange", die ihn durch internationale Länder führte.

Im Jahr 1993 erhielt er die Nationale Kunstmedaille der USA. Von September 1997 bis März 1999 folgte eine große Rauschenberg Retrospektive, die im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, der Menil Collection, Contemporary Arts Museum in Houston, dem Museum Ludwig in Köln sowie dem Guggenheim Bilbao Museoa zu sehen war. Von Dezember 2005 bis Mai 2007 folgte eine große Einzelausstellung, die im Metropolitan Museum of Art in New York, dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles, dem Musée national d'art moderne, Centre Georges Pompidou in Paris sowie dem Moderna Museet in Stockholm gezeigt wurde.

Robert Rauschenberg starb am 12. Mai 2008 auf Captiva Island, Florida, USA.

NameRobert Rauschenberg

Geboren am22.10.1925

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortPorth Arthur, Texas (USA).

Verstorben am12.05.2008

TodesortCaptiva Island, Florida (USA).

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