Biografie

Robert Delaunay

NameRobert Delaunay

Geboren am12.04.1885

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortParis (F).

Verstorben am25.10.1941

TodesortMontpellier (F).

Robert Delaunay

Der französische Künstler, Ehegatte der Malerin Sonia Delaunay-Terk, schuf mit seinem Bild "Kreisform" von 1912 das erste abstrakte Werk in der französischen Malkunst. Seine Stilentwicklung umfasst die Richtungen des Pont Aven über den Kubismus bis zum Orphismus. Seine Bilder sind von einer starken Farbintensität geprägt. Robert Victor Felix Delaunay stand der Künstlergruppe des "Blauen Reiters" nahe und besaß zeitweise großen Einfluss auf deutsche Maler wie Franz Marc oder Paul Klee. In seinen Schriften setzt sich Robert Delaunay mit der eigenen Kunst in ihrer Bedeutung und ihren praktischen Möglichkeiten wie zum Beispiel in der Architektur oder in der Wandbemalung auseinander...
Robert Victor Felix Delaunay wurde am 12. April 1885 in Paris geboren.

Nach der Scheidung seiner Eltern verbrachte Delaunay seine Kindheit in La Ronchère bei seinem Onkel. Er besuchte die Oberschule, die er aber noch vor dem Abschluss verließ. Er begab sich in eine Lehre als Bühnenmaler. In den Jahren 1903 bis 1905 entstanden seine ersten Bilder im nachimpressionistischen Trend, in der Bretagne nach dem Stil des sogenannten "Pont Aven". Er wurde freischaffender Künstler. Seinen Militärdienst verbrachte er in der Bibliothek eines Regimentes. Danach, 1908, machte er die Bekanntschaft der verheirateten Sonja Terk, mit der er später eine Ehe einging. Im Jahr 1909 entstanden die Bildzyklen "Stadt" und "Eifelturm" sowie noch weitere Serien. Im Jahr darauf heiratete er Sonja Terk, die selbst malte. Aus der Verbindung ging ein Sohn hervor. Es folgte der Umzug nach Paris.

In dem dortigen Atelier schuf Delaunay einen Großteil seines Oevres. 1911 beteiligte er sich an einer Pariser Ausstellung mit drei Bildern, die durch ihren modernen abstrakten Stil beim Publikum und bei der Kritik Empörung hervorriefen. Der Künstler orientierte sich am Kubismus. Im gleichen Jahr sowie 1912 präsentierte er seine Bilder auf Ausstellungen der Künstlervereinigung "Blauer Reiter", deren Mitglied er wurde. Seine Bilder zeichnen sich aus durch eine große Farbintensität. 1912 führte ihn seine Suche nach einer eigenen Ausdruckssprache zur reinen Farbmalerei, die er beispielsweise bereits für den Bilderzyklus "Fenster" (1912) einsetzte. Der Stilwechsel beruhte auf dem Studium der Farbtheorie des Malers Michel Eugène Chevreul.

Mit der 1912 entstandenen Bildserie "Formes Circulaire", der "Kreisform" gab Robert Delaunay das Debütwerk im abstrakten Stil in der französischen Malerei ab. Die Arbeiten bilden in geometrisch-flächigen Anordnungen scheibenartige Farbkreise ab. Der französische Schriftsteller und Maler Guillaume Apollinaire bezeichnete die Malweise als "Orphismus", die viele zeitgenössische Künstler beeinflusste. Im gleichen Jahr empfing er die Maler Paul Klee, Franz Marc und August Macke zu Besuchen in Paris. Im Jahr 1913 hatte Robert Delaunay eine große Ausstellung in der Galerie "Sturm" in Berlin. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs weilte der Künstler mit seiner Frau in Spanien im Urlaub.

Es folgte der Umzug nach Portugal und 1917 dann nach Madrid. Dort eröffnete Delaunays Frau nicht nur eine Boutique, sondern sie war auch als Modedesignerin tätig. Gemeinsam realisierten sie Bühnenbilder und Kleiderentwürfe. In den Jahren 1919 und 1920 stellte der Künstler seine in Portugal entstandenen Werke in der Berliner Galerie "Sturm" aus. Es handelte sich dabei um Stilleben und Genrebilder, die in betonter Farblichkeit gehalten sind. Im Jahr 1921 kehrte das Ehepaar Delaunay nach Paris zurück. In ihrer Wohnung trafen sich die jungen Schriftsteller von Paris. Robert Delaunay fertigte zahlreiche Porträts seiner Besucher an. In den Jahren 1926 und 1927 entwarfen Robert und Sonja Delaunay Kostüme und Bilder für den Film "P`tit Parigot". Ab 1930 malte der Künstler wieder abstrakt und griff dabei auf seine erstmals 1912 entstandenen "Kreisformen" zurück.

Zwischen 1934 und 1936 wurden Kompositionen aus Lichtröhren im Tuilerien-Salon präsentiert. Das Nationalmuseum für moderne Kunst in Paris kaufte drei Werke Delaunays. Gemeinsam mit anderen Künstlern entwarf er zur Pariser Weltausstellung 1937 die Dekoration für den "Pavillon des Chemin fers" und den "Pavillon de l`Aviation", womit er künstlerischen Erfolg errang. Im Jahr darauf wurden die "Rhythmen 1-2-3" im Tuillerie-Salon gezeigt. Zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zog sich Delaunay mit seiner Frau vor den deutschen Nationalsozialisten in die Auvergne zurück. Der Maler litt an einer Krebserkrankung, die sich in dieser Zeit zunehmend verschlimmerte. In seinen Schriften setzt sich Robert Delaunay mit der eigenen Kunst in ihrer Bedeutung und ihren praktischen Möglichkeiten wie zum Beispiel in der Architektur oder in der Wandbemalung auseinander.

Aber auch die übrige zeitgenössische Malkunst, über die er sich in ironisch-polemischer Weise ausließ, war Gegenstand seiner theoretischen Überlegungen.

Robert Victor Felix Delaunay starb am 25. Oktober 1941 in Montpellier.

NameRobert Delaunay

Geboren am12.04.1885

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortParis (F).

Verstorben am25.10.1941

TodesortMontpellier (F).

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