Biografie

Peggy Guggenheim

Die US-amerikanische Sammlerin und Galeristin avancierte zu einer der bedeutendsten Mäzeninen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Geboren als Nichte von Solomon R. Guggenheim, dem Stifter des gleichnamigen Museums in New York, legte Peggy Guggenheim mit Werken von Pablo Picasso, Piet Mondrian und Constantin Brancusi den Grundstein für eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst. Insgesamt verdankt ihr die Avantgarde eine zentrale Rolle in der Verbreitung und Rezeption moderner Werke. Peggy Guggenheim war 1941 zwei Jahre lang mit dem deutschen Maler Max Ernst verheiratet. 1947 verbrachte sie ihre Sammlung nach Venedig, wo sie seit 1949 im Palazzo Venier dei Leoni beheimatet ist...
Marguerite "Peggy" Guggenheim wurde am 26. August 1898 in New York geboren.

Guggenheim war eine von drei Töchtern des New Yorker Geschäftsmanns Benjamin Guggenheim und dessen Frau Florette Seligman. Ihr Vater entstammte einer der wohlhabendsten Industriellenfamilien Amerikas; er kam im April 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben. Das Ereignis machte sie zur Erbin eines Millionenvermögens. Ihr Onkel war der amerikanische Industrielle und Kunstsammler Solomon R. Guggenheim, Gründer der Solomon R. Guggenheim Foundation, New York. Als Guggenheim im August 1919 volljährig wurde, trat sie ihre Erbschaft an. 1920 trat sie ein Volontariat in der Buchhandlung "Sunrise Turn" in New York an.

Im Jahr 1921 zog Guggenheim nach Paris, wo sie viele Intellektuelle und Künstler kennenlernte. Guggenheim, die schon in jungen Jahren gegen gesellschaftliche Normen rebellierte, lebte ihr eigenes Leben – sie entwickelte nicht nur eine ausgesprochene Leidenschaft für das Sammeln von Kunstwerken, sondern unterstützte auch Künstler in ihrem Werdegang und ihrer Karriere. 1922 heiratete sie den französischen Maler und Bildhauer Laurence Vail. Gemeinsam wurden sie Eltern von zwei Kindern. Nach acht Jahren wurde die Ehe geschieden. Bereits zu Lebezeiten machte sie ihre umfangreiche Privatsammlung der Öffentlichkeit zugänglich.

Die so wichtige Öffentlichkeit verschaffte sie auch zahlreichen Künstlern, darunter Wassily Kandinsky, Marcel Duchamp, Max Ernst, Jackson Pollock oder Yves Tanguy, den sie als Künstler überhaupt entdeckte und bekannt machte. Sie unterstützte die Künstler engagiert unter anderem durch Bilderankäufe oder verschaffte ihnen Ausstellungen. In den Jahren von 1942 bis 1947 führte sie die Galerie "Art of this Century", die sich zu einer zentralen Anlaufstelle der Surrealisten entwickelte, woraus wiederum der Abstrakte Expressionismus hervorging. Insofern steht Guggenheims Galerie in der Bedeutung des Geburtsortes dieser Kunstrichtung, die in der Nachkriegszeit bestimmend wurde.

Von 1941 bis 1943 war sie mit dem Künstler Max Ernst verheiratet. In der Zeit der deutschen Kriegsbesetzung erwarb sie in Paris zahlreiche Kunstwerke zu Tiefstpreisen, wovon viele dann zu den bedeutendsten Stücken ihrer Sammlung zählten. Unter anderem gründete sie eine Galerie in London. Nach ihren Umzug nach Venedig, 1947, prägte sie die europäische Kunstszene maßgeblich mit. Ihre Ausstellung 1948 in Venedig riss die Biennale aus einem Aufmerksamkeitstief heraus. Die Veranstaltung blieb dank der erfolgreichen Bemühung von Peggy Guggenheim 20 Jahre lang im Fokus des öffentlichen Interesses und im Rang eines jährlichen Ausstellungsereignis der wichtigsten Künstler der Moderne.

Die leidenschaftliche Kunstsammlerin wählte Venedig als ihren ständigen Wohnsitz und erwarb 1948 den Palazzo Venier dei Leoni. Dort legte sie auch den Grundstein für eine einmalige Großsammlung expressionistischer und surrealistischer Kunstwerke. 1951 rief die Kunstmäzenin die "Salomon-Guggenheim-Stiftung" ins Leben. Sie ist heute Teil eines internationalen Museumssystems, das im Besitz ihrer Familie ist. Der Privatbesitz mit über sechstausend Bildern und Objekten im Wert von mindestens drei Milliarden Dollar wurde erstmals in New York ausgestellt. Die Kunstwerke werden weltweit durch ein gewaltiges Museumsprojekt präsentiert. Mit ihrem Engagement und ihrer großartigen Sammlung wurde Peggy Guggenheim zu einer zentralen Figur für die Etablierung avantgardistischer Künstler und ihrer Werke.

Peggy Guggenheim starb am 23. Dezember 1979 in Venedig.

Das Guggenheim-Museum ist ein Museum für moderne Kunst in New York. Es wurde 1937 von ihrem Onkel, dem Industriellen Solomon R. Guggenheim gestiftet. Ein zentraler Künstler darin ist Wassily Kandinsky mit seiner ungegenständlichen Kunst.

NameMarguerite Guggenheim

AliasPeggy Guggenheim

Geboren am26.08.1898

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortNew York, NY City (USA).

Verstorben am23.12.1979

TodesortVenedig (I).