Biografie

Ridley Scott

Der britische Regisseur und Produzent zählt zu den renommiertesten und einflussreichsten Filmemachern Hollywoods. Seine Erzählweise prägte insbesondere das Filmgenre des modernen Actionkinos. Seit den 1980er Jahren steht Ridley Scott für grandiose Blockbuster und Box-Office-Hits. Mit seinen Filmen verhalf er einigen Schauspielern wie etwa Sigourney Weaver in "Alien" zu Starruhm. Zu den Etappen seiner Karriere zählen Filme wie "Die Akte Jane", "Black Rain", "Black Hawk Down" oder "Prometheus". Nach einigen Oscar-Nominierungen erhielt der Regisseur, neben einer "Golden Globe"-Auszeichnung, die begehrte Trophäe aus Hollywood für seine Filme "Gladiator" und "Hannibal"...
Ridley Scott wurde am 30. November 1937 in Durham, England, Großbritannien geboren.

Aufgewachsen ist er als Sohn eines Berufssoldaten der britischen Armee. 1944 wurde sein jüngerer Bruder Tony geboren. Scott studierte am renommierten Royal College Of Art und arbeitete als Regisseur für die BBC. Hier drehte Scott Werbespots und war für einige Fernsehserien als Regisseur und Produktions-Designer tätig. 1977 brachte Scott seinen ersten Kinofilm "Die Duellisten" auf die Leinwand. Er konnte sofort internationale Anerkennung ernten und kassierte beim Filmfestival von Cannes den Preis für das "Beste Erstlingswerk". Scott arbeitete sich nun an die Weltspitze der Regisseure und schuf den Science-Fiction-Erfolg "Alien" mit Sigourney Weaver. Anschließend inszenierte er den Film-Hit Blade-Runner mit Harrison Ford in der Hauptrolle.

Im Jahr 1997 drehte Scott "Die Akte Jane" mit Demi Moore, die darin den ersten weiblichen Navy-Offizier verkörperte, dabei aufgrund politischer Machtspiele in die Schusslinie geriet und um ihren Job kämpfen musste. Scott arbeitete mit einer Reihe großer Stars zusammen, so in "White Squall" mit Jeff Bridges, in "1494: Die Eroberung des Paradieses" mit Gérard Depardieu, in "Black Rain" mit Michael Douglas und Andy Garcia und in "Legende" mit Tom Cruise. Für "Black Rain" und "Legende" wurde der Regisseur jeweils für den "Oscar" als "Bester Regisseur" nominiert. Eine weitere Nominierung erhielt er für "Thelma & Luise". Allein die Regie stellte für Scott allerdings bald eine zu geringe Herausforderung dar.

Also trat er auch als Produzent, unter anderem bei "Die Akte Jane", "1494: Die Eroberung des Paradieses", "Thelma & Louise" und bei "Der Mann im Hintergrund", in Erscheinung. Weiterhin war er Produzent bei "The Browning Version Clay Pigeons", "Ein heißer Coup" mit Paul Newman und bei "Monkey Trouble". Ab 1984 führte Scott auch wieder Regie bei Werbespots und setzte hier neue Standards, als er beispielsweise für Apple MacIntosh Computers Spots entwarf, die von George Orwells "1984" inspiriert waren. 2000 brachte Scott gleich zwei erfolgreiche Film-Hits auf die Leinwand. Er inszenierte das Epos "Gladiator" und erhielt endlich seinen ersten "Oscar". Hauptdarsteller Russell Crowe konnte ebenfalls einen "Oscar" für seine Rolle einheimsen.

Es folgte "Hannibal", die Fortführung von "Das Schweigen der Lämmer" mit Anthony Hopkins in der Titelrolle. Der Film wurde mit einem "Oscar" in der Kategorie "Bester Film" ausgezeichnet. Des Weiteren konnte Scott ein "Golden Globe" für "RKO 281" verbuchen. Der Streifen stellte eine Neubearbeitung von Orson Welles "Citizen Kane" dar. 2001 erhielt Ridley Scott eine weitere "Oscar"-Nominierung für die "Beste Regie" im Film "Black Hawk Down". Der "Gladiator"-Regisseur brachte im Mai 2005 mit "Königreich der Himmel" ein opulentes Kreuzritter-Epos in die Kinos, in dem der Glaubenskrieg zwischen Moslems und Christen tobt. Die historische Thematik könnte kaum zeitgemäßer sein.

Im Jahr 2010 inszenierte er die Geschichte "Robin Hood". Für "Prometheus – Dunkle Zeichen" (2012) war Scott neben der Regie auch als Produzent tätig. Im selben Jahr nahm sich sein Bruder Tony das Leben, der sich von der Vincent Thomas Bridge in den Hafen von Los Angeles in den Freitod stürze.
Als Regisseur

1965: Boy and Bicycle (Kurzfilm)
1977: Die Duellisten (The Duellists)
1979: Alien
1982: Blade Runner
1985: Legende (Legend)
1987: Der Mann im Hintergrund (Someone to Watch Over Me)
1989: Black Rain
1991: Thelma & Louise
1992: 1492 – Die Eroberung des Paradieses
1996: White Squall – Reißende Strömung (White Squall)
1997: Die Akte Jane (G.I. Jane)
2000: Gladiator
2001: Black Hawk Down
2001: Hannibal
2003: Tricks (Matchstick Men)
2005: Königreich der Himmel (Kingdom of Heaven)
2006: Ein gutes Jahr (A Good Year)
2007: American Gangster
2008: Der Mann, der niemals lebte (Body of Lies)
2010: Robin Hood
2012: Prometheus – Dunkle Zeichen (Prometheus)

Als Produzent

1991: Thelma & Louise
1992: 1492 – Die Eroberung des Paradieses
1994: Schrei in die Vergangenheit (The Browning Version)
1997: Die Akte Jane (G.I. Jane)
1998: Clay Pigeons – Lebende Ziele (Clay Pigeons)
2000: Ein heißer Coup (Where the Money Is)
2001: Black Hawk Down
2001: Hannibal
2003: Tricks (Matchstick Men)
2005: Königreich der Himmel (Kingdom of Heaven)
2005: In den Schuhen meiner Schwester
2006: Ein gutes Jahr (A Good Year)
2007: American Gangster
2007: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford)
2008: Der Mann, der niemals lebte (Body of Lies)
2009: Das Schwarze Herz (Tell-Tale)
2010: Robin Hood
2011: The Grey – Unter Wölfen
2012: Prometheus – Dunkle Zeichen (Prometheus)

NameRidley Scott

Geboren am30.11.1937

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortDurham (GB).