Biografie

Gérard Depardieu

Der französische Schauspieler zählt seit Anfang der 1980er Jahre zu den zentralen Personen und Galionsfiguren des französischen Films. Nach über 100 Filmen, in denen Gérard Depardieu über 70 Mal die Hauptrolle spielte und dafür mit den bedeutendsten Film-Preisen ausgezeichnet wurde, avancierte er auch zu einem der erfolgreichsten Vertreter des internationalen Kinos. Seinen Durchbruch feierte er 1982 mit dem Revolutionsdrama "Danton". In seinem Spiel verkörperte er zumeist den kraftstrotzenden und sensiblen Charakter. Seine Wandlungsfähigkeit bewies er indes in allen Genres. Zu seinen populärsten Filmen zählen Titel wie "Cyrano de Bergérac", "Die Ausgebufften", "Die letzte Metro", "Abendanzug", "Ein Licht in meinem Herzen" und "Asterix und Obelix"...
Gérard Depardieu wurde am 27. Dezember 1948 in Chateauroux, als drittes von sechs Kindern einer Arbeiterfamilie geboren.

Depardieus Vater war Metallarbeiter und seine Mutter Hausfrau. Aufgewachsen ist er in bescheidenen Verhältnissen, in denen es oft am Nötigsten fehlte. Ein Umstand, unter dem oft auch die schulischen Leistungen zu leiden hatten. Schon früh, bereits mit zwölf Jahren, verließ Gérard Depardieu das Elternhaus, um auf eigenen Füßen zu stehen. Mit 13 Jahren begann er eine Lehre als Drucker und trainierte als Boxer. Nach diversen Jobs als Gelegenheitsarbeiter, drohte er in die Kriminalität abzurutschen. Zahlreiche Verhaftungen und ein drohendes Jugendheim waren die Folge. Um alldem zu entkommen, reiste er 1964 nach Paris, und erhielt durch Zufall die Möglichkeit bei den Schauspiellehrern Charles Dullin und Jean-Laurent Cochet vorzusprechen.

Nach den ersten Ausbildungsstunden zeigte sich, welches Talent in dem 1,82 m großen "Wikinger" verborgen war. Bereits nach wenigen Monaten, und noch während seiner Ausbildung, debütierte er am Théâtre National de Paris. Wenn es zunächst auch nur kleine Rollen waren, hatte der "Mann des Nordens" eine unendlich präsente Erscheinung, welche die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zog. Vom Theater aus wurde Gérard Depardieu für den Film entdeckt. 1968 spielte er mit großem Erfolg in der TV-Serie "Rendezvous à Badenberg". Dennoch blieb er zunächst dem Theater treu und erhielt weitere Anstellungen am Café de la Gare und am Théâtre Chaillot in Neuilly, sowie am Théâtre National de Paris.

Seine erste große Rolle im Film erhielt Gérard Depardieu im Jahr 1974 in "Die Ausgebufften". Diese Produktion verlief so erfolgreich, dass sie ihm zahlreiche Folgeaufträge bescherte. 1976 gelang ihm als Gegenspieler von Robert De Niro in dem Streifen "1900 - Gewalt, Macht Leidenschaft" und "1900 - Kampf, Liebe, Hoffnung" der Durchbruch. 1980 erschien mit überragendem Erfolg der Film "Die letzte Metro". Darin spielte er sich an der Seite von Cathérine Deneuve zum Star des französischen Kinos und wurde für seine schauspielerische Leistung mit dem höchsten französischen Filmpreis, dem "César" bedacht. Das folgende Revolutionsdrama "Danton" bereitete ihm den internationalen Durchbruch als Charakterdarsteller. Für seine Leistung wurde er mit der "Goldenen Rose von Montreux" ausgezeichnet.

Im Jahr 1989 spielte Depardieu in "Cyrano de Bergérac", der ihm eine "Oscar"-Nominierung als bester Hauptdarsteller und die "Goldene Palme von Cannes" bescherte. 1990 entstand die Hollywood-Komödie "Green Card". Erstmals wirkte er in einer amerikanischen Produktion mit, die zudem auf Anhieb mit einem "Golden Globe" ausgezeichnet wurde. Es folgten weitere Produktionen aus Hollywood mit Gérard Depardieu, wie zum Beispiel im Jahr 1996 "Hamlet" und danach der Musketier-Streifen "Der Mann in der eisernen Maske" (1998), an der Seite von Leonardo DiCaprio. Noch mehr Aufsehen erregte allerdings sein Beitrag in der Comic-Verfilmung "Asterix und Obelix".

In der überaus erfolgreichen TV-Produktion "Der Graf von Monte Christo" spielte neben dem Altmeister auch schon sein Sohn Guillaume mit. Nach weiteren Verfilmungen klassischer Stoffe, wie "Balzac" oder "Les Misérables", entstanden auch wieder humorvolle Arbeiten, wie der Kinderfilm "102 Dalmatiner" (2000). 2002 folgte mit "Asterix & Obelix: Mission Kleopatra", die Fortsetzung der Comic-Verfilmung, in der er erneut den "Obelix" verkörperte. 2004 erschien die französisch-italienische Produktion "Ruby & Quentin". In dieser Komödie spielt Depardieu neben Altmeister Jean Reno einen Kleinganoven. In der Komödie "Boudu" aus dem Jahr 2005 nistet sich Depardieu als ungehobelter Obdachloser im Haus eines großbürgerlichen Spießerpaares ein. Das herrlichste Chaos lässt nicht lange auf sich warten.

Privat ließ sich Depardieu in einem Chateau in der Mitte Frankreichs nieder. Dort widmete er sich unter anderem dem Weinbau. Der leidenschaftliche Koch brachte 2004 seine Rezeptsammlung unter dem Titel "Mein Kochbuch" heraus. Außerdem führte er ein Restaurant in Paris, das "La Fontaine Gallion". Ab 2005 lebte er mit der 29 Jahre jüngeren Clémentine Igou zusammen. Sein Sohn Guillaume verstarb im Oktober 2008 im Alter von 37 Jahren an einer Lungenentzündung. 2010 stand er neben "Mammuth", "Das Labyrinth der Wörter" und "Friday Night with Jonathan Ross" für insgesamt 14 Produktionen vor der Kamera.
1965: Le Beatnik et le minet
1970: Rendez-vous à Badenberg
1970: Le cri du cormoran, le soir au-dessus des jonques
1970: Der Schrei des Kormoran (Le cri du cormoran)
1971: Un peu de soleil dans l’eau froide
1972: Der Killer und der Kommissar (Le tueur)
1972: Le Viager
1972: L’An 01
1972: Rendezvous zum fröhlichen Tod
1972: Nathalie Granger
1972: Der Mann aus Marseille (La Scoumoune)
1973: Die Affäre Dominici (L’Affaire Dominici)
1973: Endstation Schafott (Deux hommes dans la ville)
1974: La femme du gange
1974: Les Gaspards
1974: Die Ausgebufften (Les valseuses)
1974: Vincent, François, Paul und die anderen
1974: Stavinsky
1974: Ganz so schlimm ist er auch nicht (Pas si méchant que ça)
1974: Rude journée la reine
1975: Quartett Bestial (Sept morts sur ordonnance)
1975: Bertolucci secondo il cinema
1976: Je t’aime (Je t’aime, moi non plus)
1976: Barocco
1976: 1900 (Novecento)
1976: Die letzte Frau (La dernière femme)
1976: Maîtresse
1976: Les Plages de l’Atlantique
1976: Die wilden Mahlzeiten (René la canne)
1977: Frau zu verschenken (Préparez vos mouchoirs)
1977: Der Karren (Le camion)
1977: Sag ihm, dass ich ihn liebe (Dites-lui que je l’aime)
1977: La Nuit, tous les chats sont gris
1978: Die linkshändige Frau
1978: Affentraum (Rêve de singe)
1978: Zucker, Zucker (Le sucre)
1979: Die Hunde (Les chiens)
1979: Stau (L’Ingorgo – Una storia impossibile)
1979: Buffet Froid
1980: Die letzte Metro (Le dernier Métro)
1980: Die Männer, die ich liebte (Je vous aime)
1980: Loulou
1980: Hurricane Rosie (Rosy la bourrasque)
1980: Inspektor Loulou (Inspecteur la Bavure)
1980: Mein Onkel aus Amerika (Mon oncle d’Amérique)
1980: Die Männer, die ich liebte (Je vous aime)
1981: Der Hornochse und sein Zugpferd (La Chèvre)
1981: Die Frau nebenan (La femme d'à coté)
1981: Die Wiederkehr des Martin Guerre
1981: Wahl der Waffen (Les choix des armes)
1981-2010: La nuit des Césars (TV)
1982: Der große Bruder (Le grand frère)
1983: Danton
1983: Les compères
1983: Der Mond in der Gosse (La lune dans le caniveau)
1983: Die Enthüllung (Rive droite, rive gauche)
1984: Le Tartuffe
1984: Fort Saganne
1985: Der Bulle von Paris (Police)
1985: Une femme ou deux
1986: Abendanzug (Tenue de soirée)
1986: Jean Florette (Jean de Florette)
1986: Zwei irre Typen auf der Flucht (Les fugitifs)
1986: Rue du départ
1986: Je hais les acteurs
1987: Unter der Sonne Satans (Sous le soleil de Satan)
1988: Camille Claudel (Camille Claudel)
1988: Nächtliche Sehnsucht (Drôle d’endroit pour une rencontre)
1989: Deux
1989: Zu schön für Dich (Trop belle pour toi)
1989: I want to go home
1990: Cyrano von Bergerac (Cyrano de Bergerac)
1990: Green Card – Schein-Ehe mit Hindernissen (Green Card)
1990: Uranus
1991: Die siebente Saite (Tous les matins du monde)
1991: Mein Vater, der Held (Mon père ce héros)
1991: Merci la vie
1992: 1492 – Die Eroberung des Paradieses
1993: Weh mir (Hélas pour moi)
1993: Germinal
1994: Daddy Cool – Mein Vater der Held (My Father, ce héros)
1994: Die Maschine (La Machine)
1994: Eine reine Formalität (Una pura formalità)
1994: Die Auferstehung des Colonel Chabert
1995: Die Schutzengel (Les Anges gardiens)
1995: Hundert und eine Nacht
1995: Élisa
1995: Der Husar auf dem Dach
1995: Le garçu
1996: Ein Licht in meinem Herzen (Décroche les étoiles)
1996: Bogus
1996: Der Geheimagent (The Secret Agent)
1996: Le plus beau métier du monde
1996: Hamlet
1997: XXL
1998: Bimboland
1998: Ist Liebe nur ein Wort? (La parola amore esiste)
1998: Der Mann in der eisernen Maske
1998: Der Graf von Monte Christo (TV)
1999: Asterix und Obelix gegen Caesar
1999: Balzac – Ein Leben voller Leidenschaft (Balzac) (TV)
1999: Die Brücke von Ambreville (Un pont entre deux rives)
2000: Vatel
2000: Les Misérables (Les misérables) (TV)
2000: Mirka
2000: 102 Dalmatiner (102 Dalmatians)
2000: Bérénice
2000: Zavist bogov
2000: Tutto l’amore che c’è
2000: Les Acteurs
2000: Chicken Run
2001: Ein Mann sieht rosa (Le placard)
2001: CQ
2001: Vidocq
2001: Streghe verso nord
2002: Asterix & Obelix: Mission Kleopatra
2002: Dina – Meine Geschichte
2002: Liebe deinen Vater (Aime ton père)
2002: Between Strangers
2002: City of Ghosts
2002: Napoléon (TV)
2002: Blanche (TV)
2002: Ruy Blas (TV)
2003: Uboynaya sila (TV)
2003: Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette (Tais-toi!)
2003: Pakt des Schweigens (Le Pacte du Silence)
2003: Crime Spree – Ein gefährlicher Auftrag (Crime Spree)
2003: Nathalie (Nathalie…)
2003: Bon voyage
2003: Volpone (TV)
2004: RRRrrrr!!!
2004: San Antonio
2004-2010: Le grand journal de Canal+
2004: Nouvelle France
2004: Lady Musketier – Alle für Eine (La femme Musketeer) (TV)
2004: 36 tödliche Rivalen (36 Quai des Orfèvres)
2004: Changing Times (Les temps qui changent)
2005: La Vie de Michel Muller est plus belle que la vôtre
2005: Zwei ungleiche Freunde (Je préfère qu’on reste amis…)
2005: Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer (Boudu)
2005: Les Rois maudits (TV)
2005: Wie sehr liebst Du mich? (Combien tu m’aimes?)
2005: Olé!
2006: Noch einmal Ferien (Last Holiday)
2006: Paris, je t’aime
2006: Chanson d'Amour (Quand j’étais chanteur)
2007: Bastardi
2007: La vie en rose (La Môme)
2007: Michou d’Auber
2007: L’Abbuffata
2008: Asterix bei den Olympischen Spielen
2008: Babylon A.D.
2008: Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt (L'instinct de mort)
2008: L'abolition
2008: Bouquet final
2008: Hello Goodbye – Entscheidung aus Liebe (Hello Goodbye)
2008: Les Enfants de Timpelbach
2009: Diamant 13
2009: Coco
2009: Kommissar Bellamy (Bellamy)
2009: À l'origine
2010: L'autre Dumas
2010: Mammuth
2010: Ce soir (ou jamais!) (TV)
2010: Das Schmuckstück (Potiche)
2010: Das Labyrinth der Wörter (La tête en friche)
2010: Catherine Deneuve, belle et bien là (TV)
2010: Glenn 3948
2010: Le grand restaurant
2010: Friday Night with Jonathan Ross
2010: Qui veut la peau d'Olivier Marchal?
2010: Nous ne sommes pas des anges
2010: Campus, le magazine de l'écrit: France-Amérique! (TV)
2010: Les acteurs
2010: Small World

NameGérard Depardieu

Geboren am27.12.1948

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortChateauroux (F).