Biografie

Martin Scorsese

Der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor italienischer Herkunft zählt seit den 1970er Jahren zu den stilprägendsten Filmemachern des Kinos. Martin Scorsese verhalf mit seinen Filmen vielen Schauspielern zu Ruhm und "Oscar"-Ehren. 1963 lieferte Scorsese mit "What's A Nice Girl Like You Doing In A Place Like This?" sein neunminütiges Debüt als Regisseur und Autor. Seinen Durchbruch markierte 1976 "Taxi Driver", der mit der Goldene Palme in Cannes ausgezeichnet wurde. Mit dem Film "Die letzte Versuchung Christi" (1988) löste er kirchliche und weltliche Proteste aus. Mit Produktionen wie "GoodFellas" (1990), "Aviator" (2004) oder "Shutter Island" (2010) avancierte er zu einem der bedeutendsten Filmproduzenten Hollywoods mit weltweiter Anerkennung. Für "Departed – Unter Feinden" wurde er 2007 mit dem Oscar geehrt. 2010 erhielt er den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk...
Martin Scorsese wurde am 17. November 1942 als Sohn italienischer Einwanderer in Flushing, New York, USA, geboren.

Da er als Kind an Asthma litt, war er gezwungen, die meiste Zeit zu Hause zu verbringen. Er schaute viel Fernsehen und wurde Dauergast im Kino. Noch im Jugendalter hatte Scorsese die Absicht Priester zu werden. Er wurde jedoch nicht am College aufgenommen und musste sich ein neues Ziel suchen. Scorsese schrieb sich für ein Studium an der New York University ein und belegte Filmkurse. Danach verdiente er seine Brötchen als Cutter und drehte Kurzfilme. 1963 lieferte er mit "What's A Nice Girl Like You Doing In A Place Like This?" sein neunminütiges Debüt als Regisseur und Autor. Ein Jahr später, 1964, folgte "It's Not Just Murray", ein 15-minütiger Kurzfilm.

Schon für diese Arbeiten erhielt er seine ersten Auszeichnungen. 1969 legte Scorsese seinen ersten Spielfilm vor. "Who's That Knocking At My Door" mit Harvey Keitel in der Hauptrolle verschaffte ihm große Aufmerksamkeit. Mit "Hexenkessel", wofür er das Skript bereits während des Studiums geschrieben hatte, wurde man auf Scorsese 1973 erstmals aufmerksam. Seine Arbeit wurde bald stilprägend für Hollywood und den neuen US-Film. Für seinen "Taxi Driver" mit Robert De Niro erhielt der Regisseur fünf "Oscar"-Nominierungen. Er wurde außerdem mit der "Goldene Palme" in Cannes ausgezeichnet. Es folgten Filme wie "New York New York" und der Box-Film "Wie ein wilder Stier", erneut mit Robert De Niro, der einen "Oscar" für seine Rolle bekam. Der Film erhielt sieben weitere Nominierungen, aber Scorsese ging bei der Oscar-Verleihung erneut leer aus.

Doch auch ohne die begehrte Trophäe galt er als größter Regisseur der letzten Jahre. "Die Farbe des Geldes" war ein weiterer Erfolgsfilm von Scorsese, mit Paul Newman und Tom Cruise in den Hauptrollen. Newman erhielt für die Produktion einen Oscar, Scorsese abermals nicht. Nach Dokumentar-, Kurz- und Spielfilmen widmete sich Scorsese auch dem Genre der Musikvideos und inszenierte für Michael Jackson das Video zum Song "Bad". Darauf folgte 1988 die Bibel-Saga "Die letzte Versuchung Christi". Der Film löste kirchliche und weltliche Proteste aus. Scorsese lieferte indes kontinuierlich Top-Filme, so auch den Mafia-Streifen "Goodfellas", wieder mit Robert DeNiro und mit Joseph Pesci, der einen "Oscar" für seine Rolle erhielt. "Kap der Angst" sowie "Zeit der Unschuld" mit Michelle Pfeiffer und Winona Ryder waren weitere Meilensteine seiner Karriere.

In wenigen Filmen stand Scorsese selbst vor der Kamera. Er hatte Kurzauftritte in einigen seiner eigenen Filme, wie etwa in "Taxi Driver", und spielte unter anderem in dem russischen Film "Anna Pavlona". Auch mimte er den "Vincent van Gogh" in "Träume". Da sich Scorsese der Rettung alter Filme verpflichtet fühlt, gründete er die "Film Foundation", die sich für die Erhaltung und Restaurierung alter Filme einsetzt. Außerdem rief er 1992 die "Martin Scorsese Presents" ins Leben. Hier bemüht er sich um die Restaurierung und den Verleih von Filmklassikern. 1997 wurde der Regisseur für sein Lebenswerk vom "American Film Institute" ausgezeichnet. Ein Jahr später diente Martin Scorsese als Präsident der Jury des Internationalen Filmfestivals von Cannes. Für seinen Film "Aviator" (2004), der das Leben des Flugpioniers Howard Hughes erzählt, erhielt Scorsese erneut zahlreiche Oscar-Nominierungen.

Bei der Oscar-Verleihung im Februar 2005 ging er jedoch als Regisseur wieder leer aus, obwohl sein Film fünf Preise in anderen Kategorien gewann. Mit dem Mafia-Epos "Departed: Unter Feinden" (2006) mit Jack Nicholson, Leonardo DiCaprio und Matt Damon in den Hauptrollen, bewies Scorsese erneut, dass er sich im Genre der Gangsterfilme am wohlsten fühlt. Kritiker schrieben ihm die beste Regiearbeit seit "GoodFellas" (1990) zu, was auch durch einen "Oscar" und einen "Golden Globe" für die "Beste Regie" bescheinigt wurde. Für "Departed – Unter Feinden" wurde er 2007 erstmals mit dem Oscar für die beste Regie geehrt. 2010 erhielt er den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk. Im selben Jahr, 2010, startete die von Scorsese mitproduzierte HBO-Serie "Boardwalk Empire".
1973 - Hexenkessel

1974 - Alice lebt hier nicht mehr

1975 - Taxi Driver

1977 - New York, New York

1979 - Wie ein wilder Stier

1982 - King of Comedy

1986 - Die Farbe des Geldes

1988 - Die letzte Versuchung Christi

1988 - New Yorker Geschichten - Episode "Lebensstudien"

1990 - GoodFellas

1990 - Akira Kurosawas Träume (Darsteller)

1991 - Schuldig bei Verdacht (Darsteller)

1991 - Kap der Angst

1993 - Zeit der Unschuld

1994 - Quiz Show - Der Skandal (Darsteller)

1995 - Casino

1997 - Kundun

1999 - Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung

2000 - Stanley Kubrick - A Life in Pictures (3 Teile)

2002 - Gangs of New York

2003 - Feel Like Going Home

2004 - Aviator

2005 - Bob Dylan - No Direction Home

2006 - Departed: Unter Feinden

NameMartin Scorsese

Geboren am17.11.1942

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortFlushing, New York (USA).