Biografie

Harry Belafonte

NameHarold George Belafonte jr.

AliasHarry Belafonte

Geboren am01.03.1927

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNew York, NY, (USA).

Harry Belafonte

Der US-amerikanische Schauspieler und Sänger wurde durch die Wiederbelebung von rhythmischen Balladen und Volksliedern im Karibik-Stil zum "King of Calypso". Seinen Durchbruch markierte 1956 das Album "Calypso" mit dem Welthit "Banana Boat Song", das Popgeschichte schrieb. Mit dem Musical "Carmen Jones" gelang ihm dann auch der Durchbruch in der Filmbranche. Im Laufe seiner Karriere verkaufte er über 100 Millionen Platten und drehte mehr als 20 Filme. In den 1960er Jahren wurde er an der Seite seiner Freunde Martin Luther King und Robert F. Kennedy auch zum Bürgerrechtler; er engagierte sich gegen Apartheid und den Vietnamkrieg. Später wurde er auch als UNICEF-Botschafter des guten Willens bekannt. Zu Harry Belafontes populärsten Stücken zählen weiter Hits wie "Mary’s Boy Child", Mathilda", "Island in the Sun" und "Skin to Skin"...
Harry Belafonte, mit bürgerlichem Namen Harold George Belafonte, wurde am 1. März 1927 in Harlem, New York City, USA, als Sohn eines Matrosen und einer Jamaikanerin geboren.

Belafonte verbrachte seine Kinder- und Jugendjahre bis zum Alter von 13 Jahren auf Jamaika. Danach zog er nach New York und besuchte die George Washington High School. Während des Zweiten Weltkrieges diente er zwei Jahre bei der Navy. Nach 1945 ging er zum American Negro Theatre. Es war Belafontes Traum, den schwarzen "Hamlet" zu spielen. Er besuchte zusammen mit Tony Curtis und Marlon Brando einen Dramatic Workshop der New School for Social Research. Seine Karriere als Schauspieler verlief zu Anfang nur schleppend, er spielte kleine Rollen am Theater. 1953 gab er sein Broadwaydebüt und im selben Jahr sein Filmdebüt mit dem Streifen "Bright Road". Ein Jahr später, 1954, lief "Carmen Jones" - der Film von Otto Preminger machte ihn über Nacht zum Star. In der Musicalversion von Georges Bizets Oper "Carmen" spielte er an der Seite von Dorothy Dandridge den "Soldat Joe", der sich in das Mädchen aus der Zigarettenfabrik namens "Carmen" verliebt.

Musikalisch machte Harry Belafonte mit unvergessenen Hits wie dem "Banana Boat Song", "Mathilda", "Island in the Sun" oder "Day-O" Karriere. Seine weiche Stimme passte zu den rhythmischen Karibik-Songs, mit denen er sein Publikum zum Träumen vom südlichen Inselparadies anregte. Aus seiner ersten Ehe wurde er Vater der Kinder Shari Belafonte und Adrienne Biesemeyer. In zweiter Ehe war Belafonte mit der Tänzerin und Schauspielerin Julie Robinson-Belafonte verheiratet. Gemeinsam wurden sie Eltern der Kinder David Belafonte und Gina Belafonte. Aber der schwarze Entertainer, Sänger und Schauspieler wurde auch politisch aktiv. Belafonte war als alter Freund und Weggefährte von Martin Luther King immer ein politisch unbequemer Mann. An der Seite von King und Robert F. Kennedy wurde er in den 1960er Jahren zum Bürgerrechtler und engagierte sich gegen Apartheid und den Vietnamkrieg.

Soziales Engagement gehört zu Belafontes Leben wie der Erfolg. Er setzte sich für eine weltweite Impfkampagne des UN-Kinderhilfswerks ein. Die Indianerbewegung in den USA, die Aktionen gegen Apartheid in Südafrika, Proteste gegen den Vietnam-Krieg oder den chilenischen Diktator Augusto Pinochet, haben ihn als streitbaren Künstler berühmt gemacht. 1982 erhielt er den Martin-Luther-King Preis und im Jahr 1987 ernannte man ihn zum Unicef-Botschafter des guten Willens. Als Unternehmer gründete die "Belafonte Enterprises Inc." und produzierte Tourneen, Platten und Filme wie "Beat Street" aus dem Jahr 1983. In seinen letzten Werken arbeitete er meist mit dem Regisseur Robert Altman zusammen, wie in "The Player" mit Sydney Pollack und Tim Robbins, in dem Satire-Streifen "Pret-à-Porter" von 1995 mit Sophia Loren, Kim Basinger und Lauren Bacall, in "Straße der Rache" mit John Travolta und Kelly Lynch sowie in "Kansas City".

Anlässlich des 200. Geburtstages des dänischen Dichters Hans Christian Andersen im Jahr 2005, wurde Harry Belafonte zum Märchenbotschafter ernannt, um so für die Arbeit der ABC-Stiftung gegen Analphabetismus zu werben. Nach einigen Jahren der Leinwandabstinenz war Harry Belafonte 2007 in "Bobby" zu sehen, einer Produktion über das Attentat vom 4. Juni 1968 an dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy, welches im Ambassador Hotel in Los Angeles verübt wurde. Im April 2008 heiratete er in dritter Ehe Pamela Frank. 2010 überreichte Belafonte seinem langjährigen Freund Joachim Fuchsberger die Goldene Kamera als Ehrenpreis für das Lebenswerk. Zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten unterstützte er 2016 im Vorwahlkampf die Kandidatur von Bernie Sanders. 2018 spielte er im Filmdrama "BlacKkKlansman". In der Geschichte ermittelt der afroamerikanische Polizist Ron Stallworth, gespielt von John David Washington, verdeckt mit einem weißen Kollegen in der örtlichen Bewegung des rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan (KKK).
1953: Bright Road
1954: Carmen Jones
1957: Heiße Erde
1957: Island in the Sun
1959: Die Welt, das Fleisch und der Teufel
1959: Wenig Chancen für morgen
1970: Ein Engel namens Levin
1972: Buck and the Preacher
1971: Der Weg der Verdammten
1974: Samstagnacht im Viertel der Schwarzen
1981: Der Kampf der weißen Tiger
1984: Beat Street
1992: The Player
1994: Pret-à-Porter
1995: Straße der Rache
1995: White Man's Burden
1996: Kansas City
1996: Jazz '34
2007: Bobby

NameHarold George Belafonte jr.

AliasHarry Belafonte

Geboren am01.03.1927

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNew York, NY, (USA).

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