Biografie

Tony Curtis

Der US-amerikanische Schauspieler wurde als maskuliner Held in Abenteuerfilmen berühmt, ehe er als smarter Playboy in den 1950er und 1960er Jahren zum internationalen Star des Films aufstieg. Seinen Durchbruch feierte Tony Curtis neben Marilyn Monroe 1959 in der Billy Wilder Komödie "Manche mögen's heiß" (Some Like It Hot). Als charmanter und frecher Verführer feierte er an der Seite von Roger Moore als "Danny Wilde" in der Abenteuer-Serie "Die Zwei" einen weltweiten TV-Erfolg. Beinahe genauso berühmt wie seine Filme wurden seine Drogen-Exzesse und seine Frauengeschichten. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen weiter "Spartakus" (1960), "Das große Rennen um die Welt" (1965), "Der Graf von Monte Christo" (1974) und "Der letzte Tycoon" (1976)...
Tony Curtis wurde als Sohn jüdischer Einwanderer aus Ungarn am 3. Juni 1925 in New York City im US-Bundesstaat New York geboren.

Curtis, mit bürgerlichem Namen Bernhard Schwartz, wuchs in einfachen Verhältnissen in der Bronx auf. Während seines Dienstes bei der US Marine ab 1943, kam Curtis das erste Mal mit der Schauspielerei in Kontakt, als er mit einer Laiengruppe auftrat. Nach der Army nahm er bei Erwin Piscator Schauspielunterricht und zog mit einer Wandertruppe von Stadt zu Stadt. Ein Agent der Filmfirma "Universal" wurde 1948 auf Curtis aufmerksam und verhalf ihm zum Karrierestart. Aufgrund seiner athletischen Figur wurde Curtis hauptsächlich in Kostüm- und Abenteuerfilmen besetzt, wie in "Die Diebe von Marschan", "Der Sohn von Ali Baba", "Der eiserne Ritter von Falworth", "Brückenkopf X", "Seine letzte Chance" oder in "Die purpurrote Maske". Indes heiratete er am 4. Juni 1951 seine Schauspielkollegin Janet Leigh. Aus dieser Ehe gingen die zwei Kinder Kelly Curtis (1956) und Jamie Lee Curtis (1958) hervor.

Im selben Jahr spielte Tony Curtis in "Die Diebe von Marshan" seine erste Hauptrolle. Er übernahm daraufhin zunehmend auch anspruchsvollere Rollen. So spielte er an der Seite von Burt Lancaster die Hauptrolle in "Trapez" (1956) und in "Dein Schicksal in meiner Hand" (1957) sowie neben Kirk Douglas in "Die Wikinger" (1958). Für die Rolle eines Sträflings an der Seite von Sidney Poitier in "Flucht in Ketten" (1958) wurde er als bester männlicher Hauptdarsteller für den "Oscar" nominiert. Im Anschluss glänzte Curtis 1959 in Billy Wilders Komödie "Manche mögen's heiß" mit Marilyn Monroe und etablierte sich als vielfältiger Schauspieler. Danach drehte er mit Cary Grant den Welterfolg: "Unternehmen Petticoat". Curtis gehörte in der Folge zu den Topstars in Hollywood und begeisterte das Publikum auch die 1960er Jahre hindurch. Er stand für Stanley Kubricks "Spartakus" vor der Kamera und war unter anderem in Filmen wie "Ein charmanter Hochstapler", "Der Außenseiter", "Das große Rennen rund um die Welt" und "Der Frauenmörder von Boston" zu sehen.

Bei den Dreharbeiten zu "Taras Bulba" (1961) lernte Curtis die sechzehnjährige, deutsche Schauspielerin Christine Kaufmann kennen. Bereits am 8. Februar 1963 heiratete Tony Curtis Christine Kaufmann in Las Vegas. Aus dieser Ehe gingen die zwei Mädchen Alexandra (1964) und Allegra Curtis (1966) hervor. 1967 folgte nach nur vier Jahren Ehe die Trennung von Christine Kaufmann. 1968 glänzte der Mime als Killer in "Der Frauenmörder von Boston". Am 20. April 1968 heiratete er in dritter Ehe das Fotomodell Leslie Allen in Las Vegas. 1971 wurde dort auch sein Sohn Nicolas Curtis geboren. In den 1970er Jahren wurde es etwas ruhiger um Curtis, aber nur auf der Leinwand. Im Fernsehen war er in der Serie "Die 2" neben Roger Moore zu sehen. Die 24teilige Serie um den Playboy "Danny Wilde" und dem englischen "Lord Brett Sinclair" wurde in über 80 Länder verkauft und ein Welthit. Privat machte er zunehmend Schlagzeilen durch Drogen- und Alkoholexzesse. 1973 wurde Curtis' sechstes Kind Benjamin geboren. 1974 stand er für "Der Gangsterboss von New York" vor der Kamera.

Im Jahr 1976 spielte er neben Robert DeNiro in Elia Kazans "Der letzte Tycoon". 1977 veröffentlichte er die Novelle "Kid Andrew Cody & Julie Sparrow". 1982 erfolgte die Trennung von seiner dritten Frau Leslie Allen. 1984 heiratete er Andria Savio, 1993 Lisa Deutsch und 1998 ehelichte Curtis die 45 Jahre jüngere Reitlehrerin Jill Vandenberg. Nach einer erfolgreichen Entziehungskur feierte er 1985 mit dem Spielfilm "Insignifcance - Die verflixte Nacht" sein Comeback. Er setzte seine Filmkarriere fort und spielte in "Je reicher desto ärmer" (1990), unter der Regie von Arnold Schwarzenegger in "Christmas in Connecticut" (1992), in David Algrants "Nackt in New York" (1993) und in "Perry Mason" (1994). 1994 musste sich Tony Curtis einer Bypass-Operation unterziehen und einer seiner Söhne starb nach einem Nervenanfall. Im selben Jahr veröffentlichte er auch seine Autobiografie unter dem Titel "Ich mag's heiß".

Curtis zog sich weitgehend aus dem Rampenlicht zurück und lebte auf einer Insel bei Hawaii, wo er sich der Malerei widmete. 1996 folgte mit "Reptile Man" seine letzte Hauptrolle in einem Kino-Film. 1999 spielte er neben Antonio Banderas und Kevin Costner in "Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft". 2004 wurde Tony Curtis mit dem Ehrenpreis der Goldenen Kamera ausgezeichnet. 2005 spielte er unter der Regie von Quentin Tarantino in "CSI Las Vegas - Grabesstille" und 2006 in "The Morning After - Remembering The Persuaders", einer Dokumentation über die Serie "Die Zwei". 2007 erhielt er den "Lifetime Achievement Award" der Artexpo Las Vegas sowie des Jules Verne Adventure Film Festivals in Los Angeles. Seine zweite Autobiografie veröffentlichte er im Oktober 2008 unter dem Titel "American Prince: A Memoir". Im selben Jahr entstand die TV-Dokumentation "The Jill & Tony Curtis Story". Für "David and Fatima" (2008), nach der Regie von Alain Zaloum, stand er das letzte Mal vor der Kamera. In seinen letzten Lebensjahren betrieb er gemeinsam mit seiner Ehefrau Jill einen Gnadenhof für ausgesetzte und misshandelte Tiere.

Tony Curtis starb am 29. September 2010 in seinem Haus in Henderson, Nevada, an den folgen einer Lungenerkrankung.
1949 - Gewagtes Alibi (Criss Cross)
1950 - Winchester '73 (Winchester '73)
1952 - Der Sohn von Ali Baba (Son of Ali Baba)
1953 - Houdini - Der König des Varieté (Houdini)
1954 - Männer, Mädchen und Motoren (Johnny Dark)
1954 - Der eiserne Ritter (The Black Shield of Falworth)
1954 - Drei Matrosen in Paris (So This is Paris)
1955 - Seine letzte Chance (Six Bridges to Cross)
1955 - Die purpurrote Maske (The Purple Mask)
1956 - Trapez (Trapeze)
1957 - Dein Schicksal in meiner Hand (Sweet Smell of Success)
1957 - Mister Cory (Mister Cory)
1957 - Der Tod war schneller (The Midnight Story)
1958 - Die Wikinger (The Vikings)
1958 - Flucht in Ketten (The Defiant Ones)
1959 - Manche mögen's heiß (Some Like It Hot)
1959 - Unternehmen Petticoat (Operation Petticoat)
1960 - Spartacus (Spartacus)
1962 - Taras Bulba (Taras Bulba)
1965 - Das große Rennen rund um die Welt (The Great Race)
1965 - Boeing-Boeing (Boeing-Boeing)
1966 - Die Schreckenskammer (Chamber Of Horrors)
1966 - Finger weg von meiner Frau ('Not With My Wife You Don't)
1966 - Arrivederci Baby! (Drop Dead Darling)
1967 - Der Keuschheitsgürtel (The Chastity Belt)
1968 - Der Frauenmörder von Boston (The Boston Strangler)
1969 - Monte Carlo Rallye (Monte Carlo or Bust)
1969 - Stellt Euch vor, es gibt Krieg und keiner geht hin
1970 - Zwei Kerle aus Granit (You Can't Win Em All)
1970/71 - Die Zwei (The Persuaders) (24 Folgen)
1974 - Der Gangsterboss von New York (Lepke)
1974 - Der Graf von Monte Christo (The count of Monte Christo)
1975 - McCoy (Fernsehserie; 6 Episoden)
1976 - Der letzte Tycoon (The Last Tycoon)
1976 - Hilfe, ich bin eine männliche Jungfrau
1977 - Der Manitou (The Manitou)
1977 - Sextette (Sextette)
1978/1982 - Vegas (Vegas, Fernsehserie; 16 Episoden)
1978 - Die Bären sind nicht mehr zu bremsen
1978 - Zwei Gauner in der Wüste
1979 - Der Killer lauert am Ring (Title Shot)
1979 - Das Millionengesicht (The Million Dollar Face)
1980 - Ein reizender Fratz (Little Miss Marker)
1980 - Mord im Spiegel (The Mirror Crack'd)
1980 - Der Scarlett-O'Hara-Krieg
1982 - Geerbte Todesangst (Brainwaves)
1982 - Black Platoon (Othello - The Black Commando)
1982 - Balboa (Balboa)
1982 - Portrait of a Showgirl (Portrait Of A Showgirl)
1983 - Wo ist Parzifal? (Where Is Parzifal?)
1984 - King Of The City (Club Life)
1985 - Insignificance - Die verflixte Nacht (Insignificance)
1985 - Philip Banter (The Last Of Philip Banter)
1986 - Tödliche Parties (Murder In Three Acts)
1988 - Der Passagier (The Passenger)
1989 - Hummermann vom Mars (Loberman From Mars)
1989 - Midnight - Regie: Norman Thaddeus Vane
1989 - Walter und Carlo in Amerkia (Walter & Carlo in America)
1989 - Tarzan in Manhattan (Tarzan In Manhattan)
1990 - Je reicher desto ärmer (Thanksgiving Day)
1991 - Prime Target
1992 - Weihnachten in Connecticut (Chistmas In Connecticut)
1992 - Sein Auftrag: Mord (Center of the Web)
1992 - Hollywood Babylon (Fernsehserie; 30 Episoden als Host)
1993 - Mumie - Tal des Todes (The Mummy Lives)
1993 - Bandit - (Bandit: Beauty and the Bandit)
1993 - Nackt in New York (Naked In New York)
1994 - Perry Mason: McKenzie und die toten Gouverneure
1995 - Gefangen in der Traumfabrik (The Celluloid Closet)
1995 - Gunpower (The Immortals)
1996 - Lois & Clark: The New Adventures Of Superman
1996 - Roseanne: Ballroom Blitz
1997 - Reptile Man
1997 - Alien X Factor
1997 - Hardball (Bounty Hunters)
1997 - Elvis trifft Nixon (Elvis Meets Nixon)
1998 - Stargames
1998 - Susan
1998 - Louis and Frank
1999 - Knocked Out (Play it to the Bone)
2002 - Reflections Of Evil
2004 - Hope & Faith: Jack's Back
2005 - CSI Las Vegas: Grabesstille
2006 - The Making of Some Like It Hot
2006 - The Morning After: Remembering The Persuaders
2007 - The Blacksmith and The Carpenter
2008 - David and Fatima
2008 - The Jill & Tony Curtis Story (TV-Dokumentation)
1952
"Goldener Apfel" bei den Golden Apple Awards als Kooperativster Schauspieler

1958
"Goldener Apfel" bei den Golden Apple Awards als Kooperativster Schauspieler

1958
Photoplay Award in der Kategorie: Most Popular Male Star

1959
Oscar-Nominierung für "Flucht in Ketten" als Bester Hauptdarsteller

1959
Nominierung bei den British Academy of Film and Television Arts für "Flucht in Ketten" als Bester Hauptdarsteller

1959
Bambi (Deutscher Medienpreis)

1961
Henrietta Award (zusammen mit Rock Hudson) als "World Film Favorite"

1964
"Sauerer Apfel" bei den Golden Apple Awards als Unkooperativster Schauspieler

1969
Golden-Globe-Award-Nominierung für "Der Frauenmörder von Boston" als Bester Filmdarsteller

1972
Goldener Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO als Beliebtester Männlicher Schauspieler

1972
Tele-7-Jours-Preis für "die 2" als Bester Hauptdarsteller

1973
Bambi (Deutscher Medienpreis)

1980
Emmy-Nominierung für "Der Scarlett-O’Hara-Krieg" als Hauptdarsteller in einer Miniserie

1997
"Distinguished Hollywood Film Artist Award" des St. Louis International Film Festival, St. Louis

2001
"Lifetime Achievement Award" des David-di-Donatello-Festivals, Rom

2004
Goldene Kamera – Ehrenpreis für sein Lebenswerk, Berlin

2004
"Honorary Award" des Independent California Film Festival, Los Angeles

2006
"Lifetime Achievement Award" der Empire Awards, London

2007
"Lifetime Achievement Award" der Artexpo Las Vegas, Las Vegas

2007
"Lifetime Achievement Award" des Jules Verne Adventure Film Festival, Los Angeles

NameBernhard Schwartz

AliasTony Curtis

Geboren am03.06.1925

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortNew York City (USA).

Verstorben am29.09.2010

TodesortHenderson, Nevada (USA).