Biografie

Sophia Loren

Die neapolitanische Schauspielerin stieg mit dem italienischen Weltstar Marcello Mastroianni zur international anerkannten Filmdiva auf. Ihre selbstbewusste und temperamentvolle Darstellungskunst verschaffte ihr zahlreiche Auszeichnungen und unumstrittene Anerkennung. In über 100 Filmen hatte Sophia Loren mitgewirkt. In den USA drehte sie mit Stars wie Anthony Quinn, Clark Gable, Cary Grant, Frank Sinatra, Paul Newman und Gregory Peck. In Europa stand sie lange im Konkurrenzverhältnis zu Gina Lollobrigida. Zu ihren populärsten Filmen zählen "Stolz und Leidenschaft" (1956), "Hausboot" (1958), "... und dennoch leben sie" (1960) und "Pret-a-porter" (1995)...
Sophia Loren wurde als Sofia Villani Scicolone am 20. September 1934 in Rom als uneheliche Tochter des Handwerkers Ricardo Scicolone geboren.

Der Vater löste die Verlobung zur Mutter Romilda Villani, die mit ihren Ambitionen auf eine Filmkarriere gescheitert war, adoptierte aber Sophia und ihre Schwester. Sophia wuchs im neapolitanischen Arbeitervorort Pozzuoli in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer Mutter auf, die jedoch schon frühzeitig versuchte, sie beim Film unterzubringen. 1950 wurde Sophia bei einem Schönheitswettbewerb zur zweiten Kandidatin gekürt. Dies brachte ihr erste kleinere Rollen in Werbefilmen ein. Unter dem Pseudonym Sophia Lazzaro stand sie außerdem für die Fotoromane Modell, die in den 1950er Jahren ein enormes Publikum in Italien fanden. Auch übernahm sie 1950 eine kleine Rolle in der amerikanischen Produktion "Quo vadis", die in Italien gedreht wurde.

Nach ihrer Entdeckung durch den Filmproduzenten Carlo Ponti eröffneten sich ihr Filmrollen bei den bedeutendsten italienischen Regisseuren. Vittorio De Sica verhalf ihr schließlich 1954 unter dem Namen Sophia Loren zum Karrieredurchbruch: In dem Episodenfilm "L`oro di Napoli" überzeugte die Schauspielerin durch die vollkommene Darstellung einer volkstümlichen Pizzabäckerin. 1957 stand sie erstmals für einen Hollywood-Film vor der Kamera. Nach "The Pride and the Passion" zeugten "Legend of the Lost" (1957), "Houseboat" und "The Key" (1958) von ihrem inzwischen internationalen Erfolg. Für "The Black Orchid" erhielt Loren 1959 auf der Biennale von Venedig den Preis der besten Darstellerin.

Ihren größten internationalen Erfolg feierte Loren durch ihre Interpretation der "Mamma Cesira" in Vittorio De Sicas "La ciociara" (zu deutsch: "... und dennoch leben sie"), für den sie nicht nur die höchsten italienischen Schauspielerpreise erhielt, sondern auch in Cannes prämiert und 1961 in Hollywood mit dem "Oscar" ausgezeichnet wurde. Loren und Ponti heirateten am 17. September 1957, nachdem sich Ponti in Mexiko von seiner ersten Frau hatte scheiden lassen. Allerdings wurde die Scheidung vom italienischen Staat nicht anerkannt. 1962 wurde die Ehe annulliert. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau legalisierten Loren und Ponti am 9. April 1966 ihre Ehe. Gemeinsam wurde sie Eltern von zwei Söhnen. Neben ihrem Zusammenspiel mit Hollywood-Stars wie Cary Grant, Clark Gable, John Wayne, Anthony Quinn u.a. bildete sie vor allem mit dem italienischen Schauspieler Marcello Mastroianni ein explosives Darstellerpaar.

Ihr perfekt aufeinander abgestimmtes Spiel brachte ihnen vor allem unter der Regie Vittorio De Sicas in "Ieri, oggi e domani" (1963), "Matrimonio all`italiana" (1964) und "I girasoli" (1969) große Erfolge ein. Mit "Il viaggio" gewann Loren 1974 den Preis als beste Schauspielerin in San Sebastian. 1977 brillierte sie mit Mastroianni in Ettore Scolas "Una giornata particolare". 1980 kam Sophia Loren in die Schlagzeilen, als sie zu 30 Tagen Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Die Strafe trat sie in Caserta im Mai 1982 an. Schließlich trat die Diva auch für Fernsehfilme vor die Kamera, 1986 als "Madre coraggio", 1988 als "Mamma Lucia" und 1990 in Lina Wertmüllers "Sabato, domenica e lunedi". Zum "Golden Globe" (USA 1977) und zur "Goldenen Maske" (Italien 1987) trat 1991 der "Oscar" für ihr Lebenswerk hinzu. 1995 stand sie für die Kinoproduktion "Pret-a-porter" vor der Kamera.

Im März 1997 wurde Sophia Loren zusammen mit ihrem Ehemann vom italienischen Staatspräsidenten zum "Ritter der Republik" erhoben. Noch 1998 erhielt ihr Lebenswerk eine erneute Auszeichnung in Venedig. Unter der Regie von Michelangelo Antonioni spielte sie 1999 in "Tanto per stare insieme". Am 11. Februar 2006 trug sie im Rahmen der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Turin mit anderen Berühmtheiten die Olympische Flagge ins Turiner Olympiastadion. Für Aufsehen sorgte Sophia Loren, als sie sich im selben Jahr für erotische Bilder im Pirelli-Kalender ablichten ließ. 2007 starb ihr Ehemann Carlo Ponti. 2009 spielte sie eine Hauptrolle im US-amerikanischen Musical-Liebesfilm "nine" des Regisseurs Rob Marshall.

Im Jahr 2010 erhielt sie den "Praemium Imperiale". Mit dem Preis für ihr Lebenswerk von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences wurde sie 2011 geehrt. 2016 wurde Loren Ehrenbürgerin von Neapel.
1949 - Cuori Sul Mare
1950 - Il Voto
1950 - Le Sei Mogli Di Barbablu
1950 - Io Sono Il Capataz
1951 - Quo vadis? (Quo Vadis)
1951 - Milano Miliardaria
1951 - Anna (Anna)
1951 - Il Mago Per Forza
1951 - Zorro, der Held (Il Sogno Di Zorro)
1951 - E'Arrivato L'Accordatore
1951 - Era Lui ... Si, Si / Quelles Drôles De Nuits)
1952 - La Favorita
1952 - Mädchenhandel (La Tratta Della Bianche)
1953 - Weiße Frau in Afrika (Africa Sotto I Mari)
1953 - Aida (Aida
1953 - Ci Troviamo In Galleria
1953 - Tempi Nostri (Tempi Nostri)
1953 - Sonntag in Rom (La Domenica Della Buona Genti)
1953 - Il Paese Dei Campanelli)
1953 - Drei Sünderinnen (Un Giorno In Preturia)
1953 - Für Männer gefährlich / (Pelligrini D'Amore)
1954 - Zwei Nächte mit Kleopatra (Due Notti Con Cleopatra)
1954 - Karussell Neapel (Carosello Napoletano)
1954 - Attila, die Geißel Gottes (Attila Flagello Di Dio)
1954 - Die verkaufte Unschuld (Miseria Et Nobilta)
1954 - Das Gold von Neapel (L'Oro Di Napoli)
1954 - Die Frau vom Fluß (La Donna Del Fiume)
1955 - Schade, dass du eine Kanaille bist (Peccato Che Sia Una Canaglia)
1955 - Männer mögen's so (Il Segno Di Venere)
1955 - Eine Frau für schwache Stunden (La Bella Mugnaia)
1955 - Liebe, Brot und 1000 Küsse (Pane, Amore E ...)
1956 - Wie herrlich, eine Frau zu sein (La Fortuna Di Essere Donna)
1956 - Stolz und Leidenschaft
1956 - Der Knabe auf dem Delphin (Boy On A Dolphin)
1957 - Die Stadt der Verlorenen (Legend of the Lost)
1957 - Begierde unter Ulmen (Desire Under The Elms)
1958 - Hausboot (Houseboat)
1958 - Der Schlüssel (The Key)
1959 - Die schwarze Orchidee (The Black Orchid)
1959 - So etwas von Frau (That Kind of Woman)
1959 - Es begann in Neapel (It Started in Naples)
1960 - Die Dame und der Killer (Heller In Pink Tights)
1960 - Prinzessin Olympia / Olympia (A Breath of Scandal)
1960 - Und dennoch leben sie (La Ciociara)
1960 - Die Millionärin (The Millionairess)
1961 - El Cid (El Cid)
1961 - Madame Sans Gêne
1961 - Boccaccio 70
1962 - Die dritte Dimension (La Troisième Dimension)
1962 - Die Eingeschlossenen (I Sequestrati Di Altona)
1963 - Gestern, heute und morgen (Ieri, Oggi, Domani)
1963 - Der Untergang des Römischen Reiches (The Fall of the Roman Empire)
1964 - Hochzeit auf italienisch (Mariage A L'Italienne)
1964 - Geheimaktion Crossbow (Operation Crossbow)
1964 - Judith (Judith)
1965 - Lady L (Lady L)
1966 - Arabeske
1966 - Die Gräfin von Hongkong (A Countess From Hongkong)
1966 - Schöne Isabella (C'Era Una Volta)
1967 - Die Über-Sinnliche (Questi Fantasmi)
1969 - Sonnenblumen (I Girasoli)
1970 - Die Frau des Priesters (La Moglie Del Prete)
1971 - Mortadella (La Mortadella)
1971 - Die Sünde (Bianco, Rosso E ...)
1972 - Der Mann von La Mancha (L'Uomo Della Mancha)
1973 - Die Reise nach Palermo (Il Viaggio / Le Voyage)
1974 - Das Urteil (L'Accusa E: Violenza Carnale E Omicidio)
1974 - Flüchtige Begegnung (Brief Encounter)
1974 - Die Puppe des Gangsters (La Pupa Del Gangster)
1976 - Treffpunkt Todesbrücke (Cassandra Crossing)
1977 - Angela (Angela)
1977 - Ein besonderer Tag (Una Giornata Particolare)
1978 - Verstecktes Ziel (Brass Target)
1978 - Blutfehde
1979 - Firepower (Firepower)
1986 - Drug Fighter (Courage)
1995 - Pret-a-porter
1996 - Der dritte Frühling
1995 - Grumpier Old Men
1997 - Soleil
1999 - Tanto per stare insieme
2003 - Zwischen Fremden
Sophia Loren
c/o Cinéart
36 rue de Ponthieu
F-75008 Paris, France

NameSofia Villani Scicolone

AliasSophia Loren

Geboren am20.09.1934

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortRom (I).