Biografie

Marlon Brando

Der US-amerikanische Schauspieler zählte zu den bedeutendsten Charakterdarstellern des 20. Jahrhunderts. Seinen Durchbruch feierte er 1947 mit der Broadway-Inszenierung von "Endstation Sehnsucht". Als Bandenführer in "Der Wilde" avancierte er 1953 zum Idol einer rebellischen Jugend. 1954 erhielt er für "Die Faust im Nacken" den "Oscar". Als "Vito Corleone" in "Der Pate" wurde Brando unvergesslich und 1972 erneut mit dem "Oscar" für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Der Altmeister wurde zu einem der bestbezahlten Schauspieler der Welt. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen weiter "Viva Zapata", "Julius Caesar", "Weiße Zeit der Dürre" und "Der letzte Tango in Paris"...
Marlon Brando jr. wurde am 3. April 1924 in Omaha, Nevada, (USA) als Sohn eines Kaufmanns und Handlungsreisenden geboren.

Seine Mutter leitete eine Theatergruppe, bei der sie auch mit dem jungen Henry Fonda auftrat. Schon zu seiner Schulzeit war Marlon Brando, der als aufbrausend und wild galt, an der Schauspielerei interessiert. Nach der Highschool besuchte er ab 1939 die Shattuck Military Academy, die er jedoch wegen seines aufsässigen Verhaltens ohne Abschluss 1941 verlassen musste. Ab 1942 studierte er zunächst Schauspielerei im Erwin Piscators Dramatic Workshop der "New School of Social Reserch", und ab 1943 wurde er Schüler von Lee Strasberg in New York. 1947 erhielt Brando seine erste Rolle in dem Broadwaystück "Endstation Sehnsucht". Bereits mit der Prämiere feierte Brando seinen Durchbruch als Charakterdarsteller. 1951 wurde das Stück verfilmt, was Marlon Brando in der Hauptrolle zum internationalen Star werden ließ. 1952 spielte sich Marlon Brando an der Seite von Anthony Quinn in "Viva Zapata!" endgültig zur internationalen Film-Elite auf. In Cannes wurde er für seine Leistung als "Bester Schauspieler des Jahres" ausgezeichnet.

Für seine Verkörperung als Herrscher über das Römische Reich in "Julius Caesar" erhielt Brando 1953 den "British Film Academy Award". Zum Idol der "rebellischen Jugend" wurde er 1954 mit "Die Wilden". Im selben Jahr erhielt Marlon Brando den "Oscar" für die beste Hauptrolle in dem Film "Die Faust im Nacken". Weiter folgten in den 1950er Jahren die Filme "Das kleine Teehaus" und "Die jungen Löwen". Anfang der 1960er Jahre gründete Marlon Brando seine eigene Produktionsgesellschaft, mit der er 1962 den Film "Meuterei auf der Bounty" produzierte, in dem er auch die Hauptrolle spielte. Sein politisches Eintreten für ethnische Minderheiten bereitete ihm indes zahlreiche kritische Schlagzeilen. Am 11. Oktober 1957 heiratete er die Schauspielerin Anna Kashfi, die jedoch bereits ein Jahr später die Scheidung einreichte. Um das Sorgerecht für den im Mai 1958 geborenen Sohn Christian lieferten sich Brando und Kashfi einen bis 1974 andauernden Rechtsstreit. Am 4. Juni 1960 heiratete Brando die mexikanisch-amerikanische Schauspielerin Maria "Movita" Castenada, die im Juni 1967 die Scheidung einreichte.

Im Jahr 1966 stand er gemeinsam mit Robert Redford in "Ein Mann wird gejagt" vor der Kamera. Im selben Jahr spielte Marlon Brando, unter der Regie von Charlie Chaplin, in "Die Gräfin von Hongkong". 1971 erhielt Brando in Mario Puzos Roman-Verfilmung "Der Pate" seine populärste Rolle. Die Produktion von Francis Ford Coppola mit Al Pacino wurde Bestandteil der Filmgeschichte. Für seine überragende Darstellung des "Don Vito Corleone" wurde Brando mit dem "Oscar" für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Brando verzichtete auf den "Oscar", um damit gegen die Unterdrückung der letzten in Amerika lebenden Indianer zu demonstrieren. Marlon Brando spendete mehrmals große Summen an die amerikanischen Ureinwohner. 1972 entstand "Der letzte Tango in Paris", für den er erneut für einen "Oscar" nominierte wurde, 1976 "Duell am Missouri" und 1978 das Vietnam-Krieg-Epos "Apocalypse now". Als "Oberst Kurtz" verkörperte Brando einen dämonischen Militärdespoten, der sich im kambodschanischen Dschungel eine Welt aus Sadismus errichtete. Nach dem Steifen "Die Formel" aus dem Jahr 1980 zog sich Marlon Brando für einige Jahre auf sein Pazifik-Atoll Tetiaro in der Südsee zurück.

Erst neun Jahr später, 1989, stand er für "Weiße Zeit der Dürre" wieder für eine große Produktion vor der Kamera. 1990 wurde Brando für diese Rolle erneut für den "Oscar" nominiert. 43 Jahre lang, bis zu seinem Tode, war Brando mit der polynesischen Tänzerin Tarita Tumi Teriipaia liiert. Er hatte mit ihr zwei Kinder, Teihotu und Cheyenne. Schlagzeilen machte die Familie um Marlon Brandos durch einen Totschlag, den sein Sohn Christian am Freund seiner schwangeren Tochter Cheyenne verübte. Der Vorfall ereignete sich in Brandos Haus in Beverly Hills am 16. Mai 1990. Cheyenne, bei der kurze Zeit später Schizophrenie festgestellt wurde, erhängte sich 1995. Zu seinen späten Arbeiten zählen die Filmtitel "Don Juan DeMarco" aus dem Jahr 1994 mit Johnny Depp und "The Brave" aus dem Jahr 1997. Im Jahr 2001 stand Brando erneut mit Robert De Niro für "The Score" vor der Kamera. Seine letzten Jahre verbrachte Brando völlig zurückgezogen. Er war viermal verheiratet und wurde Vater von sieben Kindern.

Marlon Brando verstarb am 1. Juli 2004, im Alter von 80 Jahren, in Los Angeles, Kalifornien.
1951 - "Endstation Sehnsucht".

1952 - "Viva Zapata".

1953 - "Julius Caesar".

1953 - "Endstation Sehnsucht".

1953 - "Der Wilde".

1954 - "Die Faust im Nacken".

1959 - "One-Eyed Jacks".

1962 - "Meuterei auf der Bounty".

1969 - "Queimada".

1972 - "Der letzte Tango in Paris".

1972 - "Der Pate".

1973 - "Der letzte Tango in Paris".

1976 - "Duell am Missouri".

1978 - "Supermann".

1979 - "Apocalypse Now".

1980 - "Die Formel".

1989 - "Weiße Zeit der Dürre".

1989 - "Freshman".

1992 - "Christopher Columbus".

1994 - "Don Juan DeMarco".

1996 - "Die Insel des Dr. Moreau".

1996 - "DNA - Experiment des Wahnsinns".

1996 - "The Brave".

1998 - "Free Money".

2001 - "The Score".
1952
Oscar-Nominierung, Hauptdarsteller, Endstation Sehnsucht

1952
Internationale Filmfestspiele Cannes, Darsteller Preis, Viva Zapata!

1952
Jussi (Verdienstdiplom, ausländischen Darsteller), Endstation Sehnsucht

1953
Oscar-Nominierung, Hauptdarsteller, Viva Zapata!

1953
BAFTA-Award, Ausländischer Darsteller, Viva Zapata!

1954
Oscar-Nominierung, Hauptdarsteller, Julius Caesar

1954: BAFTA-Award, Ausländischer Darsteller, Julius Caesar

1954
New York Film Critics Circle Award, Darsteller, Die Faust im Nacken

1955
Golden Globe, Hauptdarsteller, Die Faust im Nacken

1955
Oscar, Hauptdarsteller, Die Faust im Nacken

1955
BAFTA-Award, Aausländischer Darsteller, Die Faust im Nacken

1958
Oscar-Nominierung, Hauptdarsteller, Sayonara

1958
Laurel Award, Hauptdarsteller, Die jungen Löwen

1961
Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián, Goldene Muschel, Der Besessene

1967
Western Heritage Awards (Bronze Wrangler), Südwärts nach Sonora

1972
Fotogramas de Plata, Ausländischen Darsteller, Queimada

1973
Oscar, Hauptdarsteller, Der Pate

1973
Golden Globe, Hauptdarsteller, Der Pate

1973
Golden Globe: Henrietta Award

1973
Kansas City Film Critics Circle Award, Darsteller, Der Pate

1973
Jussi, Darsteller

1974
Oscar-Nominierung, Hauptdarsteller, Der letzte Tango in Paris

1974
Golden Globe: Henrietta Award

1974
National Society of Film Critics Award, Darsteller, Der letzte Tango in Paris

1974
New York Film Critics Circle Award, Darsteller, Der letzte Tango in Paris

1979
Emmy Award, Nebendarsteller, Roots – Die nächsten Generationen

1989
Tokyo International Film Festival, Darsteller, Weiße Zeit der Dürre

1990
Oscar-Nominierung, Nebendarsteller, Weiße Zeit der Dürre

NameMarlon Brando

Geboren am03.04.1924

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortOmaha Nevada (USA).

Verstorben am01.07.2004

TodesortLos Angeles, Kalifornien (USA).