Biografie

Veronica Ferres

Die deutsche Theater- und Filmschauspielerin feierte 1991 ihr Kinodebüt in der Helmut Dietl Verfilmung "Schtonk". Mit Filmen wie "Das Superweib" und "Rossini" avancierte Veronica Ferres zum anerkannten deutschen Filmstar. Dabei gelang es ihr mit wenig Mimik und leisem Spielen komplexe Personen zu zeichnen. In ihrer Karriere stand sie mit den erfolgreichsten Kollegen des deutschen Films vor der Kamera. Große Anerkennung verdiente sie sich indes durch ihr soziales Engagement für die Unterstützung sexuell missbrauchter Kinder. Ausgezeichnet wurde Ferres u.a. mit dem "Bambi", dem Adolf-Grimme-Preis, der "Goldenen Kamera", dem "Deutschen Fernsehpreis" und dem Bayerischen Verdienstorden...
Veronica Ferres wurde am 10. Juni 1965 als Tochter eines Kaufmanns in Solingen geboren.

Aufgewaschen ist Veronica Ferres bei ihren Eltern in Solingen. Nach dem Abitur zog sie nach München, wo sie Germanistik und Theaterwissenschaften studierte. Wegen ihrer Körpergröße von 1,80 m wurde Ferres von einigen Schauspielschulen abgelehnt. Daraufhin wurde sie am Max-Reinhardt-Seminar bei Professor Margret Langen bis zur staatlichen Prüfung im klassischen Schauspiel in Wien ausgebildet. Nach langwierigen Bewerbungen erhielt Ferres ihre erste Anstellung beim Münchner Schauspielhaus, wo sie erstmals auf sich aufmerksam machen konnte. Erste Filmrollen spielte sie 1987 in "Die zweite Heimat" und in "Geierwally". 1991 stand sie für "Babylon" und "Der Castillo Cup" vor der Kamera. Für das ZDF spielte sie in der TV-Serie "Unser Lehrer Doktor Specht". 1992 konnte Ferres in der Helmut Dietl Verfilmung "Schtonk", in dem die Geschichte der Fälschung der Adolf Hitler- Tagebücher erzählt wurde, in einer kleinen Rolle ihr Kino-Debüt feiern.

Im selben Jahr wurde die Schauspielerin mit dem "Bambi" ausgezeichnet. Mit Helmut Dietl war Veronica Ferres indes von 1992 bis 2001 liiert. Nach zahlreichen weiteren Produktionen erhielt Ferres 1996 im Sönke Wortmann- Film "Das Superweib", nach einem Roman von Hera Lind, ihre erste Hauptrolle. Der Film wurde ein beachtlicher Erfolg und stärkte die Popularität der Schauspielerin nachhaltig. Mit ihrem Beitrag in Dietls Kinoproduktion "Rossini" 1997 etablierte sich Ferres an der Seite von Heiner Lauterbach und Mario Adorf als Charakterdarstellerin. Zu den großen TV-Erfolgen zählte 1998 das ZDF-Fernsehspiel "Eine ungehorsame Frau" mit ihr in der Hauptrolle. Ausgezeichnet wurde die Rolle mit der "Goldenen Kamera". Der Film "Ladies Room" war Ferres' erste US-Produktion, in der sie an der Seite von John Malkovich spielte. Es folgte das Melodrama "Die Braut" unter der Regie von Egon Günther, in dem sie die Ehefrau von Johann Wolfgang von Goethe, Christiane Vulpius, mimte.

Im Jahr 1998 entstand der Satire-Film "Late Show" mit Harald Schmidt und im Jahr darauf "Die Braut". 2000 spielte sie in der Saga um Liebe, Hass, Rache und Vergebung "Les Misérables - Gefangene des Schicksals" mit Gérard Depardieu und John Malkovich. Im Mai 2001 heiratete Ferres kurz vor der Geburt der gemeinsamen Tochter in Salzburg Martin Krug. 2008 trennte sich das Paar; 2010 wurde die Ehe geschieden. Bei den Salzburger Festspielen spielte Ferres 2002 die "Buhlschaft" in der "Jedermann"-Inszenierung. 2002 wurde Ferres erneut mit der "Goldenen Kamera" sowie mit dem "Adolf-Grimme-Preis und der "Goldenen Romy" bedacht. Große Anerkennung verdiente sie sich indes durch ihr soziales Engagement für die Unterstützung sexuell missbrauchter Kinder. Mit der von ihr initiierten Aktion "Power-Child" kämpft sie als Schirmherrin (2002-2009) für Aufklärungsarbeit an Schulen und veranstaltet Galen, um Spenden zu sammeln. Im Rahmen der 55. Berliner Filmfestspiele trat Ferres am 14. Februar 2005 als prominente Gastgeberin der Galaveranstaltung "Cinema for Peace" in der deutschen Hauptstadt auf.

Am 1. Dezember 2005 wurde Veronica Ferres mit dem "Bambi" in der Kategorie "Schauspiel" ausgezeichnet. 2006 spielte sie in "Die wilden Hühner" und "Klimt". In dem TV-Fernsehspiel "Neger, Neger, Schornsteinfeger" verkörperte sie im nationalsozialistischen Deutschland die Mutter eines farbigen Kindes, das Opfer des entstehenden Rassenhasses dieser Zeit wurde. 2006 wurde Ferres für ihr soziales Engagement mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Ab 2009 war sie mit dem deutschen Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer liiert. Das Paar heiratete in Nizza am 27. September 2014. Ab 2011 war sie internationale Botschafterin für das Hadassah Medical Center in Jerusalem. Im Februar 2012 übernahm Ferres die Schirmherrschaft für das Kinderhospiz Burgholz im bergischen Städtedreieck. 2013 wurde sie dafür mit dem Hadassah-Award "Citizen of the World" geehrt. Weiteren wurde sie Schirmherrin für das evangelikale Hilfswerk "Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk Deutschland".

Im Jahr 2015 stand sie für den investigativen Spielfilm "Meister des Todes" in der Rolle der Sabine Stengele vor der Kamera.
1991 - Schtonk!

1991 - Babylon

1992 - Der Papagei

1993 - Tatort: Alles Palermo

1994 - Voll normaaal!

1994 - Tatort: Und die Musi spielt dazu

1994 - Fatale Mutterliebe

1994 - Peter und Paul (TV-Serie)

1995 - Das Superweib

1995 - Honigmond

1996 - Rossini

1996 - Katharina die Große

1997 - Die Chaos-Queen

1998 - Late Show

1998 - Jack's Baby

1998 - Eine ungehorsame Frau

1998 - Unser Lehrer Dr. Specht (TV-Serie)

1999 - Die Braut

2000 - Die Manns - Ein Jahrhundertroman

2000 - Les misérables

2001 - Bobby

2003 - Till Eulenspiegel (Stimme)

2003 - Annas Heimkehr

2003 - Für immer verloren

2003 - Stärker als der Tod

2004 - Die Rückkehr des Tanzlehrers

2004 - Sterne leuchten auch am Tag

2006 - Die wilden Hühner

2006 - Klimt

2007 - Die wilden Hühner und die Liebe
Veronica Ferres
c/o Agentur Scenario
Rambergstraße 5
80799 München
Deutschland

NameVeronica Ferres

Geboren am10.06.1965

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortSolingen (D).