Mario Adorf

Name:Mario Adorf

Geboren am:08.09.1930

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

Geburtsort:Zürich (CH).

Verstorben am:08.04.2026

Todesort:Paris (F).

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Der in der Schweiz geborene deutsche Schauspieler, Hörspielsprecher und Autor zählte zur Spitze der deutschen Charakterdarsteller. Mit der Verkörperung des Massenmörders "Bruno Lüdke" im Siodmarks-Film "Nachts, wenn der Teufel kam" feierte er 1957 seinen internationalen Durchbruch. Seit den 1960er Jahren lebt und arbeitet er vorwiegend in Italien. Mit Filmen wie "Die Blechtrommel", "Momo" oder "Rossini" feierte er seine größten Erfolge. In den 1990er Jahren folgte eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Regisseur Dieter Wedel; dieser besetzte Adorf in den Hauptrollen seinen Mehrteiler wie "Der große Bellheim" (1992), "Der Schattenmann" (1995) oder "Die Affäre Semmeling" (2002). Während seiner langen Schauspielerkarriere, in der er in über 70 Kinoproduktionen in tragenden Rollen zu sehen war, wurde Mario Adorf mit den renommiertesten Filmpreisen bedacht...
Mario Adorf wurde als Sohn eines römischen Arztes und der Elsässer Röntgenassistentin Alice am 8. September 1930 in Zürich, Schweiz, geboren.

Adorf hatte seinen Vater nur ein einziges Mal in seinem Leben gesehen. Er wurde von seiner Mutter in der Eifel aufgezogen und wuchs zum Teil auch in einem katholischen Waisenhaus auf. Aus den Erfahrungen des Waisenhauses heraus entstand sein Bekenntnis: "Ich bin antireligiös und antipolitisch, ich glaube nicht an Machtspiele und nicht an einen persönlichen Gott." Er wollte Lehrer werden und studierte ab 1950 Germanistik und Philosophie. Bald brach er sein Studium ab, denn über die Studentenbühne war Adorf inzwischen zum Schauspielhaus nach Zürich gekommen. Dort hatte er erste Statistenrollen und Regieassistenzen. In der Zeit von 1953 bis 1955 besuchte Adorf die Otto-Falckenberg-Schule in München. Danach war er für sieben Jahre, bis 1962, Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Dort wurde er geprägt von dem Schauspieler Friedrich Domin und dem Regisseur Fritz Kortner. 1954 hatte Adorf seinen ersten großen Auftritt in dem Film "08/15". 1957 erhielt er den Bundesfilmpreis für seine Rolle in "Nachts, wenn der Teufel kam". 1958 erhielt er den Preis der deutschen Filmkritik und erneut den Bundesfilmpreis für "Der Arzt von Stalingrad".

Adorf hatte damit zwar den Durchbruch geschafft, allerdings geriet das Kino gegen Ende der 1950er Jahre in eine tiefe Krise, die Produktionen wurden stark eingeschränkt. In dieser Situation ging der Schauspieler nach Hollywood, wo er in dem Western "Major Dundee" seine erste Filmrolle hatte. Damit war Adorf auf den Typ des Mexikaners festgelegt. Anfang der 1960er Jahre siedelte Adorf nach Italien um. Hier spielte er immer wieder die Rolle des Schurken, wie zum Beispiel in "Winnetou I" und in "Das Totenschiff". In den 1970er Jahren übernahm Adorf unter anderem eine Charakterrolle in "Die Ermordung Matteottis", einem Klassiker von Volker Schlöndorff. Danach folgten bedeutende Rollen in "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und in der Verfilmung des Günter Grass'' Romans "Die Blechtrommel". In seinen späteren Rollen wurde aus dem Schurken die Vaterfigur und der smarte Geschäftsmann: Adorf spielte den Kaufhauskönig in "Der große Bellheim". Für diese Rolle erhielt er den Adolf Grimme-Preis in Gold. 1996 lief im Fernsehen, mit großem Erfolg, der Titel "Der Schattenmann", an dem Adorf mitwirkte. Im selben Jahr kamen die drei Filme "Alles nur Tarnung", "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" und "Rossini" mit Adorf in den Hauptrollen ins Kino. 2001 spielte er unter der Regie des deutschen Star-Regisseurs Dieter Wedel in dem Film "Die Affäre Semmeling". Im selben Jahr war er außerdem in der Rolle eines KZ-Überlebenden in "Epsteins Nacht" zu sehen.

Im September 2004 wurde Adorf während einer Gala im Berliner Friedrichsstadtpalast die "Goldene Henne" verliehen, ein Preis, mit dem jährlich Prominente aus den Bereichen Politik, Kultur & Medien geehrt werden. Mario Adorf, der in den folgenden Jahren vornehmlich in Italien wohnte, zeigt immer mehr, dass er im Alter den Höhepunkt seiner Karriere erreicht hat. Zu seinem 75. Geburtstag feierte der Schauspieler im September 2005 im Rahmen des Theaterabends "Da Capo, Mario!" mit seinem Publikum in Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main und Köln. Bei der Verleihung des Medienpreises "Bambi" im Dezember 2006 wurde Mario Adorf in der Kategorie "Kultur" ausgezeichnet. In den Jahren 2009 und 2010 stand er für "Same Same But Different" und die TV-Serie "Der letzte Patriarch" vor der Kamera. Am 7. Februar 2009 wurde Adorf mit dem "Orden wider den tierischen Ernst" des Aachener Karnevalsvereins geehrt. Am 19. November 2010 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Mainz verliehen. 2011 und 2012 spielte er u.a. in "Die lange Welle hinterm Kiel" (TV) und "Die Libelle und das Nashorn". 2019 stand er zuletzt in der Hauptrolle des "Boxer" in der Komödie "Alte Bande" vor der Kamera. 2022 erhielt er den Europäischer Kulturpreis für sein Lebenswerk und 2024 wurde er mit dem Deutscher Fernsehpreis: Ehrenpreisfür das Lebenswerk geehrt.

Mario Adorf starb am 8. April 2026 im Alter von 96 Jahren in Paris.
1958:
Bundesfilmpreis: Filmband in Gold (Bester Nachwuchsdarsteller) Nachts, wenn der Teufel kam

1958
Preis der Deutschen Filmkritik (Bester Darsteller) Nachts, wenn der Teufel kam

1974
Ernst-Lubitsch-Preis

1978
Bambi (Beliebtester Schauspieler des Jahres)

1979:
Großer Hersfeld-Preis

1982
Bundesfilmpreis: Filmband in Silber

1986
Deutscher Darstellerpreis (Bester Darsteller) Via Mala

1992
Goldene Kamera für künstlerische Gesamtleistung

1992
Bundesfilmpreis: Filmband in Gold

1993
Bundesverdienstkreuz

1993
Telestar, Der große Bellheim

1994
Goldene Kamera, Der große Bellheim

1994
Adolf-Grimme-Preis in Gold, Der große Bellheim

1995
Romy Platin-Romy

1996
Goldenes Schlitzohr

1996
Bayerischer Fernsehpreis mit Günter Strack und Heinz Hoenig, Der Schattenmann

1996
Carl-Zuckmayer-Medaille

1997
Karl-Valentin-Orden

1997
DIVA-Award

2000
Bayerischer Filmpreis: Ehrenpreis für sein Lebenswerk

2001
Großes Bundesverdienstkreuz

2001
Ehrenbürgerschaft der Stadt Mayen/(Eifel)

2003
Bayerischer Verdienstorden

2003
Siegfried-Lowitz-Preis

2003
Goldener Ochse - Ehrenpreis des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern

2004
Deutscher Filmpreis: Filmpreis in Gold als Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film

2005
Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz

2005
Filmfest München: CineMerit Award

2006
Bambi (Kategorie Kultur)

2009
Orden wider den tierischen Ernst

2010
Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin

2010
Ehrendoktorwürde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2012
Goldene Kamera für sein Lebenswerk

2012
Berlin & Beyond Film Festival: Auszeichnung für sein Lebenswerk

Name:Mario Adorf

Geboren am:08.09.1930

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

Geburtsort:Zürich (CH).

Verstorben am:08.04.2026

Todesort:Paris (F).

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