Biografie

Sönke Wortmann

Der deutsche Regisseur war maßgeblich daran beteiligt, den deutschen Kinofilm in den 1990er Jahren wieder populär werden zu lassen. Sönke Wortmann war Garant für volle Kinokassen und bescherte dem Publikum Filme wie "Allein unter Frauen", "Der bewegte Mann", "Das Superweib" und "Die Päpstin". Größte Beachtung verdiente er sich mit der Verfilmung "Das Wunder von Bern". Der Film erzählt die Ereignisse der Fußball-Weltmeisterschaft von 1954 in Bern. 2006 erschien seine WM-Dokumentation mit dem Titel "Deutschland. Ein Sommermärchen" in den Kinos...
Sönke Wortmann wurde am 25. August 1959 im nordrhein-westfälischen Marl geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte er ab 1983 an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen. 1989 beendete er seine Ausbildung, nachdem er auch einige Zeit am Londoner Royal College of Art verbracht hatte. Indes machte er schon als Student auf sich aufmerksam und erregte mit seinem Abschlussfilm "Drei D" großes Aufsehen, als er für einen "Oscar" in der Kategorie "Student Film" nominiert wurde. Mit dem Titel "Allein unter Frauen" aus dem Jahr 1991 feierte der Regisseur sein erfolgreiches Kino-Debüt.

Sein Ansehen stieg von Film zu Film und Wortmann erhielt im Jahr 1992 den "Bundesfilmpreis" für "Kleine Haie". Ebenfalls für diesen Film konnte er den Preis für den besten Erstlingsfilm beim Filmfest in Montreal entgegennehmen. Dort stach er selbst so prominente Kollegen wie Quentin Tarantino mit "Reservoir Dogs" aus. 1993 unterschrieb Sönke Wortmann bei Produzent Bernd Eichinger einen Vertrag für mehrere Filme. Es entstanden nun Erfolge wie "Das Superweib" und "Charley's Tante".

Einen ersten Höhepunkt seiner Karriere feierte Sönke Wortmann 1994, als er den Streifen "Der bewegte Mann" ins Kino brachte. Dieser Film wurde zu einem der erfolgreichsten Filme des deutschen Kinos, der über sechs Millionen Besucher in die Filmtheater zog. Asgezeichnet wurde Wortmann für diese Arbeit mit dem "Deutschen Filmpreis in Gold" sowie dem Ernst-Lubitsch-Preis. Gegen Ende der 1990er Jahre zeigte sich Wortmann für zwei weitere Topfilme verantwortlich. Unter seiner Regie wurden die Erfolge "Der Campus" und "St. Pauli Nacht" gedreht.

Im neuen Jahrtausend realisierte Sönke Wortmann die Kiffer-Komödie "Lammbock - Alles in Handarbeit" mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle. 2003 verfilmte Wortmann "Das Wunder von Bern". Der gleichnamige Film, der die Ereignisse der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 wiedergibt, zählt zu einer seiner populärsten Arbeiten. Aus der Sicht eines Kindes jener Zeit realisierte er beeindruckende Bilder, in denen die Deutsche Nationalmannschaft mit ihrem Sieg der Republik ein neues Selbstbewusstsein schenkte.

Ausgezeichnet wurde er darauf mit dem "Bayrischen Filmpreis" sowie mit dem Landesmedienpreis NRW. Seit dem Confederations Cup 2005 und während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 begleitete er das DFB-Team mit der Kamera. Integriert in die Mannschaft dokumentierte er eine intime Sicht auf die Nationalmannschaft. Der zweistündige Dokumentarfilm aus über 100 Stunden Filmmaterial, wurde am 14. August 2006 der DFB-Auswahl als Preview vorgeführt und startete am 5. Oktober 2006 unter dem Titel "Deutschland. Ein Sommermärchen" in den Kinos.

Für diese Dokumentation wurde Sönke Wortmann im Dezember 2006 mit dem Medienpreis "Bambi" und 2007 mit dem Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Information & Kultur" ausgezeichnet. 2009 führte er die Regie für die Kinoproduktion "Die Päpstin". Neben Heinrich Hadding war Wortmann hier auch für das Drehbuch verantwortlich. Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2010 gehörte Wortmann, als Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, auf Vorschlag der nordrhein-westfälischen Grünen der 14. Bundesversammlung an.
1981 - "Nachtfahrer".

1984 - "Anderthalb".

1986 - "Fotofinish".

1988 - "Hochzeit des Figaro".

1990 - "Drei D".

1990 - "Eine Wahnsinnsehe".

1991 - "Allein unter Frauen".

1992 - "Kleine Haie".

1993 - "Mr. Bluesman".

1994 - "Der bewegte Mann".

1996 - "Charleys Tante".

1996 - "Das Superweib".

1998 - "Der Campus".

1999 - "St. Pauli Nacht".

2001 - "Lammbock - Alles in Handarbeit".

2002 - "Der Himmel von Hollywood".

2003 - "Das Wunder von Bern".

2006 - "Freunde für immer – Das Leben ist rund" (TV-Serie).

2006 - "Deutschland. Ein Sommermärchen" (Dokumentarfilm).

2008 - "Die Päpstin".
1985
Spezialpreis des Londoner Royal College of Art für Nachtfahrer

1988
Kodak-Eastman-Förderpreis für Drei D

1988
Oscar-Nominierung (Studentfilm) für Drei D

1988
Filmband in Gold (Kurzfilm) für Noblesse oblige

1990
Bayerischer Fernsehpreis für Eine Wahnsinnsehe

1991
Förderpreis der Hypo-Bank beim Filmfest München für Allein unter Frauen

1991
Deutscher Videopreis für Allein unter Frauen

1992
Filmband in Gold für Kleine Haie

1992
Preis (Best Young Director) beim World Film Festival für Kleine Haie

1992
Preis (Best Film) beim Filmfestival Quebec für Kleine Haie

1994
DIVA-Award

1994
Bambi für Der bewegte Mann

1994
Jupiter der Zeitschrift Cinema für Der bewegte Mann

1995
Deutscher Filmpreis, Nominierung (Film, Regie) für Der bewegte Mann

1995
Ernst-Lubitsch-Preis 1995 für Der bewegte Mann

1998
Bayerischer Filmpreis für Der Campus

2003
Bayerischer Filmpreis für Das Wunder von Bern

2004
Landesmedienpreis NRW für Das Wunder von Bern

2006
Bambi in der Kategorie "Dokumentation" für Deutschland. Ein Sommermärchen

2006
Leibniz-Ring-Hannover des Presseclub Hannover und der Landeshauptstadt Hannover

2006
Ehrenmitgliedschaft bei Westfalia Herne

2007
Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Information & Kultur" für Deutschland. Ein Sommermärchen

2007
Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen

2009
Großer Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland

2010
Askania Award

NameSönke Wortmann

Geboren am25.08.1959

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortMarl