Biografie

Corinna Harfouch

Die deutsche Schauspielerin wurde in der DDR zum Star und schaffte es, sich auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands als Theater-, Film- und Fernsehstar zu behaupten. Für ihre Rollen in "Irren ist männlich" (1995) und "Der Ausbruch" (1997) wurde Corinna Harfouch jeweils mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Als Schauspielerin beweist sie eine enorme Vielseitigkeit - in ihren Rollen spielte sie unter anderem Mutter, Geliebte, Ärztin und Psychopathin. Zu ihren erfolgreichsten Arbeiten gehören "Der große Bagarozy", "Der Untergang" und "Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern"…
Corinna Harfouch wurde als Corinna Meffert am 16. Oktober 1954 in Suhl geboren.

Aufgewachsen als Tochter des Lehrers Wolfgang Meffert und dessen Frau Marianne geb. Kleber besuchte sie von 1961 bis 1973 die Schule in Großenhain. An der Erweiterten Oberschule legte sie ihr Abitur ab. Nach einer Lehre als Krankenschwester begann sie 1976 an der TU Dresden ein Studium als Textilingenieurin. Von 1978 bis 1981 besuchte sie die Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin und kam nach Chemnitz, das damalige Karl-Marx-Stadt. Dort lieferte sie mit dem Goethe-Stück "Faust II" ihr Schauspieldebüt. Unter Heiner Müller spielte sie in dem Shakespeare-Drama "Macbeth" 1982 an der Berliner Volksbühne. Es folgten Rollen in Berlin, unter anderem in der "Dreigroschenoper" und in "Jetzt erst Brecht".

Corinna Harfouch wurde in der DDR zur gefeierten Kinodarstellerin und schaffte nach der Wende im deutschen Fernsehen und auf der Leinwand den Aufstieg zum Star. Zu DDR-Zeiten spielte sie in Filmen wie "Das Haus am Fluß", "Fallada - letztes Kapitel" (1987), "Der kleine Staatsanwalt" (1987), "Die Schauspielerin" (1988), "Die große Klappe" und "Treffen in Travers" (1989). Nach der Wende begeisterte sie das Fernseh-Publikum in der TV-Serie "Unser Lehrer Dr. Specht", im TV-Film "5 Stunden Angst - Geiselnahme im Kindergarten" und in Krimis wie "Tatort" und "Kommissar Beck". Es folgten für Corinna Harfouch weitere Kinorollen. So begeisterte sie 1993 in ihrer ersten Hauptrolle in Joseph Vilsmaiers "Charlie & Louise" und danach in "Das Versprechen".

Sie stand für viele weitere erfolgreiche Produktionen vor der Kamera. An der Seite von Helmut Berger spielte sie neben Jürgen Vogel in "Komm zurück, sexy Sadie" (1995), in "Verdammt, er liebt mich", mit Katharina und Anna Thalbach in "Gefährliche Freundin" (1996) und gemeinsam mit Til Schweiger und Jan Josef Liefers in "Knockin' On Heavens Door" (1997).
"Irren ist männlich" (1996), "Solo für Klarinette" (1998), "Der große Bagarozy" (1999), "Fandango - Members Only" (2000) und "Jetzt oder nie - Zeit ist Geld" (2000) waren weitere Filmhits, in denen Corinna Harfouch zu sehen war. Große Aufmerksamkeit erntete sie auch 1996, als sie in "Eva, Hitlers Geliebte" auftrat. Darüber hinaus stand sie in "Die Frau vom Meer" und "Des Teufels General" auf der Bühne des Berliner Volkstheaters.

Corinna Harfouch spielte an der Seite von Katja Riemann in dem Kinderfilm "Bibi Blocksberg" mit, der im Jahr 2002 in die deutschen Kinos kam. Die Fortsetzung "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" erschien 2004. Für ihre Leistungen wurde Corinna Harfouch mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt zweimal den Kritikerpreis als beste Darstellerin - 1989 für "Die Schauspielerin" und 1990 für "Treffen in Travers". Im Jahr 1995 wurde sie für "Irren ist männlich" mit dem "Bayerischen Filmpreis" ausgezeichnet, 1997 wurde sie für "Der Ausbruch" und "Gefährliche Freundin" mit dem "Goldenen Löwen" und dem "Bayerischen Filmpreis" geehrt.

Zu ihren spektakulärsten Rollen gehört ihre Darstellung der Magda Goebbels in dem Oliver Hirschbiegel-Drama "Der Untergang". Der Film mit Bruno Ganz in der Rolle des Adolf Hitler hat die letzten Tage im Führerbunker zum Gegenstand. Im November 2005 kam "Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern" in die Kinos. Corinna Harfouch spielt darin die bis heute berühmteste tschechische Schriftstellerin Bozena Nemcová (1820 – 1862), die ein Leben fern aller Konventionen führte. Harfouch wurde bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" 2007 als "Beste deutsche Schauspielerin" ausgezeichnet.

Aus der Ehe mit Michael Gwisdeck ist Corinna Harfouch Mutter eines Sohnes.
Filmografie (Auszug):

1987 - Der kleine Staatsanwalt

1987 - Fallada - Letztes Kapitel

1988 - Die Schauspielerin

1989 - Treffen in Travers

1991 - Der Tangospieler

1992 - Thea und Nat

1993 - Charlie und Louise

1993 - Das Versprechen

1994 - Goldstaub

1995 - Sexy Sadie

1996 - Irren ist männlich

1996 - Gefährliche Freundin

1996 - Der Ausbruch

1997 - Knockin' on Heaven's Door

1998 - Das Mambospiel

1998 - Solo für Klarinette

1999 - Bis zum Horizont und weiter

1999 - Der große Bagarozy

2000 - Fandango

2000 - Jetzt oder nie

2002 - Erkan & Stefan und die Mächte der Finsternis

2004 - Der Untergang

2004 - Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen

2005 - Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern

2006 - Elementarteilchen

2006 - Das Parfüm
Corinna Harfouch
c/o Players
Sophienstr. 21
10178 Berlin
Deutschland
1988 - Internationales Filmfestival Karlovy Vary (Beste Darstellerin) für "Die Schauspielerin"

1989 - Kunstpreis des FDGB für "Die Schauspielerin", Kollektiv

1989 - Kritikerpreis "Die große Klappe" für "Die Schauspielerin"

1989 - Kritikerpreis für" Man spielt nicht mit der Liebe"

1990: Kritikerpreis "Die große Klappe" für "Treffen in Travers"

1990 - 6. Spielfilmfestival der DDR Berlin: Preis (Weibliche Hauptrolle) für "Treffen in Travers"

1990 - Europäischer Filmpreis: Felix-Nominierung für Treffen in Travers

1993 - "Berlinale Kamera" auf der Berlinale 1993 Berlin

1994 - Kritikerpreis vom Verband der deutschen Kritiker e.V.

1996 - Bayerischer Filmpreis

1997 - Schauspielerin des Jahres

1997 - Adolf-Grimme-Preis

2003 - Deutscher Filmpreis in Gold (beste Nebenrolle) für Bibi Blocksberg

2007 - Goldene Kamera als "Beste Schauspielerin"

NameCorinna Harfouch

Geboren am16.10.1954

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortSuhl (D).