Biografie

Til Schweiger

Der deutsche Schauspieler, Regisseur und Produzent gewann erste Populatität als "Berti" in der Ruhrpott-Komödie "Manta Manta" (1991), nach der Regie von Bernd Eichinger. 1993 feierte er seinen Durchbruch als Boxer in "Ebbie's Bluff", wofür er mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde. Mit folgenden Filmen avancierte Til Schweiger zu einem der profiliertesten Charakterdarsteller des deutschen Kinos. Seine leise Spielweise ließ nachhaltige Persönlichkeiten entstehen. Dabei gelang es ihm als Filmemacher, auch im internationalen vergleich, eine neue Qualität von Bild, Handlung und Dramatik zu zeichnen. In unterschiedlichsten Genres behauptete sich Schweiger, der für Filme wie "Der bewegte Mann", "Knockin' On Heaven's Door", "Der Eisbär", "Barfuss", "Zweiohrküken" oder "Inglourious Basterds" große Anerkennung erfuhr. 2013 feierte er sein Debüt als Tatort-Kommissar Niklas "Nick" Tschiller...
Tilman Valentin Schweiger wurde am 19. Dezember 1963 in Freiburg im Breisgau geboren.

Seine Eltern waren beide als Lehrer berufstätig. Er wuchs mit zwei Brüdern in Gießen auf. Nach dem Abitur wollte Schweiger zunächst Lehrer werden und studierte Germanistik, nach vier Semestern wechselte er zur Medizin. Während des Studiums kam er mit der Schauspielerei in Berührung. Er brach sein Studium ab und besuchte ab 1986 die Schauspielschule in Köln. Diese schloss er nach drei Jahren erfolgreich ab und spielte ab 1989 an Kölner und Bonner Bühnen. Erste Popularität verdiente er sich, als er im Jahr 1991 als "Jo Zenker" in Deutschlands erfolgreichster TV-Serie "Lindenstraße" spielte. Noch im selben Jahr hatte er seine erste Kinorolle als "Berti" in der Ruhrpott-Komödie "Manta Manta", nach der Regie von Bernd Eichinger. 1993 feierte er seinen Durchbruch mit der Darstellung eines Boxers in "Ebbie's Bluff", wofür er mit dem "Max-Ophüls-Preis" als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet wurde.

Im Jahr 1994 unterstrich er seine Leistung mit Sönke Wortmanns Komödie "Der bewegte Mann". 1996 behauptete er sich mit den Filmen "Männerpension" und "Das Superweib" als Star des deutschen Films. 1995 heiratete Schweiger seine langjährige Freundin Dana Carlsen. Gemeinsam wurden sie Eltern von vier Kindern. Sohn Valentin kam 1995 zur Welt, 1997 und 1998 folgten die beiden Töchter Luna und Lilly und 2003 wurde Tochter Emma Tiger geboren. Unterdessen stand er 1996 für die Produktionen "Adrenalin", "Das Mädchen Rosemarie" und "Die Halbstarken" vor der Kamera. Til Schweiger gründete 1996, zusammen mit Thomas Zickler und André Hennicke, die Produktionsfirma "Mr. Brown Entertainment" - benannt nach einer Figur aus Quentin Tarantinos Regie-Debüt "Reservoir Dogs". 1997 folgte der Film "Bastard".

Das Drama "Knockin' On Heaven's Door" war im Jahr 1997 der erste Film, in dem Schweiger als Produzent und Autot tätig war. Er spielte in dem Film auch die Hauptrolle des krebskranken "Martin Brest". Die Produktion fand internationale Beachtung und Schweiger avancierte zum Charakterdarsteller. Danach zog Schweiger mit Frau und Kindern nach Los Angeles. Hier feierte er 1998 sein amerikanisches Leinwand-Debüt mit einer kleinen Rolle in der Hollywood-Produktion "Replacement Killers". Im selben Jahr erschien auch sein deutscher Erfolgsfilm "Der Eisbär". 2001 spielte er eine Hauptrolle als Rennfahrer neben den Hollywood-Größen Burt Reynolds und Sylvester Stallone in dessen Film "Driven". Im Jahr darauf, 2002, war er in "Was tun wenn´s brennt" zu sehen und begann mit den Dreharbeiten zum amerikanischen Fernsehfilm "Joe & Max". In diesem 20-Millionen-Dollar-Streifen mimte Schweiger die deutsche Box-Legende Max Schmeling und zeigt dessen Freundschaft und Rivalität zum amerikanischen Boxer Joe Louis.

Weiter spielte Schweiger 2001 neben Neve Campbell und Nick Nolte die zweite Hauptrolle in "Investigating Sex" als Monty. 2003 spielte er neben Angelina Jolie in "Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens" einen Auftragskiller. 2004 war er in "King Arthur" neben Clive Owen und Keira Knightley in einer weiteren internationalen Produktion zu sehen. 2003 erhielt er den Hessischen Kulturpreis. Im Juli 2004 war Til Schweiger in der deutschen Erfolgskomödie "(T)Raumschiff Surprise – Periode 1" neben Michael Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian zu sehen. Für diesen Film erhielt Schweiger im Herbst 2004 einen "Bambi". Nach längerem Aufenthalt in Amerika, zog er 2004 mit seiner Familie nach Hamburg. Am 21. November 2005 wurde die Trennung des Ehepaares Schweiger bekannt gegeben. Im März 2005 startete die Tragikomödie "Barfuss" in den deutschen Kinos. Schweiger zeigte sich dabei für die Hauptrolle des "Nick Keller", das Drehbuch, die Regie, den Schnitt und die Produktion verantwortlich. Dabei entstand, mit Johanna Wokalek in der weiblichen Hauptrolle, eine künstlerische Bildinszenierung um die Geschichte zur Liebe einer psychisch Kranken.

Im selben Jahr, 2005, wurde Schweiger für "Barfuss" mit dem "Bambi" ausgezeichnet. 2006 stand er für "Wo ist Fred!?" mit Alexandra Maria Lara und Jürgen Vogel sowie für "Der Rote Baron" mit Matthias Schweighöfer und Jan Josef Liefers vor der Kamera. Mit "One Way", einem Thriller über Vergewaltigung, Schuld und Gerechtigkeit, zeigte Til Schweiger erneut seine Qualitäten als Charakterdarsteller. Im Juni 2009 lief Til Schweigers Fernsehcastingshow "Mission Hollywood" an. Im November 2009 folgte mit der Komödie "Zweiohrküken" die Fortsetzung von "Keinohrhasen" aus dem Jahr 2007. Im Jahr 2013 feierte er sein Debüt als Tatort-Kommissar Niklas "Nick" Tschiller; der erster Fall "Willkommen in Hamburg" erreichte die höchste Zuschauerzahl einer Tatort-Folge seit knapp 20 Jahren. 2009 glänzte er als Feldwebel Hugo Stiglitz in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Basterds", neben Brad Pitt und Christoph Waltz.
1990–1992: Lindenstraße (Fernsehserie)

1991: Manta Manta

1993: Ebbies Bluff

1994: Der bewegte Mann

1995: Polizeiruf 110 (Fernsehserie) – Schwelbrand

1995: Bunte Hunde

1994–1996: Die Kommissarin (Fernsehserie)

1996: Männerpension

1996: Das Superweib

1996: Adrenalin

1996: Das Mädchen Rosemarie

1996: Die Halbstarken [VHS] (Fernsehfilm)

1997: Knockin' on Heaven's Door (Special Edition)

1997: Disney's Hercules (Deutsche Synchronstimme)

1998: SLC Punk

1998: The Replacement Killers - Die Ersatzkiller [Blu-ray]

1998: Der Eisbär

1998: Judas Kiss

1999: Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding

1999: Der große Bagarozy

2000: Jetzt oder nie - Zeit ist Geld

2001: Driven

2001: Was tun, wenn's brennt?

2001: Auf Herz und Nieren

2001: Investigating Sex

2002: Joe & Max

2003: Tomb Raider 2 - Die Wiege des Lebens [Blu-ray]

2004: U-Boat: In feindlicher Hand

2004: (T)Raumschiff Surprise - Periode 1 (2 DVDs)

2004: Agnes und seine Brüder

2004: King Arthur (Kinofassung)

2004: Die Daltons gegen Lucky Luke

2005: Barfuss (auch Regie, Produktion, Co-Autor und Schnitt)

2005: Deuce Bigalow: European Gigolo

2005: No Snow

2006: Wo ist Fred?

2006: One Way

2006: Bye, Bye Harry

2006: Oh, wie schön ist Panama (Sprecher)

2007: Der Bodyguard - Für das Leben des Feindes

2007: Video Kings

2007: Pastewka - 3. Staffel (2DVDs) (Fernsehserie, Gastrolle)

2007: Rache (Already Dead)

2007: Keinohrhasen (auch Regie, Co-Autor und Co-Produzent)

2008: Der Rote Baron

2008: Far Cry (Einzel-DVD, Uncut Version)

2008: 1.5 Ritter - Auf der Suche nach der hinreissenden Herzelinde

2009: Phantomschmerz

2009: Inglourious Basterds - Limited Steelbook [Blu-ray]

2009: Männerherzen

2009: Zweiohrküken [Blu-ray]


Til Schweiger
c/o Players
Sophienstr. 21
10178 Berlin
Deutschland
1993:
Max-Ophüls-Preis (Nachwuchs-Darstellerpreis) für Ebbies Bluff

1994:
Bambi für Der bewegte Mann

1995:
Bambi für Männerpension

1996:
DIVA-Award

1996:
Preis des Warsaw International Filmfestival (Bester Darsteller) für Bastard

1997:
Moscow International Film Festival (Bester Darsteller) für Knockin' on Heaven's Door

1998:
Jupiter für Knockin' on Heaven's Door

1998:
Bravo Otto

1998:
Goldene Kamera

2003:
Hessischer Kulturpreis

2005:
Bambi für Barfuss

2008:
Ernst-Lubitsch-Preis für Keinohrhasen

2008:
Jupiter für Wo ist Fred

2008:
Ehren-Bravo Otto

2008:
Bambi für Keinohrhasen

2008:
Deutscher Comedypreis für Keinohrhasen als beste Kino-Komödie

NameTil Schweiger

Geboren am19.12.1963

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortFreiburg i. Br. (D).