Biografie

Jan Josef Liefers

Der deutsche Schauspieler und Musiker gab 1989 mit dem Film "Die Besteigung des Chimborazo" sein Kinodebüt, in dem er den Forscher Alexander von Humboldt verkörperte. Davor absolvierte er eine Tischlerlehre an der Semperoper, ehe er als Theaterschauspieler mit Engagements am Deutschen Theater Berlin und am Thalia Theater in Hamburg aktiv wurde. Nach einigen kleineren Film- und Fernsehrollen schaffte er mit "Rossini" 1996 den Durchbruch. Für die Rolle des "Bodo Kriegnitz" erhielt Liefers den Bayerischen Filmpreis für Nachwuchsschauspieler. Für seine Hauptrolle in "Das Wunder von Lengede" wurde er 2003 mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bambi ausgezeichnet...
Jan Josef Liefers wurde am 8. August 1964 als Sohn des Regisseurs Karlheinz Liefers in Dresden geboren.

Liefers absolvierte nach Abschluss der Schule an der Semperoper eine Ausbildung zum Tischler. Ab hier interessierte er sich mehr und mehr fürs Theater. Darauf entschied er sich von 1983 bis 1987 an der Ernst Busch-Schauspielschule in Berlin Schauspielerei zu studieren. Nach der deutschen Wiedervereinigung spielte Liefers am Deutschen Theater und in Hamburg am Thalia Theater. Dort wurde er von Kritikern für seine Einzigartigkeit gelobt. 1989 feierte Liefers sein Leinwanddebüt, als er den Forscher und Entdecker Alexander von Humboldt in dem Abenteuerdrama "Die Besteigung des Chimborazo" mimte.

Nach weiteren Rollen und Arbeiten in Fernsehproduktionen der DEFA, spielte er 1995 im TV-Publikumserfolg "Die Partner". Mittlerweile hatte sich Liefers als Charakterdarsteller etabliert. Er war 1997 in zwei der erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen der neunziger Jahre zu sehen. 1997 spielte er den leukämiekranken "Rudi Wurlitzer" neben Til Schweiger in "Knockin' on Heaven's Door" und danach den Dichter "Bodo Kriegnitz" in "Rossini - oder Die mörderische Frage, wer mit wem schlief" neben Gudrun Landgrebe und Heiner Lauterbach. "Rossini - oder Die mörderische Frage, wer mit wem schlief" brachte Jan Josef Liefers den "Bayerischen Filmpreis" als "Bester Nachwuchsdarsteller" ein.

In der Presse wurde er hoch gelobt und das Publikum machte ihn zum beliebten Nachwuchs-Star. Es folgten weitere Kinofilme, danach kehrte Liefers zum Fernsehen zurück. Dort begeisterte er weiterhin als Schauspieler und gab 1999 mit dem Streifen "Jack's Baby" sein gefeiertes Regie-Debüt. Jan Josef Liefers spielte an der Seite von Veronica Ferres nicht nur selbst mit, sondern war neben der Regiearbeit auch für die Musik verantwortlich. Der Lohn des Erfolgs zeichnete sich mit dem "Bayerischen Fernsehpreis" aus. Mehrfachfunktionen übte das Multitalent ebenso in der Sat.1-Produktion "Die Frauenversteher - Männer unter sich" aus: Er war Regisseur, Hauptdarsteller, Co-Drehbuch-Autor und Verantwortlicher für die Musik in einer Person.

Danach war er wieder im Kino zu bewundern, als er in der starbesetzten Komödie "666 - Traue keinem mit dem du schläfst" spielte. Gastrollen hatten in dem Streifen unter anderem Boris Becker und Claudia Schiffer. Eine weitere Facette seines Könnens zeigte Liefers 2002. Aus seiner Leidenschaft, der Musik, ging sein erstes Album mit dem Titel "Oblivion" hervor - eine Mischung aus Gitarrenrock und Britpop. Für seine Hauptrolle in "Das Wunder von Lengede" wurde er 2003 mit dem "Adolf-Grimme-Preis" und dem "Bambi" ausgezeichnet. 2006 stand er unter anderem für "Der Untergang der Pamir" vor der Kamera. Ab dem selben Jahr war er mit seiner Band "Jan Josef Liefers & Oblivion" regelmäßig auf Tournee.

Im Jahr 2008 übernahm er in der NDR-Produktion "Wilmenrod – Es liegt mir auf der Zunge" die Rolle des ersten deutschen Fernsehkochs Clemens Wilmenrod. Weiter glänzte er 2008 in der Rolle des Peter Homann im Bernd Eichinger Film "Der Baader Meinhof Komplex". 2009 veröffentlichte er unter dem Titel "Soundtrack meiner Kindheit" seine Autobiografie. 2011 wurde er gemeinsam mit Axel Prahl, in der Kategorie Leserwahl: "Das beste Krimi-Team", mit der Goldene Kamera in ausgezeichnet.

Seit dem 7. August 2004 ist Jan Josef Liefers mit der Schauspielerin Anna Loos verheiratet. Gemeinsam haben sie eine Tochter namens Lilly.
1999: Jack’s Baby D #16

2002: Don’t let go

2002: Oblivion

2007: Soundtrack meiner Kindheit

2010: Soundtrack meiner Kindheit 2


Hörbuchproduktionen


2009: Brigitte Hörbuch-Edition - Starke Stimmen: Die Krimis - Dr. Siri und seine Toten
1989: Die Besteigung des Chimborazo
1991: Der Fall Ö
1994: Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen
1995: Die Partner (Serie)
1995: Ich, der Boss
1996: Busenfreunde
1997: Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief
1997: Kidnapping Mom and Dad
1997: Knockin’ on Heaven’s Door
1997: Vergewaltigt – Das Geheimnis einer Nacht
1997: Arielle, die Meerjungfrau (synchronisation, Prinz Erik)
1997: Arielle, die Meerjungfrau 2 (synchronisation, Prinz Erik)
1998: Jack's Baby
1998: Sieben Monde
2000: Halt mich fest
2001: Todesstrafe – Ein Deutscher hinter Gittern
2002: 666 – Traue keinem, mit dem du schläfst!
2002: Die Frauenversteher – Männer unter sich
2003: Ich liebe das Leben
2003: Das Wunder von Lengede
2005: Die Nachrichten
2005: Ein Koala-Bär allein zu Haus
2005: Madagascar (synchronisation, Löwe Alex)
2006: Die Entscheidung
2006: Die Sturmflut
2006: Der Untergang der Pamir
2006: Nachtschicht – Der Ausbruch
2007: Frühstück mit einer Unbekannten
2007: Bis zum Ellenbogen
2007: Lilys Geheimnis - Konrad Nees
2008: Der Baader Meinhof Komplex
2008: Madagascar 2, Synchronstimme des Löwen Alex
2008: Life is live
2009: Es liegt mir auf der Zunge
2009: Die Spätzünder
2010: Simon and the Oakes
2010: Das Kindermädchen

Darsteller in Tatort-Produktionen

2002: Der dunkle Fleck
2002: Fakten, Fakten
2003: Dreimal schwarzer Kater
2003: Sag nichts
2004: Mörderspiele
2004: Eine Leiche zuviel
2005: Der Frauenflüsterer
2005: Der doppelte Lott
2006: Das ewig Böse
2006: Das zweite Gesicht
2007: Ruhe sanft
2007: Satisfaktion
2008: Krumme Hunde
2008: Wolfsstunde
2009: Höllenfahrt
2009: Tempelräuber
2009: Die Spätzünder
2010: Simon and the Oakes
2010: Das Kindermädchen
1996:
Bayerischer Filmpreis, bester Nachwuchsdarsteller für Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief

2000:
Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Darstellerpreis für Halt mich fest

2000:
Bayerischer Fernsehpreis für Regie und Darstellung in Jack’s Baby

2003:
Bambi, Deutscher Medienpreis / Schauspieler: Das Wunder von Lengede

2004:
Adolf-Grimme-Preis / Bester Hauptdarsteller: Das Wunder von Lengede

2010:
Premio Bacco (Italienischer Filmpreis)

2011:
Goldene Kamera / Leserwahl "Das beste Krimi-Team" (Tatort-Team Münster), gemeinsam mit Axel Prahl

NameJan Josef Liefers

Geboren am08.08.1964

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortDresden (D).