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Francis Ford Coppola wurde am 7. April 1939 in Detroit im US-Bundesstaat Michigan, als Sohn des Filmkomponisten Carmine Coppola und der Schauspielerin Italia Coppola geboren.
Er wuchs in Kalifornien und New York auf. Infolge einer Kinderlähmung ans Krankenhausbett gefesselt, entdeckte der Achtjährige während der Filmvorführungen im Hospital das Kino für sich. Nach der Genesung erhielt er von den Eltern eine Super-8-Kamera geschenkt. Im Anschluss an das College, während dieser Zeit hatte er bereits Drehbücher geschrieben und inszeniert, begann Coppola an der New Yorker Hofstra University ein Studium der Theaterwissenschaften, das er im Jahr 1958 abschloss.
Ein Jahr später nahm er an der University of California in Los Angeles zusätzliche Filmstudien auf, die er im Jahr 1968 mit der besten Note beendete. Sein Regie-Debüt hatte er bereits 1962 mit "Dementia 13" gegeben. 1963 heiratete Coppola die Bühnenbildnerin Eleanor Neil, mit der er Vater von drei Kindern wurde. Bereits während des Studiums begann Coppola sich praktische Erfahrungen im Filmbereich anzueignen. Unter Roger Corman lernte er die Regiearbeit weiter kennen, indem er als Regieassistent, Dialogregisseur, Tonmeister, Kameramann und schließlich Regisseur tätig war.
Wie bereits für "Dementia 13" schrieb Coppola auch das Drehbuch für die von ihm inszenierten Filme "This Property is Condemned" aus dem Jahr 1965 und "Is Paris Burning?" aus dem Jahr 1966. Den ersten Erfolg als Regisseur bescherte ihm sein Film über die junge Generation "You`re a Big Boy Now" aus dem Jahr 1966. Ein Jahr später inszenierte er unter anderem mit Fred Astaire das erfolgreiche Filmmusical "Finian`s Rainbow".
In seinem Bemühen um Unabhängigkeit von Hollywood, gründete Coppola im Jahr 1969 das eigenständige Produktionszentrum "American Zoetrope", mit dem er neben kommerziellen Filmen auch Nachwuchsförderung betrieb und später erfolgreiche Regisseure wie John Milius oder George Lucas entdeckte. Dort entstand im Jahr 1969 auch sein Film "The Rain People". Für sein Drehbuch zu "Patton" erhielt Coppola im Jahr 1971 seinen ersten "Oscar".
Durch Finanznöte dazu gezwungen, übernahm Coppola noch im selben Jahr für Warner Bros. die Regie von "The Godfather", zu Deutsch: "Der Pate", die ihm internationalen Ruhm einbrachte. Coppola inszenierte den Film als ein Gesamtkunstwerk. Erzählt wurde die Geschichte der mächtigen Mafia Familie um "Vito Corleone", nach dem Roman von Mario Puzo, im Amerika der 1950er Jahre. Der Steifen avancierte zum klassischen Vorbild eines gesamten Genres.
In den Hauptrollen spielten unter anderem Marlon Brando, Al Pacino, Robert Duvall, James Caan und später Robert De Niro, die zugleich mit Coppola ihren internationalen Durchbruch feierten. Das Werk wurde eines der größten kommerziellen Erfolge der Filmgeschichte. Produktionskosten von rund 7 Mio. US-Dollar standen 300 Mio. US-Dollar an Einspielergebnissen gegenüber. Der große Erfolg wiederholte sich bei der Fortsetzung des Mafia-Epos, die im Jahr 1975 als "The Godfather II" entstand und ihm den zweiten "Oscar" bescherte.
Indes hatte Coppola auch als Produzent mit den unter der Regie von George Lucas entstandenen Filmen "THX 1138" (1971) und "American Graffiti" (1973) weitere kommerzielle Erfolge erzielt. Zu "Der große Gatsby", mit Robert Redford in der Hauptrolle, aus dem Jahr 1974, verfasste Coppola das Drehbuch nach der Romanvorlage von Francis Scott Fitzgerald. Bereits im Jahr 1972 hatte Coppola mit anderen Regisseuren eine Directors Company gegründet.
Coppolas bedingungslose Hingabe zum Film dokumentierten die Dreharbeiten zum umstrittenen Vietnam-Kriegsfilm "Apocalypse now", für den er von 1976 bis 1979 über 18 Monate im philippinischen Dschungel verbrachte, rund 350.000 Meter Film belichtete, die dann auf 3.800 Meter oder zweieinhalb Stunden geschnitten wurden. 1979 wurde Coppola für seine beeinduckende Regie in Cannes mit der "Goldenen Palme" ausgezeichnet.
Im Jahr 1981 produzierte Francis Ford Coppola das risikoreiche Filmprojekt "Einer mit Herz". Das Melodram verschlang rund 25 Mio. US-Dollar und wurde ein finanzielles Fiasko, das Coppola an den Rand des Ruins brachte. Wenig später rief er den Filmverleih "Cinema 5" ins Leben. Daneben betätigte er sich als Theaterleiter, Buchverleger und Herausgeber einer Kulturzeitschrift. 1982 trat Coppola als Produzent des Films "Hammett" mit Wim Wenders wieder als Regisseur auf.
Im Jahr 1984 erzielte er mit "The Cotton Club" in den USA und in Europa einen weiteren Publikumserfolg. Dies galt auch für "The Godfather III", der im Jahr 1991 auf der Berlinale ausgezeichnet wurde. Auf großen Anklang stieß im Jahr 1991 Coppolas Dracula-Film "Bram Stoker’s Dracula". Für das Drama "Der Regenmacher" aus dem Jahr 1997 schrieb Coppola nicht nur das Drehbuch sondern führte auch Regie.
Im Jahr darauf produzierte Francis Ford Coppola das Drama "The Virgin Suicides - Verlorene Jugend", ehe er sich als Regisseur für einige Jahre vom Filmgeschäft zurückzog. |
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