Biografie

Robert De Niro

Der US-amerikanische Schauspieler, Produzent und Regisseur gilt als einer der wandlungsfähigsten Charakterdarsteller des zeitgenössischen amerikanischen Kinos. Seinen Durchbruch feierte er als "Don Vito Corleone" in der Mario Puzo Roman-Verfilmung "Der Pate II." (1974), nach der Regie von Francis Ford Coppola. Für seine mannigfaltigen schauspielerischen Fähigkeiten wurde Robert De Niro zweimal mit dem "Oscar" ausgezeichnet. Mit seiner Arbeit hatte der Perfektionist wie kaum ein anderer Mime Einfluss auf den internationalen Film; berühmt wurde er durch seine Ambition, seine Darstellungen besonders authentisch zu gestalten. 2001 rief er in New York das "Tribeca Film Festival" ins Leben. 2011 leitete De Niro die Wettbewerbsjury der 64. Filmfestspiele von Cannes. Zu seinen populärsten Produktionen zählen "Taxi Driver" (1976), "Wie ein wilder Stier" (1980), "Es war einmal in Amerika" (1984), "Goodfellas" (1990), "Kap der Angst" (1991) und "Killing Season" (2013)...
Robert De Niro wurde am 17. August 1943 in New York City, Little Italy, als Sohn eines Kunstmalers geboren.

Robert De Niros Eltern ließen sich scheiden, als er zwei Jahre alt war. Die Mutter übernahm seine Erziehung. Aufgewachsen ist De Niro in ärmlichen Verhältnissen. Er galt als wildes und ungestümes Kind. Ein Umstand, unter dem vor allem die schulischen Leistungen zu leiden hatten. Seine Liebe zur Schauspielerei entdeckte er in der Schule bei den Proben für eine Theateraufführung. Ganz im Gegensatz zu seinem Naturell, lernte er wie besessen seinen Text als Cowardly Lion in "The Wizard of Oz". Das Publikum war begeistert von den schauspielerischen Leistungen des damals Zehnjährigen. Mit 15 brach er die Schule ab und besuchte Seminare über Musik und Kunst. Er nahm privaten Schauspielunterricht und besuchte Workshops über Dramatik und Rhetorik. So vorbereitet, wurde er mit 17 Jahren und nach langer Bewerbungszeit endlich an der Stella Adler Conservatory, einer Schauspielschule in New York, angenommen.

De Niro wurde Theaterschauspieler mit dem Schwerpunkt auf klassische Rollen. Schon nach kurzer Zeit konnte er sich einen Namen unter den vielversprechenden Nachwuchsschauspielern machen. Nur wenig später wurde De Niro auch für den Film entdeckt. Zunächst spielte er kleine Nebenrollen. Doch das sollte sich schnell ändern, als er im Jahr 1973 für seine Arbeit in "Das letzte Spiel" und "Hexenkessel" von der Vereinigung der Filmkritiker in New York als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. 1974 gelang ihm bereits der internationale Durchbruch als "Don Vito Corleone" in der Mario Puzo-Romanverfilmung "Der Pate II". Diese Rolle teilte er sich mit Marlon Brando, der im ersten Teil der Trilogie von Francis Ford Coppola den "Vito Corleone" im Alter verkörperte. Die Hauptrolle spielte Al Pacino als "Michael Corleone". Für seine Darstellung des Jungen "Don Vito" wurde De Niro mit dem "Oscar" für die beste Nebenrolle bedacht.

In seinem unermüdlichen Schaffen stand er oft bis zu dreimal im Jahr für unterschiedliche Spielfilmproduktionen vor der Kamera. Seine Vorbereitungen auf seine Rollen dokumentierten seinen Perfektionismus. Für seine Hauptrolle in "Taxi Driver" 1975 mit Jodie Foster, betrieb er selbst Milieustudien als Taxifahrer, für seinen Part in "New York, New York", ebenso nach der Regie von Martin Scorsese, nahm er intensiv Saxophonunterricht. Seine Identifikation mit dem Film bis zur Selbstaufgabe fand einen Höhepunkt in der erneut "Oscar"-ausgezeichneten Rolle des Boxers "Jake La Motta" in "Wie ein wilder Stier", wofür De Niro in wenigen Monaten 50 Pfund Gewicht zulegte. 1976 heiratete er die Schauspielerin und Sängerin Diahnne Abbott in New York. 1978 spielte er im Vietnam-Kriegs Drama "Durch die Hölle gehen" mit Meryl Streep. Mit über einem Duzend weiterer erstklassiger Spielfilme wie "Es war einmal in Amerika", "Die Unbestechlichen" oder "Angel Heart", behauptete sich De Niro an der Spitze der internationalen Charakterdarsteller.

Im Jahr 1988 gründete er gemeinsam mit Jane Rosenthal die Film- und Produktionsgesellschaft "Tribeca", die heute für anspruchsvolle Verfilmungen zu den führenden Unternehmen dieser Art in den USA zählt. Mit "Tribeca" entstanden eigene Produktionen wie der Titel "In den Straßen der Bronx", bei dem De Niro auch Regie führte, "Good Fellas" oder "Marvins Töchter" mit Leonardo DiCaprio. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau heiratete er im Jahr 1997 Grace Hightower, mit der er in Los Angeles lebt. Nachdem die erste Ehe kinderlos blieb, wurde im Jahr 1998 ein gemeinsamer Sohn geboren. Als Hommage an seine Heimatstadt rief er nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 das "Tribeca Film Festival" ins Leben, das im Mai 2002 zum ersten Mal stattfand. Zu weiteren Arbeiten zählten die Beziehungs-Komödie "Meine Braut, ihr Vater und ich" und der Action-Thriller "15 Minuten Ruhm". 2002 kamen die beiden Komödien "Showtime", in der Robert De Niro den humorlosen Detektiven "Mitch Preston" mimt, und "About A Boy oder: Der Tag der toten Ente", an der er als Produzent mitwirkte, in die deutschen Kinos. Im selben Jahr spielte er den Mafioso "Paul Vitti" in der Fortsetzungskomödie "Reine Nervensache".

Weiter wurde er 2002 mit dem Life Achievement Award des American Film Institute geehrt. Mit "Der gute Hirte" aus dem Jahr 2007 beleuchtete De Niro in seiner zweiten Regiearbeit die Anfänge des US-Geheimdienstes CIA zu Zeiten des Kalten Krieges. In den Hauptrollen verpflichtete er Matt Damon und Angelina Jolie. 2009 war er Coproduzent von "Public Enemies", in dem Johnny Depp die Hauptrolle des John Dillinger verkörperte. 2011 leitete De Niro die Wettbewerbsjury der 64. Filmfestspiele von Cannes, die den US-amerikanischen Beitrag "The Tree of Life" von Terrence Malick mit der Goldenen Palme auszeichnete. 2014 spielte er in "Motel Room 13" (The Bag Man).
1964 - "The Wedding Party".

1968 - "Greetings".

1969 - "Hi, Mom!".

1969 - "Wer die Killer ruft".

1969 - "Bloody Mama".

1969 - "Pforte zur Hölle".

1971 - "Jennifer On My Mind".

1971 - "Wo Gangster um die Ecke knallen".

1972 - "Das letzte Spiel".

1973 - "Hexenkessel".

1974 - "Der Pate II".

1975 - "1900".

1975 - "Der letzte Tycoon".

1976 - "Taxi Driver".

1976 - "Die Unbestechlichen".

1977 - "New York, New York".

1978 - "Die durch die Hölle gehen".

1980 - "Wie ein wilder Stier".

1981 - "Gefährliche Beichte".

1982 - "Es war einmal in Amerika".

1983 - "The King of Comedy".

1984 - "Brazil".

1984 - "Der Liebe verfallen".

1986 - "Angel Heart".

1986 - "The Mission".

1987 - "Die Unbestechlichen".

1988 - "Jacknife".

1988 - "Midnight Run - Fünf Tage bis Mitternacht".

1989 - "Stanle:y und Iri;s".

1989 - "Wir sind keine Engel".

1989 - "Zeit des Erwachens".

1990 - "GoodFellas".

1991 - "Backdraft".

1991 - "Kap der Angst".

1991 - "Schuldig bei Verdacht".

1991 - "Mistress - Die Geliebten von Hollywood".

1992 - "Night and the City".

1993 - "Sein Name ist Mad Dog".

1993 - "This Boy's Life".

1993 - "In den Strassen der Bronx".

1994 - "Hundert in einer Nacht".

1994 - "Frankenstein".

1995 - "Heat".

1995 - "Casino".

1995 - "Halbblut".

1995 - "Der Hochzeitstag".

1996 - "The Fan".

1996 - "Sleepers".

1996 - "Marvins Töchter".

1997 - "Great Expectations".

1997 - "Cop Land".

1997 - "Jackie Brown".

1997 - "Wag the Dog".

1998 - "Reine Nervensache".

1998 - "Ronin".

1998 - "Der Pate von Manhattan" / Regie.

1999 - "Makellos".

2000 - "Meine Braut, ihr Vater und ich".

2000 - "Men of Honor"

2001 - "15 Minuten Ruhm".

2002 - "Reine Nervensache 2".

2004 - "Godsend".

2005 - "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich".

2005 - "Hide and Seek".

2007 - "Der gute Hirte". (auch Regie)
Robert De Niro
c/o Tribeca Productions
375 Greenwich Street
New York, NY 10013, USA

NameRobert De Niro

Geboren am17.08.1943

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortNew York (USA).