Biografie

Mario Puzo

Der US-amerikanische Schriftsteller feierte seinen Durchbruch als Bestseller-Autor 1969 mit dem Mafia-Roman "The Godfather" (dt. Der Pate), in dem er die Geschichte der italienischen Einwandererfamilie Corleone erzählte, die sich bemühte, ihre skrupellosen und verbrecherischen Geschäfte zu legitimieren. Weiteren Weltruhm bescherten ihm die Verfilmungen (1972, 1974 und 1990), die mit 11 Oscars ausgezeichnet wurden. Neben der Mafia thematisierte Puzo in seinen Romanen die Glücksspielstadt "Las Vegas" (1977, dt. 1980), die italienischen Einwanderer in "Mamma Lucia" (1964, dt. 1970) sowie die Geschichte des sizilianischen Volkshelden Salvatore Giuliano in "The Sicilian" (1984, dt. Der Sizilianer), der 1987 mit Michael Cimino verfilmt wurde...
Mario Puzo wurde am 15. Oktober 1920 in New York als Sohn einer italienischen Einwandererfamilie geboren.

Aufgewachsen ist er in armen Verhältnissen bei seinen Eltern im New Yorker Stadtteil Little Italy. Oft fehlte es am Nötigsten, so dass die Familie Hunger leiden musste. Bereits in jungen Jahren begann Mario Puzo zu schreiben. Im Vordergrund seiner Arbeit standen dabei immer die Auseinandersetzung mit seiner Herkunft und die Position der Italo-Amerikaner in der amerikanischen Gesellschaft. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Mario Puzo als amerikanischer Kriegsfreiwilliger in Deutschland stationiert. Nach seiner Rückkehr kam er in ein Förderungsprogramm, welches ihm ermöglichte am New Yorker College zu studieren. Für seinen ersten Roman "The Dark Arena" aus dem Jahr 1955 erhielt er bereits beste Kritiken. Erste Beachtung als akzeptierter Schriftsteller erlangte er 1964 mit dem Roman "Mama Lucia". 1969 erschien der Roman "Der Pate", der ihm zu seinem internationalen Durchbruch als Schriftsteller verhalf.

Des Weiteren erregte der Stoff der Mafia-Familie "Corleone" die Gemüter, da man in zahlreichen Charakteren Personen des öffentlichen Interesses wiederfand. So wurde in der Figur des "Jonny Fontane" der amerikanische Entertainer Frank Sinatra wiedererkannt. Nachdem das Buch als Bestseller gehandelt wurde, verfilmte Francis Ford Coppola 1972, 1974 und 1990 die Geschichte in drei Teilen. Besetzt wurden die Rollen mit Stars wie Marlon Brando und Robert De Niro. Schauspieler Al Pacino, der als "Michael Corleone" den Roman bis in den dritten Teil begleitete, wurde dadurch zum Star des internationalen Kinos und mit dem Oscar bedacht. Insgesamt wurde das Werk 11 Mal mit dem Oscar ausgezeichnet, wodurch "Der Pate" zum erfolgreichsten Mehrteiler der Filmgeschichte zählt. Puzo gewann bei den Oscarverleihungen der Jahre 1973 und 1975 einen Oscar in der Kategorie bestes adaptiertes Drehbuch, da er zusammen mit Francis Ford Coppola die Drehbücher zu "Der Pate" und "Der Pate – Teil II" verfasst hatte.

In weiteren Arbeiten von Mario Puzo stand die Glücksspielstadt Las Vegas im Zentrum seiner Erzählungen. 1977 erschien der Roman "Las Vegas" in den USA und 1980 erfolgte die Veröffentlichung in Europa. Weitere große Beachtung verdiente er sich Mitte der 1980er Jahre mit der Geschichte des sizilianischen Rebellen "Giuliano" im Roman "Der Sizilianer", welcher 1987 mit Michael Cimino ebenfalls verfilmt wurde. 1990 kam "Der Pate III" in die Kinos, zu dem Puzo erneut das Drehbuch schrieb. Puzos letztes Werk wurde der Roman "Die Familie". Er selbst starb während seiner Arbeit an diesem Werk. Vollendet wurde das Buch von Puzos Assistentin und Lebensgefährtin Carol Gino, die auch an den Recherchen für das Werk mitgearbeitet hatte.

Mario Puzo starb am 2. Juli 1999 in Long Island, New York.

NameMario Puzo

Geboren am15.10.1920

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortNew York (USA)

Verstorben am02.07.1999

TodesortLong Island, New York (USA)