Biografie

Erich Heckel

NameErich Heckel

Geboren am31.07.1883

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortDöbeln, Sachsen (D).

Verstorben am27.01.1970

TodesortRadolfzell, Bodensee (D).

Erich Heckel

Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschen Expressionismus. Mit Ernst Ludwig Kirchner war er als Romantiker Mitbegründer der Künstler-Gruppe "Die Brücke" (1905). 1937 wurden Heckels Werke von den Nationalsozialisten als "entartet" diffamiert; von 1949 bis 1955 lehrte er, neben Prof. Walter Becker, an der Karlsruher Hochschule für Bildende Künste. Zu seinen bevorzugten Motiven zählte die Zirkuswelt; er malte auch Akte, Landschaften und Portraits. In der Farbauswahl waren ihm Vincent van Gogh und die Pariser Fauvisten ein Vorbild. Seine Bilder leuchteten in ungemischten Farben. In seiner Berliner Zeit wurde sein künstlerischer Ausdruck geometrischer, den Bildaufbau gestaltete er strenger und die Farben wurden gedämpfter. Über seine Gemälde hinaus schuf Heckel noch zahlreiche Holzschnitte, Lithographien und Zeichnungen...
Erich Heckel wurde am 31. Juli 1883 im sächsischen Döbeln als Sohn eines Eisenbahningenieurs geboren.

Heckel lernte bereits in der Schule den späteren Maler Karl Schmidt-Rottluff kennen und befreundete sich mit ihm. Ab 1904 studierte er an der Technischen Hochschule Dresden Architektur. Dort machte er die Bekanntschaft mit Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl. Heckel brach das Studium ab und war dann 1905 als Zeichner und Bauaufseher tätig. Mit Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff gründete er im gleichen Jahr, 1905, den Künstlerzusammenschluss "Die Brücke". Ihre Mitglieder lehnten die etablierten Kunstformen ab und suchten nach einer neuen künstlerischen Ausdrucksform.

Im Jahr 1906 traf er auf der Dritten Kunstgewerbeausstellung Max Pechstein, der Mitglied der "Brücke" wurde. Seine Arbeit als Zeichner gab er auf. Ab 1907 war Erich Heckel als freier Künstler tätig, der sich der Malerei und Grafik widmete. 1910 hielt er sich in Berlin auf und lernte den Maler Otto Müller kennen. Er wurde Mitglied in "Der Brücke". Im Jahr darauf siedelte er mit den anderen Mitglieder der "Brücke" nach Berlin über. Heckel übernahm dort das Atelier von Otto Müller. In seinen Motiven wandte er sich dem Leben in der Großstadt und des Zirkuslebens zu. 1912 traf er auf den US-amerikanischen Maler Lyonel Feininger sowie auf Franz Marc und August Macke von der Gruppe "Blauer Reiter".

In dieser Zeit übernahm er Anregungen des Kubismus und aus den Werken von Robert Delaunay, die sich in einem gedämpft farbigen Stil seiner Bilder bemerkbar machten. Noch 1912 nahm die Künstlervereinigung "Die Brücke" an der Sonderbundausstellung in Köln teil, danach löste sie sich 1913 auf. Im Jahr darauf stellte Erich Heckel seine Bilder auf der Kölner Werkbundausstellung aus. 1915 heiratete er die Tänzerin Sida Riha. In den Jahren 1915 bis 1918 nahm Heckel als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Er wurde Sanitäter in Flandern. Dort traf er Max Beckmann. Seine Kriegseindrücke verarbeitete Heckel in Holzschnitten und Lithographien wie unter anderem in den Titeln "Verwundeter Matrose" (1915) oder "Madonna von Ostende" (1915).

Sein Repertoire erweiterte sich von der bisherigen Landschaftsmalerei um Darstellungen von Menschen in sozialen und körperlichen Elendssituationen. Nach dem Krieg ging der Künstler 1918 zurück nach Berlin und beteiligte sich an der Ausstellung der "Novembergruppe". In dieser Zeit wurde er Mitglied im "Arbeitsrat für Kunst", in dem die akademische Kunstauffassung abgelehnt wurde. Ab dem Jahr 1920 reiste Erich Heckel vielfach durch Europa. Seine Reiseeindrücke verarbeitete er in poetischen Bildern mit hellen Farbtönen, die ein besonderes Naturverständnis offenbaren. 1937 wurden Heckels Werke von den Nationalsozialisten als "entartet" eingestuft, der Künstler wurde diffamiert und mit einem Ausstellungsverbot belegt. Das NS-Regime beschlagnahmte insgesamt 729 Werke aus öffentlichen Museen.

Erich Heckel begab sich zu dieser Zeit in seine Werkstatt an der Flensburger Förde und legt seinen kunsttechnischen Schwerpunkt auf die Aquarellmalerei. Diese Technik bekam für ihn einen höheren Stellenwert, sie ging über die Bedeutung einer Studie hinaus als vollwertige Maltechnik. 1940 bis 1942 hielt er sich öfter in Kärnten auf. Nicht nur sein Atelier, sondern auch zahlreiche seiner Arbeiten fielen 1944 einem Bombenangriff in Berlin zum Opfer. Erich Heckel zog in diesem Jahr an den Bodensee nach Hemmenhofen. Er wohnte dort nachbarlich mit dem Maler Otto Dix. In den Jahren 1949 bis 1955 lehrte er als Professor, neben Walter Becker, an der Karlsruher Hochschule für Bildende Künste. Heckels bevorzugte Szenen aus der Zirkuswelt, aber er malte auch Landschafts-, Porträt und Aktbilder.

In der Farbauswahl waren ihm Vincent van Gogh und die Pariser Fauvisten ein Vorbild. Seine Bilder leuchteten in ungemischten Farben. Mit dem Umzug nach Berlin im Jahr 1911 änderte sich auch sein Stil. Er betonte mehr die geometrische Malweise bei härteren Konturen und einer zurückgenommenen Farbigkeit. Mit seiner stetigen Suche nach dem eigenen Stil war eine weitere Stilvariation verbunden, als sich die Brücke-Gruppe im Jahr 1913 auflöste. Heckels Bilder aus dieser Epoche strahlen mehr Ruhe aus. Über seine Gemälde hinaus schuf er noch zahlreiche Holzschnitte, Lithographien und Zeichnungen.

Erich Heckel starb am 27. Januar 1970 in Radolfzell am Bodensee.

NameErich Heckel

Geboren am31.07.1883

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortDöbeln, Sachsen (D).

Verstorben am27.01.1970

TodesortRadolfzell, Bodensee (D).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html