Biografie

August Macke

Der deutsche Maler zählt zu den Hauptvertretern des rheinischen Expressionismus. Seine Bilder zeichnen sich durch eine kräftige Farbigkeit aus. August Macke malte bevorzugt Menschen in Alltagssituationen. Die Mehrzahl seiner Bilder strahlt eine positive Grundstimmung aus. Zu seinen Maltechniken gehörte oftmals der kubistische Strich. Seine Beschäftigung mit der Licht- und Raumwirkung der Farben wurde angeregt durch den Orphismus Robert Delaunays. Der Betonung metaphysischer Werte, wie sie etwa Wassily Kandinsky formulierte, stand August Macke - obgleich der Mitwirkung an dem Almanach "Der Blaue Reiter" (1912) - kritisch gegenüber...
August Macke wurde als Sohn des Ingenieurs August Macke und seiner Frau Florentine, geborene Lütke, am 3. Januar 1887 im westfälischen Mechede geboren.

Aufgewachsen war Macke in Bonn. In den Jahren von 1904 und 1905 studierte er an der Kunstakademie in Düsseldorf. Anschließend war er bis 1906 an der dortigen Kunstgewerbeschule Schüler von F. H. Ehmcke. Während seiner Studienzeit reiste er nach Italien, Holland, Belgien und London. Außerdem fertigte er in dieser Zeit Bühnenbilder und Kostüme für das Schauspielhaus in Düsseldorf an. 1907 fand seine erste Reise nach Paris statt. Er traf dort auf die französischen Impressionisten. Danach besuchte er in Berlin den Malunterricht von Lovis Corinth.

In den Jahren 1908 und 1909 folgte der freiwillige Militärdienst. Im gleichen Jahr heiratete er Elisabeth Gerhardt. Tegernsee wurde der neue Wohnsitz des Paares. Auf einer Reise in die Schweiz lernte er den Schweizer Maler Louis René Moilliet kennen. August Macke absolvierte seinen zweiten Paris-Besuch. Dabei ließ er sich in seinem Schaffen von den "Fauves", den Pariser Wilden, leiten. Bereits in dieser Zeit wiesen seine Werke die typischen Merkmale auf: starke Farbigkeit, klare Formen und Großzügigkeit in der Bildkomposition. 1909 begegnete er Franz Marc, mit dem ihm nicht nur ein reger Briefwechsel über Kunst verband, sondern auch ein freundschaftliches Verhältnis.

Im gleichen Jahr nahm Macke an der zweiten Ausstellung der "Neuen Münchener Künstlervereinigung" teil, der Wassily Kandinsky vorsaß. 1911 beteiligte sich der Künstler mit drei Werken an der ersten Ausstellung des "Blauen Reiters" in der Galerie Thannhauser in München. Im Jahr darauf erschienen Mackes Beitrag "Die Masken" und ein Abdruck seines Bildes "Sturm" im Almanach des "Blauen Reiters". August Macke und Franz Marc, reisten nach Paris. Macke machte die Bekanntschaft von Robert Delaunay.

Daraufhin stattete Macke seine Bilder mit kubistischen und futuristischen Elementen aus. Er wandte sich Szenen aus dem Schaustellerhandwerk zu und Motiven von der Straße. Der Künstler verlegte seinen Wohnsitz in seine Geburtsstadt Bonn. 1912 stellte er einige Werke auf der "Sonderbundausstellung" in Köln aus, die der Öffentlichkeit die moderne Malerei in Deutschland präsentierte. Im folgenden Jahr wirkte er am "Ersten Deutschen Herbstsalon" von Herwarth Walden in Berlin mit, und er organisierte in Bonn eine Ausstellung der "Rheinischen Expressionisten". Macke zog in das schweizerische Hilterfingen am Thuner See.

In dieser Zeit entstand ein Teil seines Hauptwerkes, der Figurengruppen in der Landschaft zeigt. In ihnen verschmelzen vielfältige Einflüsse zu einem eigenen Malstil. 1914 unternahm August Macke zusammen mit Paul Klee und Louis René Moilliet eine Reise nach Tunesien, die zu einer neuen Entwicklung in seinen künstlerischen Mitteln wurde. Macke stieß in Tunesien auf ungewohnte Lichtverhältnisse, die er in seinen noch auf dieser Reise entstandenen Aquarellen voller Licht umsetzte und dabei die langgesuchten Farben entwickelte. Er nannte es die "Seligkeit der Farben".

Später malte er einige Motive in Öl wie zum Beispiel "Türkisches Café" (1914) oder "Tunesische Landschaft" (1914). Ab August 1914 nahm August Macke am Ersten Weltkrieg teil. In nur wenigen Jahren des künstlerischen Schaffens malte August Macke rund 500 Bilder. Seine Werke waren in der Bildgestaltung und Farbgebung prägend für die zeitgenössische moderne Malkunst. In der Hauptsache zeigen Mackes Bilder – im Gegensatz zu seinen Künstlerkollegen Kandinsky und Marc – Menschen im Alltag.

Er konzentrierte sich in seiner Motivik auf die äußere Erscheinungswelt. Die Bekanntschaft der Pariser Fauves Robert Delaunay und Henri Matisse brachte ihn auf eine intensive Farbigkeit in seinen Werken unter Beibehaltung der Gegenständlichkeit. Mackes Bilder leben von einer klaren Farbe. Auch die Lichtmalerei der Impressionisten nutzte er für sich aus.

Die Mehrzahl seiner Bilder strahlen eine positive Grundstimmung aus: Die beiden Bildtitel "Helle Frauen vor dem Hutladen" (1913) und "Frau mit Sonnenschirm vor dem Hutladen" (1924) zeigen Damen in modischer Kleidung. Das Werk "Großer Zoologischer Garten" (1912) zeigt Spaziergänger in einem Park. Dagegen erzeugen in dem Gemälde "Abschied" (1914), das Macke kurz vor seinem Tod schuf, die Farben eine düstere Stimmung.

August Macke fiel am 26. September 1914 als Soldat im Ersten Weltkrieg südlich von Perthes-les-Hurlus in der Champagne.

NameAugust Macke

Geboren am03.01.1887

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortMechede, Westfalen (D).

Verstorben am26.09.1914

TodesortHurlus (F)..les.Perthes

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