Biografie

Max Pechstein

NameMax Pechstein

Geboren am31.12.1881

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortZwickau (D).

Verstorben am29.06.1955

TodesortBerlin (D).

Max Pechstein

Der expressionistische Maler gehörte dem Künstlerzusammenschluss "Die Brücke" an, war aber davon der Künstler, der den expressionistischen Stil am wenigsten ausprägte. Max Pechstein vermied die starken Verzerrungen und betonte dagegen eher die Farbigkeit. Der Künstler schuf stark farbige Aktfiguren sowie Landschaften und Bildnisse im expressiven Stil. Durch das Studium der Kunst primitiver Naturvölker übernahm er archaische Elemente in seine Bildkomposition. Bis in sein Spätwerk hinein verarbeitete Pechstein Eindrücke seines Südseeaufenthalts...
Hermann Max Pechstein wurde am 31. Dezember 1881 in Zwickau als Sohn eines Fabrikarbeiters geboren.

Pechstein begann 1898 eine Lehre als Dekorationsmaler. Ab 1900 besuchte er die Staatliche Kunstschule und war ab 1902 Meisterschüler von Otto Gussmann an der Dresdner Kunstakademie. 1905 entstand sein erster Holzschnitt. Ein Jahr später traf er auf Erich Heckel, der ihn dazu bewegte, sich der expressionistischen Künstlervereinigung  "Die Brücke" anzuschließen. Im Jahr darauf hielt sich Pechstein für drei Monate in Italien und für neun Monate in Paris auf. Dort begegnete er Pariser Künstlern des Fauvismus, den Fauves – den Wilden. 1908 zog er nach Berlin um und trat der "Berliner Secession" bei. Die Künstlerwerke aus dem Kreis der "Brücke" stießen zur Ausstellung der "Berliner Secession" im Frühjahr 1910 auf keine Akzeptanz.

Pechstein gründete daraufhin die Gruppe "Neue Secession" mit. Zusammen mit Ernst Ludwig Kirchner betrieb er ab 1911 das MUIM-Institut – Moderner Unterricht im Malen. Dem Unternehmen war aber kein Erfolg beschert. "Die Brücke" trennte sich 1912 von der Gruppe "Neue Secession". Pechstein beteiligte sich im gleichen Jahr an der Ausstellung der "Berliner Secession" und wurde daraufhin aus "Der Brücke" ausgeschlossen. Im Sommer der Jahre 1909 bis 1912 hielt er sich an den Moritzburger Seen und an der Kurischen Nehrung in Ostpreußen auf. 1914 unternahm Max Pechstein eine Reise durch Europa, die ihn weiter führte über Hongkong zu den Palau-Inseln in der Südsee, den Kolonien des Deutschen Reichs. Dort studierte er die Kunst der Naturvölker, die ihn später in der Gestaltung seiner Werke inspirierte.

Im Ersten Weltkrieg fiel die Insel 1914 in japanische Hände, Pechstein zog sich nach Manila zurück. Seine Reiseerfahrungen verarbeitete er künstlerisch in den lithografischen Arbeiten "Reisebilder" und in einigen Ölgemälden. Davon erhalten ist lediglich "Monsumstimmung in Palau", die restlichen Arbeit sind durch die Kriegswirren verschwunden. Nach seiner Rückreise über New York und Amsterdam nach Berlin nahm Pechstein für ein Jahr am Krieg an der Westfront teil. 1918 gründete er zusammen mit Rudolf Belling und Erich Mendelsohn die Gruppe "Novembergruppe", die sich dem politischen Ziel der Novemberrevolution, das Ende der Deutschen Monarchie und die Gründung einer demokratischen Republik, anschloss. Die Künstler erhofften sich dadurch auch eine Erneuerung in der Kunst.

Im Jahr 1923 wurde Pechstein dann Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und erhielt eine Berufung als Professor. Bereits in dieser Zeit hielt sich der Künstler oft im pommerschen Leba auf, in dem er sich zuhause fühlte. Für das Deutsche Theater in Berlin, das unter der Leitung Max Reinhardts stand, war er als Bühnenbildner zu der Aufführung von Heinrich Kleists "Käthchen von Heilbronn" tätig . In den Jahren zwischen 1928 und 1933 erfolgten Reisen und Aufenthalte am Gerdasee, in der Schweiz und in Frankreich. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste Pechstein seinen Lehrstuhl abgeben. Er wurde mit einem Mal- und Ausstellungsverbot belegt. Zwei Jahre später stellte er seine Werke in den USA aus, dadurch sicherte er sie vor dem Zugriff des NS-Regimes.

Im Jahr 1937 wurde er aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen. Seine Kunstwerke stuften die Nazis als entartete Kunst ein. Auf der Ausstellung "Entartete Kunst" stellten sie ein Werk von Pechstein aus. Es folgte die Beschlagnahmung von insgesamt 326 Bildern aus Museen. Ab 1939 bis 1945 folgten abwechselnde Aufenthalte in Berlin, in Leba und am Koser See. Besonders in den letzten Kriegsjahren hatte er sich nach Pommern zurückgezogen. Nach Kriegsende folgte er dem Ruf der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und lehrte dort als Professor. 1952 wurde Pechstein dann mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Max Pechstein starb am 29. Juni 1955 in Westberlin.

NameMax Pechstein

Geboren am31.12.1881

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortZwickau (D).

Verstorben am29.06.1955

TodesortBerlin (D).

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