Biografie

Otto Dix

NameOtto Dix

Geboren am02.12.1891

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortGera (D).

Verstorben am25.07.1969

TodesortSingen (D).

Otto Dix

Der Maler und Graphiker präsentiert in seinen Bildern Gesellschaftskritik. Seine Erfahrungen und Eindrücke im Ersten Weltkrieg verarbeitete Otto Dix zu einer Anklage gegen den Krieg. Auch viele seiner übrigen Bilder mit den Themen Kriminalität oder Hunger zeigen das Hässliche und die dunklen Seiten des Lebens. In seinem Frühwerk ließ er sich sowohl vom Impressionismus als auch vom aufkommenden Expressionismus beeinflussen. Die Wirkungen seiner Bilder beruhen auf seinem schonungslosen Realismus. Ab 1936 malte Dix altmeisterliche Landschaftsbilder, die er mit spätgotisch inspirierter Realität und zeitkritischer Symbolik verband. 1944 wandte sich Dix von der altmeisterlichen Lasurmalerei wieder der modernen Alla-Prima-Malerei zu und kehrte zum expressionistischen Malstil seiner Frühzeit zurück...
Otto Dix wurde am 2. Dezember 1891 als Sohn einer Arbeiterfamilie in Gera geboren.

In den Jahren von 1898 bis 1906 besuchte Dix die Volksschule in Untermhaus bei Gera. Zugleich wurde er durch den Zeichenlehrer Ernst Schunke in seinen künstlerischen Talenten gefördert. Von 1906 bis 1914 absolvierte er bei Carl Senff eine Lehre als Dekorationsmaler. Durch ein Stipendium des Fürsten von Reuß konnte Dix an der Kunstgewerbeschule in Dresden studieren. Er wurde Schüler von Richard Guhr. Seine frühen Bilder weisen starke Einflüsse sowohl des Impressionismus als auch des Expressionismus auf. Ab 1912 beschäftigte er sich mit der Epoche der Renaissance. In dieser Zeit war Dix auf der Suche nach eigenen Ausdrucksformen; er widmete sich dem Futurismus, Dadaismus und Kubismus.

Im Jahr 1913 unternahm Otto Dix eine Reise zu Studienzwecken nach Österreich und Italien. In den Jahren von 1914 bis 1918 nahm er als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Er kam als MG-Schütze und durch die Feldartillerie an die Front nach Frankreich, Flandern und Russland. Seine Erfahrungen und Eindrücke vom Krieg wirken in seinen Bildern nach. Sein Werk "Schützengraben" gilt als massivste Anklage gegen das Kriegstreiben. Aber auch in anderen Bildern stellte er seine Kritik an der Gesellschaft dar – so wie in den Titeln "Der Streichholzhändler", "Prager Straße", "Venus des kapitalistischen Zeitalters" oder "Großstadt".

Die Bilder stellen die dunkeln Seite der Gesellschaft dar und erzielen ihre Wirkung durch die Offenheit seines Realismus. Seine Themen waren unter anderem Hunger, Kriminalität oder Prostitution, die die Hässlichkeiten des Lebens zeigten. 1919 kehrte er nach Dresden zurück. In der Zeit von 1919 bis 1922 studierte er an der Dresdener Kunstakademie und war Meisterschüler von Max Feldbauer und Otto Gußmann. Dort gründete er zusammen mit Conrad Felixmüller die "Gruppe 1919" der Dresdener-Sezession. Im Jahr darauf schuf Otto Dix kritische Gesellschafts-Collagen in der Malweise des Dadaismus. 1922 zog er nach Düsseldorf und im Jahr darauf, 1923, heiratete er Martha Koch.

Zwischen 1922 und 1925 absolvierte er ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Schüler von Heinrich Nauen und Wilhelm Herberholz. In dieser Zeit wurde er Mitglied des Kreises um Johanna Ey und der Gruppe "Das junge Rheinland". Es folgte der Umzug nach Berlin, wo er in den Jahren von 1925 bis 1927 lebte. Seine kritischen und analysierenden Werke erreichten ihren Höhepunkt. Otto Dix ging 1927 nach Dresden und übernahm dort bis 1933 einen Lehrstuhl an der dortigen Hochschule für Bildende Künste. 1931 wurde er ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er sein Amt aufgeben. Der Maler erhielt ein Ausstellungsverbot.

Er verließ Dresden und zog bei Singen auf Schloss Randegg. Mit der Übersiedlung nach Hemmenhofen am Bodensee ging auch ein Stilwechsel einher. Ab 1936 malte Dix altmeisterliche Landschaftsbilder, die er mit spätgotisch inspirierter Realität und zeitkritischer Symbolik verband. 1937 stuften die Nationalsozialisten seine Werke als "entartete Kunst" ein. Auf der Münchener Ausstellung "Entartete Kunst" im gleichen Jahr diffamierte das NS-Regime den Künstler. Schon zuvor im Jahr 1933 auf den beiden Ausstellungen "Spiegelbilder des Zerfalls" in Dresden und "Novembergeist - Kunst im Dienste der Zersetzung" in Stuttgart wurde Otto Dix von den Nationalsozialisten verunglimpft. Insgesamt 260 Werke von ihm wurden aus öffentlichen Museen entfernt, verkauft und zum Teil verbrannt.

Im Jahr 1939 wurde er mit einem Attentat auf Hitler in Verbindung gebracht, so dass der Maler verhaftet wurde. Noch im Jahr des Kriegsendes wurde Dix zum Volkssturm eingezogen. Im Elsaß geriet er dann in Gefangenschaft. 1946 wurde er aus der französischen Kriegsgefangenschaft in Colmar entlassen, und er kehrte nach Hemmenhofen am Bodensee zurück. 1959 wurde er mit dem Verdienstkreuz geehrt. Es folgten weitere Auszeichnungen sowohl in West- als auch in Ostdeutschland. Otto Dix stattete seit 1949 jährliche Besuche in Dresden ab. Dort druckte er Lithographien in der Werkstatt der Hochschule für Bildende Künste. Dix war ein vielbeschäftigter Künstler und Funktionsträger: 1954 wurde er zum Präsident der Sezession Oberschwaben, Bodensee gewählt.

Im Jahr 1955 wurde er als ordentliches Mitglied in der Westberliner Akademie der Künste aufgenommen. 1956 war er korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie der Künste in Ostberlin. Und von 1963 bis 1967 übernahm er den Vorsitz des Künstlerbundes Baden-Württemberg. 1967, nach einer Reise nach Griechenland, erlitt Otto Dix im November einen Schlaganfall mit Lähmung der linken Hand. 1968 wurden seine letzten Lithographien in der Erker-Presse St. Gallen gedruckt.

Otto Dix starb am 25. Juli 1969 in Singen.

NameOtto Dix

Geboren am02.12.1891

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortGera (D).

Verstorben am25.07.1969

TodesortSingen (D).

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