Biografie

David LaChapelle

Der US-amerikanische Fotograf und Regisseur avancierte mit seinen surrealen Bildwelten zu einem der populärsten Fotokünstler der Gegenwart. Als Meister glamouröser, erotischer Übertreibung prägte er, mit grellen und bunten Farben, die Menschen wie Objekte in einem fremden Weltbild zeigten, die Popkultur. 2005 erschien sein erster Film "Rize", ein Dokumentarfilm über die urbane Tanzkultur in den Schwarzenvierteln von Los Angeles. Durch seine große Affinität zum Musikbusiness erschloss sich die Kunst von David LaChapelle einem weltweiten Publikum…
David LaChapelle wurde am 11. März 1969 in Connecticut geboren.

Im Alter von 15 Jahren kam er Ende der 1970er Jahre nach New York, wo sich eine fotografische Avantgarde um Robert Mapplethorpe und Richard Avedon formierte. LaChapelle brach zunächst die Schule ab und erhielt eine Aushilfsstelle in der legendären Diskothek "Studio 54", New York. Neben Keith Haring machte er hier auch die Bekanntschaft mit Andy Warhol. Noch im selben Jahr verließ er New York wieder, um in North Carolina die Highschool abzuschließen. Drei Jahre später wurde er zurück in New York als freier Fotograf tätig. Großen Einfluss übte nun Warhol auf LaCapelle aus, für dessen "Interview-Magazine" er in den 1980er Jahren arbeiten konnte. Bald folgten Aufträge der renommiertesten Mode- und Lifestyle Magazine der Welt.

Es entstanden zumeist schwarz-weiße Fotostrecken, die ihm erste Popularität bescherten. Ab den 1990er Jahren inszenierte er Bildwelten surrealen Ausmaßes. Amanda LePore, eine Transsexuelle, wurde seine Muse. Mit grellen und bunten Farben zeigte er Menschen wie Objekte in einem fremden Weltbild. Seine Bigotterie einer rauschhaften Popkultur bescherte ihm ungezählte Aufträge zur Portraitierung von Musik- und Film-Stars. Bild-Inszenierungen u.a. von Mariah Carey, Naomi Campbell, Eminem, Courtney Love, Lil’ Kim, Britney Spears, Tom Jones, David Beckham, Whitney Houston, Madonna, Keith Richards oder Fleetwood Mac Ließen ihn selbst zum Star aufsteigen. Weiter führte er Regie in einigen Musikvideos; unter anderem von Christina Aguilera, Jennifer Lopez, No Doubt, Avril Lavigne, Moby, Elton John und The Dandy Warhols.

LaChapelle gewann indes zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeit, wie den Annual MVPA Award für das "Video des Jahres", MTV Europe Music Award für das "Beste Video", Art Director’s Club Award für das "BestesBuch-Design". 2005 erschien sein erster Dokumentarfilm "Rize" über eine urbane Tanzkultur, eine Art "Ghetto-Ballett" aus den Schwarzenvierteln von Los Angeles. Zur Vorbereitung hatte er 2004 auf dem Sundance Film Festival den Kurzfilm "Krumped" vorgestellt, dessen Material teilweise in "Rize" eingeflossen ist. 2006 erhielt er den Vito Russo Award. In Berlin zeigte er von Dezember 2006 bis Mai 2007 in der Helmut Newton Stiftung die Ausstellung "NEWTON NACHTWEY LA CHAPELLE: MEN, WAR & PEACE".

NameDavid LaChapelle

Geboren am11.03.1969

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortConnecticut (USA).