Biografie

Karl Lagerfeld

Der deutsche Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner zählt zu den anerkanntesten und populärsten Modemachern der Welt. Insbesondere durch seine klaren Kreationen entwickelte er sich zur Leitfigur der internationalen Mode- und Designer-Szene. Neben der Mode entdeckte er 1987 die Fotografie als neues Steckenpferd. 1996 erhielt er für seine Arbeiten den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie. Seit 1984 Chefdesigner bei Chanel, belebt Karl Lagerfeld den Chanel-Stil durch immer neue Vatianten. Ab den 1990er Jahren entwarf er auch Kostüme für klassische Theaterstücke. Für seine Kreationen wurde er mit den renommiertesten Ehrungen der Branche bedacht...

Die einflussreichsten Mode-Designer des 20. Jhs.
Menschen und Marken
Karl Lagerfeld wurde am 10. September 1938 als Sohn eines Hamburger Kaufmanns geboren.

Lagerfeld wuchs als Sohn des Hamburger Dosenmilch-Fabrikanten (Glücksklee-Milch-GmbH) Otto Lagerfeld und dessen Frau Elisabeth in wohlhabenden Verhältnissen auf. Die Schule brach er 1953 vorzeitig ab, um im Alter von 14 Jahren mit seiner Mutter nach Paris zu reisen und sich dort niederzulassen. Zunächst besuchte er dort eine Privatschule und das Lycee Montaigne. Seine berufliche Karriere begann er im Jahr 1954, als er beim Internationalen Wollsekretariat für einen Mantelentwurf mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Die Entwürfe Lagerfelds entstanden im Atelier des französischen Designers Pierre Balmain, bei dem er seine erste Anstellung erhielt. Hier absolvierte er auch von 1954 bis 1957 eine Schneiderlehre. 1958 trat Lagerfeld aus diesem Beschäftigungsverhältnis aus, um sich als freischaffender Designer in der französischen Hauptstadt zu betätigen.

Zugleich war er bereits von 1958 bis 1963 künstlerischer Direktor bei Jean Patou. Im Anschluss daran wechselte Karl Lagerfeld 1963 als künstlerischer Direktor zu Chloé. Er entwarf auch zahlreiche Pelzmodelle für Fendi und schuf Kreationen für das Label Coco Chanel. Aufträge für das renommierte Modehaus Chanel bescherten ihm erste internationale Beachtung. 1974 gründete der Designer in der Bundesrepublik sein erstes selbständiges Unternehmen unter dem Namen "Karl Lagerfeld Impression". Von 1978 bis 1982 arbeitete Lagerfeld als freier Designer für diverse Häuser. Von 1980 bis 1984 war Lagerfeld als Gastprofessor der Modeklasse an der Universität für angewandte Kunst Wien tätig, seine Nachfolgerin wurde Jil Sander. 1984 folgten erste Prêt-à-Porter-Kollektionen für Chanel und die Eröffnung von Lagerfelds erstem Modehaus an der Pariser Champs-Elysées. Im selben Jahr wurde er auch Chef-Designer des Traditionshauses Chanel.

Ab 1987 war Lagerfeld auch für weitere Textilhersteller tätig, mit denen er unter dem Label "KL" Kollektionen produzierte. Hinzu kamen Kostümentwürfe für Filme und Opern sowie erste Aufnahmen als Mode- und Werbefotograf. Ab 1990 förderte Kar Lagerfeld das deutsche Model Claudia Schiffer, in der er die zweite Brigitte Bardot sah, und setzte sie fortan bei Chanel international als Hausmannequin ein. Schiffer entwickelte sich unter der Förderung von Karl Lagerfeld zum teuersten Fotomodel der Welt und repräsentierte eine neue Generation ihrer Berufssparte, die die Tätigkeit als Model mit dem internationalen Ruhm eines Weltstars verband. Von 1988 bis 1996 entstanden gemeinsame Arbeiten mit dem Modehaus "Steilmann". Ab 1996 folgten Lagerfeld Kollektionen für das deutsche Versandhaus "Quelle".

Der deutsche Designer wurde indes mit zahlreichen Preisen, nicht nur für seine Modekreationen sondern auch für sein fotografisches Kunstschaffen, ausgezeichnet. Große Beachtung in den Medien fand 2000 seine radikale Diät nach den Vorgaben des Arztes Jean-Claude Houdret, bei der Lagerfeld in kurzer Zeit über 40 Kilo seines Körpergewichts verlor. Gemeinsam mit seinem Arzt veröffentlichte er 2002 über die Diät das Buch "Karl Lagerfeld, Jean-Claude Houdret: Die 3D-Diät". Im Oktober 2003 wurde Lagerfeld im Rahmen des World Awards von Michail Gorbatschow mit dem "World Fashion Award" ausgezeichnet. Für das schwedische Modehaus H&M kreierte Lagerfeld zur Herbstkollektion 2004 eine exklusive und kostengünstige Mode-Linie für Damen und Herren. Bei den Prêt-à-Porter Schauen im Oktober 2005 in Paris, präsentierte Lagerfeld erstmals drei Kollektionen. Zum einen für Chanel und Cloé sowie die erste Kollektion der verjüngten Ausgabe seiner eigenen Linie "Lagerfeld Gallery".

Karl Lagerfeld wurde am 1. Dezember 2005 mit dem "Bambi" in der Kategorie "Kreativität" ausgezeichnet, dem größten Medienpreis, den Deutschland zu vergeben hat. Vom 11. November 2006 bis 18. Februar 2007 wurden 350 Fotografien und Multimedia-Installationen Lagerfelds in der Berliner Galerie C/O Berlin ausgestellt. Unter dem Titel "One Man Show" zeigten sie alle das US-amerikanische Fotomodell Brad Kroenig, das der Designer entdeckt und gefördert hat. Über Lagerfelds Privatleben ist nur wenig bekannt. Anfang der 1970er Jahre lernte er in Paris den Lebenskünstler Jacques de Bascher kennen, mit dem er in den folgenden 20 Jahren sein Leben teilte. Jacques de Bascher erkrankte 1983 an Aids. Karl Lagerfeld begleitete ihn sechs Jahre lang durch die Krankheit, der er sich 1989 geschlagen geben musste.

Karl Lagerfeld lebt abwechselnd in Paris, Monaco und Biarritz.


Die einflussreichsten Mode-Designer des 20. Jhs.
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NameKarl Lagerfeld

Geboren am10.09.1938

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortHamburg (D).

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