Biografie

Ben Becker

Der deutsche Schauspieler zählt zur jungen Elite der europäischen Schauspielkunst. In zahlreichen Rollen verkörperte er einzigartig den starken Charaktertypen. Der Wahl-Berliner mit der markant rauchigen Stimme konnte die renommiertesten Preise des deutschen Films entgegennehmen. Populär wurde Ben Becker mit Filmen wie "Landschaft mit Dornen", "Schlafes Bruder" oder "Comedian Harmonists". Zu seinem Engagement zählen, neben der Schauspielerei und der Musik, auch ausgefallene, poetische Interpretationen...
Ben Becker wurde am 19. Dezember 1964 in Bremen als Sohn des Schauspieler-Ehepaares Monika Hansen und Rolf Becker geboren.

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Ben Becker mit seiner Schwester Meret Becker in Berlin bei seiner Mutter und deren Lebensgefährten, dem Schauspieler Otto Sander. Als Kind war Becker schon an Hörspielen beteiligt, so beispielsweise in "Die 3 Fragezeichen und der Automarder". Später fand er bei Otto Sander ein starkes Vorbild und entschied sich für eine Schauspielausbildung. Becker hatte Theaterengagements und trat in unterschiedlichen Film- und Fernsehproduktionen auf.

Seine erste Rolle beim Film hatte Becker im Jahr 1983 in "Eine Liebe in Deutschland" mit Hannah Schygulla und Armin Mueller-Stahl. 1978 spielte er erstmals in einer "Tatort"-Episode. 1991 und 1995 war er zweimal als "Stefan Triest" in der Krimi-Reihe "Polizeiruf 110" zu sehen. Für seine Rolle im Fernsehfilm "Landschaft mit Dornen" erhielt Becker im Jahr 1991 den Adolf-Grimme-Preis in Silber, für seine Rolle in der "Polizeiruf 110"-Folge "Totes Gleis" bekam er den Adolf-Grimme-Preis in Gold. Ab Mitte der 1990er Jahre war Becker dann immer häufiger in großen Produktionen zu sehen und schaffte den Durchbruch im Jahr 1995 mit dem Drama "Schlafes Bruder".

Zwei Jahre später spielte Becker den Manager der "Comedian Harmonists" im gleichnamigen Kinofilm mit seiner Schwester Meret, Heino Ferch, Katja Riemann und Kai Wiesinger. Gemeinsam bekamen sie dafür im Jahr 1998 den Spezial-Preis des "Bayerischen Filmpreises". Ben Becker inszenierte aber auch eigene Theaterstücke wie "Sid and Nancy" mit Schwester Meret in der Hauptrolle und schrieb Kurzgeschichten. Allerdings gab er sich auch damit nicht zufrieden und versuchte sich als Musiker. 1997 brachte er seine erste CD "Und lautlos fliegt der Kopf weg" auf den Markt.

Im gleichen Jahr stand er aber auch für Fernsehproduktionen vor der Kamera. Im Krimi "Gegen den Strom" spielte er einen Kripobeamten, in den Thrillern "Die Sieben Feuer des Todes", mit Iris Berben und Hannes Jaenicke, und in "Spiel um dein Leben" war er zu sehen. Sein zweites Musik-Album brachte Becker im Jahr 2000 zusammen mit Xavier Naidoo heraus. Hierbei handelt es sich um den Sampler "Rilke-Projekt", auf dem Becker und Naidoo Werke des deutschen Dichters musikalisch ausschmückten. 2001 war Becker an dem Berlinale-Film "Frau 2 sucht Happy End" als Schauspieler beteiligt und lieferte für den Soundtrack den Song "Engel wie wir".

Kurz darauf erschien Beckers drittes Album "Wir heben ab". Beckers Projekte blieben weiterhin außergewöhnlich. So lieh er seine Stimme dem Boxer Muhammad Ali auf der Hörbuch-CD "King Of The World" und verwirklichte mit Alexander Hacke die CD "Fieber - Tagebuch eines Aussätzigen". Hierauf rezitierte Becker bislang unveröffentlichte Gedichte seines exzentrischen Schauspielerkollegen Klaus Kinski. Die Rolle des Franz Sass in dem Kinofilm "Sass" aus dem Jahr 2001 zählt zu Beckers weiteren Filmprojekten. Im gleichen Jahr spielte er in der Peter Zadek-Inszenierung "Bash - Stücke der letzten Tage" in den Hamburger Kammerspielen.

Eine seine eindrucksvollsten Charakterdarstellungen leistete Ben Becker 2006 in dem von Oliver Hirschbiegel realisierten Drama "Ein ganz gewöhnlicher Jude". Das Stück ist eine One-Man-Show, die durch die selbstbewussten und bisweilen zynischen Reflexionen von Becker getragen wird. Die mutige Entscheidung, einen 90minütigen Monolog in die Kinos zu bringen, wurde von Publikum und Kritikern gleichermaßen gewürdigt. 2009 und 2010 stand er für "Der Tiger oder was Frauen lieben", nach der Regie von Niki Stein, und "Habermann" vor der Kamera.

Ben Becker ist mit Anne Seidel liiert und Vater der gemeinsamen Tochter Lilith (geb. 2000).
1983: Eine Liebe in Deutschland
1987: Eine geschlossene Gesellschaft
1987: Tatort – Tod im Elefantenhaus
1988: Lindenstraße (Besuch aus Berlin)
1988: Der Alte
1989: Der Landarzt
1991: Tatort – Tod im Häcksler
1991: Landschaft mit Dornen (Fernsehfilm)
1991: Das serbische Mädchen
1994: Polizeiruf 110 – Totes Gleis
1995: Schlafes Bruder
1995: Tatort – Die Kampagne
1996: Die Bibel – Samson und Delila
1996: Alles nur Tarnung
1997: Gegen den Strom
1997: Comedian Harmonists
1998: Tatort – Bienzle und der Champion
1999: Sturmzeit (5-teiliger Fernsehfilm, Folge I–III)
1999: Ein Lied von Liebe und Tod (Gloomy Sunday)
1999: Der Einstein des Sex
2000: Marlene
2001: Frau2 sucht HappyEnd
2001: Sass
2001: Trenck – Zwei Herzen gegen die Krone
2005: Ein ganz gewöhnlicher Jude
2005: Max und Moritz Reloaded
2006: Ab durch die Hecke (Synchronisation)
2006: Happy Feet (Synchronisation)
2007: Esperanza (Erzähler)
2007: Die Rote Zora
2007: Luther – Kampf mit dem Teufel
2008: Chaostage
2009: Der Tiger oder was Frauen lieben
2010: Habermann
Ben Becker
c/o Agentur Drews
Kurfürstendamm 224
10719 Berlin
Deutschland
1991:
Adolf-Grimme-Preis in Silber für "Landschaft mit Dornen"

1994:
Adolf-Grimme Preis in Gold für "Totes Gleis" der Krimi-Reihe "Polizeiruf 110"

1997:
Berliner Bär (BZ-Kulturpreis)

1998:
Goldene Kamera für seine Darstellung des Robert Biberti in "Comedian Harmonists"

1998:
Bayerischer Filmpreis: Spezial-Preis für "Comedian Harmonists"

2000:
Publikumspreis Goldener Vorhang

NameBen Becker

Geboren am19.12.1964

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortBremen (D).