Biografie

Iris Berben

Die deutsche Schauspielerin feierte 1968 ihr Kinodebüt in der Edgar Wallace-Verfilmung "Der Mann mit dem Glasauge". Erste Popularität brachte ihr die humoristische Fernsehserie "Zwei himmlische Töchter", ehe sie gemeinsam mit Diether Krebs durch die Comedy-Reihe "Sketchup" führte. Ab den 1980er Jahren avancierte Iris Berben als feminine und starke Mimin zu gefragten Charakterdarstellerin. Indes trat sie mehrfach als für ihre politischen und humanistischen Ziele, wie gegen den Antisemitismus, in Erscheinung, wofür sie mit dem Bundesverdienstkreuz und dem "Leo-Baeck-Preis" bedacht wurde. Zu weiteren erfolgreichen Filmen zählen "Der Froschkönig", "Rennschwein Rudi Rüssel", "Peanuts" und "Das Kommando"...
Iris Berben wurde am 12. August 1950 in Detmold als Tochter eines Gastronomen geboren.

Nach der Scheidung ihrer Eltern zog sie mit ihrer Mutter nach Hamburg. Dort besuchte sie die Grundschule und danach mehrere Internate. Vor dem Abitur brach sie ihre schulische Ausbildung ab. Berben war in der Hamburger Protestszene aktiv und kam Ende der 1960er Jahre zum Film. Sie nahm Tanz- und Bewegungsunterricht in London und absolvierte eine Sprech- und Gesangsausbildung in Berlin. Ab dem Jahr 1967 spielte sie erste Rollen in Kurzfilmen der Hamburger Kunsthochschule und schaffte nur ein Jahr später ihr Kinodebüt in "Der Mann mit dem Glasauge".

Danach sah man sie auch im Fernsehen, wie in dem Film "Brandstifter". Erste Popularität brachte ihr die Fernsehserie "Zwei himmlische Töchter" an der Seite von Ingrid Steeger. In den 1970er Jahren folgten weitere TV- und Kinorollen, doch der große Erfolg ließ auf sich warten. 1971 wurde ihr Sohn Oliver geboren. In den 1980er Jahren wuchs die Popularität von Iris Berben und schließlich schaffte sie im Jahr 1985 den Durchbruch an der Seite von Diether Krebs. Mit ihm spielte sie in der erfolgreichen Comedy-Reihe "Sketchup".

Auch für Krimi-Serien wie "Der Alte", "Derrick" und "Soko" stand Berben vor der Kamera, genauso wie für die Familien-Saga "Die Guldenburgs". Berben erspielte sich eine hohe Publikumsgunst und wurde eine der beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen wie im Jahr 1987 die "Goldene Kamera" und im Jahr 1989 der "Bambi". Auch mit ihrem Sohn, dem Produzenten Oliver Berben, arbeitete die Schauspielerin zusammen. Unter anderem waren sie gemeinsam an "Das Miststück" (1998) und an einigen Folgen der Serie "Rosa Roth" beteiligt.

Im Jahr 1991 entstand "Der Froschkönig" und 1994 "Rochade". 1995 erschien die komödiantische Produktion "Rennschwein Rudi Rüssel" in den Kinos. Berben wurde Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung. 1997 zeichnete sie Bundespräsident Roman Herzog für ihr gesellschaftliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz aus. 1998 war Berben in den TV-Filmen "Andrea und Marie", "Vergewaltigt" und den Kinoproduktionen "Frau Rettich, die Czerni und ich" und "Bin ich schön?" zu sehen. Zu ihren weiteren Arbeiten zählt der Kino-Klamauk "666 - Trau keinem, mit dem du schläfst", der im Jahr 2002 in den deutschen Kinos anlief.

Für ihren Einsatz im Kampf gegen den Antisemitismus in Deutschland wurde Iris Berben im September 2002 vom Zentralrat der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, mit dem "Leo-Baeck-Preis" bedacht. Michael Verhoeven inszenierte im selben Jahr ihre gegenüberstellenden Lesungen aus den Tagebüchern von Anne Frank und Josef Goebbels. Im Februar 2004 wurde sie mit der Goldenen Kamera für ihr 10jähriges TV-Jubiläum mit "Rosa Roth" ausgezeichnet. Im Juni desselben Jahres erhielt sie von Michail Gorbatschow im Rahmen des "World Woman´s Award" in Hamburg den "World Tolerance Award".

Ebeno wurde sie 2004 und 2005 mit der "Romy" ausgezeichnet. 2005 stand sie für die Produktionen "Die Patriarchin", "Das Kommando" und "Silberhochzeit" vor der Kamera. Im selben Jahr erhielt Berben den Bayrischen Verdienstorden verliehen. Im Januar 2007 wurde Berben mit dem Karl-Valentin-Orden ausgezeichnet.
1968 - Detektive
1968 - Edgar Wallace - Der Mann mit dem Glasauge
1969 - Brandstifter
1970 - Stehaufmännchen
1970 - Laßt uns töten, Companeros
1970 - Supergirl
1976 - Duett zu dritt
1978 - Zwei himmlische Töchter
1980 - Ach du lieber Harry
1982 - Schwarzfahrer
1985 - Beinahe Trinidad
1985/1986 - Sketchup
1986/1990 - Das Erbe der Guldenburgs
1988 - Tagebuch für einen Mörder
1991 - Der Froschkönig
1994/... Rosa Roth
1994 - Rennschwein Rudi Rüssel
1996 - Peanuts
1997/98 - Bin ich schön?
1998 - Andrea & Marie
2000 - Ein mörderischer Plan
2000 - Das Teufelsweib
2001 - Dienstreise
2001 - Wer liebt, hat Recht
2001 - 666 - Trau keinem, mit dem Du schläfst
2002 - Fahr zur Hölle, Schwester
2002 - Die schöne Braut in Schwarz
2004 - Und jetzt Israel? (Dokumentation)
2004 - Schöne Witwen küssen besser
2005 - Die Patriarchin
2005 - Das Kommando
2005 - Silberhochzeit
2006 - Die Mauer-Berlin ´61
2007 - Afrika, mon Amour, 3-Teiler

NameIris Berben

Geboren am12.08.1950

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortDetmold (D).