Biografie

Franz Beckenbauer

Der Fußballer, Trainer, Sportmanager und Funktionär stellt seit 2009 den Ehrenpräsidenten des FC-Bayern München. Von 1994 bis 2009 war er Präsident des Vereins. Er unterstützte als Vorsitzender des Bewerbungskomitees erfolgreich die Bewerbung Deutschlands um die Weltmeisterschaft 2006. Neben seinen Engagements für den FC Bayern war er einer der Vizepräsidenten des DFB. Als Profi avancierte Franz Beckenbauer zu einem der besten Fußballer aller Zeiten. Er wurde Europameister 1972, Weltmeister 1974 sowie 1969, 1972, 1973, 1974 mit dem FC Bayern München und 1982 mit dem Hamburger SV Gewinner der Deutschen Meisterschaft. Nach seiner aktiven Karriere als Fußballer (1983) war er als Sportfunktionär, Werbeträger, Geschäftsmann und einflussreicher Kolumnist tätig. Als Teamchef führte der "Kaiser" des deutschen Fußballs die Deutsche Nationalmannschaft 1990 zur Weltmeisterschaft…

Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
Franz Beckenbauer wurde am 11. September 1945 in München als Sohn eines Postbeamten geboren.

Aufgewachsen ist er in behüteten Verhältnissen bei seinen Eltern. Nach Abschluss der Volksschule absolvierte Beckenbauer eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Zu dieser Zeit war er bereits seit einigen Jahren aktiver Spieler beim SC München 1906. Nach einigen erfolgreichen Jahren trat Beckenbauer 1958 als Stammspieler beim FC Bayern München ein, wo er in den folgenden zwei Jahrzehnten eine glänzende Karriere zum Profi vollzog. Als Angestellter der Bayrischen Versicherungs-Bank machte er zu beginn der 1960er Jahre die Bekanntschaft zu seiner Kollegin Ingrid. 1963 wurde aus dieser Beziehung sein erster Sohn Thomas geboren. Erste Schlagzeilen waren die Folge, da Beckenbauer gerade 16 Jahre alt war.

Die Beziehung hatte er kurz darauf wieder gelöst. Im September 1966 hatte Beckenbauer, der indes zum sportlichen Nachwuchstalent avanciert war, zur WM-Qualifikation seinen ersten Einsatz als Spieler der Nationalmannschaft. Im selben Jahr heiratete der Fußballspieler Brigitte Wittmann, mit der er die zwei Söhne Michael und Stefan bekam. Sohn Thomas aus seiner ersten Beziehung wurde adoptiert. Als Fußball-Star spielte er bereits bei der Weltmeisterschaft 1966, in der jedoch Deutschland nach dem legendären Tor von Wambley 4:2 ausschied. 1969 wurde er mit dem FC-Bayern erstmals Deutscher Meister. 1970 wurde Beckenbauer mit der DFB-Auswahl in Mexiko gegen Italien WM Dritter. Seinen sportlichen Höhepunkt als Spieler feierte er 1974, als er mit der Deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel mit 2:1 Toren gegen die Niederlande errang.

Für sein souveränes Ballspiel wurde Franz Beckenbauer 1972 und 1976 zu "Europas Fußballer des Jahres" gekürt. Als Spieler beim FC-Bayern wurde er 1972, 1973, 1974 erneut Deutscher Meister und Deutscher Pokalsieger. 1974 bis 1976 gewann er mit dem FC Bayern dreimal den Europapokal der Landesmeister in folge. Indes machte der zum "Fußball Kaiser" ausgerufene Spieler privat zahlreiche Schlagzeilen: 1974 wurde ohne Prozess eine Steuernachzahlung in Höhe von 1,8 Millionen DM fällig. 1977 wechselte er für drei Jahre zum amerikanischen Team "Cosmos New York". Hier spielte er an der Seite von Pelé, woraus sich schnell eine Freundschaft ergab. In seinen drei Jahren in New York wurde er dreimal US-Meister. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er stürmisch gefeiert.

Beckenbauer verpflichtete sich darauf beim "Hamburger SV", bei dem er 1982 seinen fünften Meistertitel gewann. Am 1. Juli 1982 erklärte Franz Beckenbauer seinen Rücktritt vom aktiven Profi-Fußball. Er zog sich 1983 nach Kitzbühel zurück, wo er seine Leidenschaft zum Golf-Sport fand. 1984 berief man Beckenbauer zum Trainer der Nationalmannschaft. Da dieser jedoch keine Trainer-Lizenz besaß, begründete der DFB die Funktion des DFB-Teamchefs. In dieser Funktion führte er die Deutsche Nationalmannschaft zunächst 1986 zur Vizeweltmeisterschaft und 1990 zur Weltmeisterschaft. 1990 heiratete Beckenbauer in zweiter Ehe die ehemalige DFB-Sekretärin Sybille Weimar, nachdem seine erste Ehe kurz zuvor geschieden worden war.

In der Saison 1990/91 arbeitete Beckenbauer für Olympique Marseille, zunächst als Cheftrainer, später dann als technischer Direktor. Er erreichte mit Marseille das Endspiel des Europapokals der Landesmeister gegen Roter Stern Belgrad, das aber nach einem 0:0 n.V. mit 3:5 im Elfmeterschießen verloren wurde. Am 25. November 1991 wurde Franz Beckenbauer zum Vizepräsidenten des FC Bayern München gewählt. Seit 1994 war er Präsident des FC Bayern München. 1994 trainierte Beckenbauer den FC Bayern München, um ihn noch im selben Jahr zur Deutschen Meisterschaft zu führen. Für seine Verdienste um den Sport zeichnete man Beckenbauer mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse aus. Weiter bescherte ihm sein Einsatz für den "FC Bayern" den Bayrischen Verdienstorden.

Neben seinen Verpflichtungen beim "FC Bayern" und seiner Passion, dem Golf-Sport, widmete er sich einer intensiven Promotionstätigkeit für unterschiedliche Unternehmen. Beckenbauer wurde 2000 Leiter des Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. In dieser Hinsicht kam Beckenbauer Mitte 2002 anlässlich seiner Trennung von Sybille Weimar wiederholt in die Schlagzeilen der Klatschpresse. Er hatte sich von seiner Frau getrennt, um fortan mit seiner neuen Lebensgefährtin Heidrun Burmester zusammen zu leben. Aus dieser Beziehung gingen die Kinder Joel und Francesca hervor. Die Scheidung erfolgte im November 2004. Nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Bundestrainer am 24. Juni 2004, gründete Franz Beckenbauer die Trainerfindungskommission (TFK), um einen neuen Bundestrainer für die deutsche Nationalmannschaft zu finden.

Diese Position nahm 2004 Jürgen Klinsmann ein. Im September 2004 wurde Franz Beckenbauer in Zürich mit dem Jahrhundert-Verdienstorden des Fußball-Weltverbandes FIFA geehrt. Im April 2005 wurde ihm der 8. Zukunftspreis der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Bonn verliehen. Beckenbauer wurde am 1. Dezember 2005 der "Millenium Bambi" für sein Lebenswerk verliehen. Es war das inzwischen fünfte goldene Reh des "Kaisers". Beckenbauer und Heidi Burmester heirateten am 23. Juni 2006 in Oberndorf. 2007 erhielt Beckenbauer den Laureus World Sports Award für sein Lebenswerk verliehen. 2008 wurde er in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Im Jahr 2009 wurde er mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet. Ende November 2009 beendete Frank Beckenbauer seine Tätigkeit als Präsident des FC Bayern München e. V. sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG. Sein Nachfolger wurde am 1. Dezember 2009 Uli Hoenes. Beckenbauer wurde zum Ehrenpräsidenten berufen.


Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft
1966
Vizeweltmeister, DFB

1967
Europapokal der Pokalsieger: Sieger, Bayern München

1969
Deutscher Meister, Bayern München

1972
Deutscher Meister, Bayern München

1973
Deutscher Meister, Bayern München

1974
Europapokal-der-Landesmeister-Sieger, Bayern München

1974
Deutscher Meister, Bayern München

1974
Weltmeister, DFB

1975
Europapokal-der-Landesmeister-Sieger, Bayern München

1976
Europapokal-der-Landesmeister-Sieger, Bayern München

1976
Weltpokalsieger, Bayern München

1966
Deutscher Pokalsieger DFB-Pokal, Bayern München

1967
Deutscher Pokalsieger DFB-Pokal, Bayern München

1969
Deutscher Pokalsieger DFB-Pokal, Bayern München

1971
Deutscher Pokalsieger DFB-Pokal, Bayern München

1970
WM-Dritter, DFB

1972
Europameister, DFB

1976
Vize-Europameister, DFB

1977
US Meister (Soccer Bowl), Cosmos New York

1978
US Meister (Soccer Bowl), Cosmos New York

1980
US Meister (Soccer Bowl), Cosmos New York

1982
Deutscher Meister, Hamburger SV

1982
UEFA-Cup-Zweiter, Hamburger SV

1990
Weltmeister, DFB (Trainer)

1986
Vizeweltmeister, DFB (Trainer)

1994
Deutscher Meister, Bayern München (Trainer)

1996
UEFA-Cup-Sieger, Bayern München (Trainer)
FC Bayern München
c/o Franz Beckenbauer
Säbener Str. 51
DE-81547 München

T.: 0049 +89 6 99 31 - 0
F.: 0049 +89 64 41 65
1966
Silbernes Lorbeerblatt

1967
Silbernes Lorbeerblatt

1976
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

1982
Bayerischer Verdienstorden

1986
Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

1986
Bambi, Deutscher Medienpreis

1990
Bambi, Deutscher Medienpreis

1995
Bambi, Deutscher Medienpreis

2000
Bambi, Deutscher Medienpreis

2004
Jahrhundert-Verdienstorden des Fußball-Weltverbandes FIFA

2004
Ehrendoktor der Nationalen Sportakademie Sofia

2005
Bambi in der Kategorie Millennium-Bambi, Deutscher Medienpreis

2005
Persönlicher Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten beim Bayerischen Sportpreis

2006
Großer Verdienstorden am Bande des Südamerikanischen Fußballverbandes Conmebol

2006
Auszeichnung mit der "Goldenen Sportpyramide" der Deutschen Sporthilfe für sein Lebenswerk

2006
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

2006
Walther-Bensemann-Sonderpreis bei der Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises

2007
Auszeichnung "Genie des Weltfußballs" durch die IFFHS

2007
Laureus World Sports Awards Preis für das Lebenswerk

2008
Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports

2009
Verdienstorden des Landes NRW

2009
Ehrenpräsident des FC Bayern München

NameFranz Beckenbauer

Geboren am11.09.1945

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortMünchen (D).