Biografie

Alexej von Jawlensky

NameAlexej von Jawlensky

Geboren am25.03.1864

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortTorschk (RUS).

Verstorben am15.03.1941

TodesortWiesbaden (D).

Alexej von Jawlensky

Der russische Maler war ein Repräsentant des deutschen Expressionismus. Doch im Gegensatz zu den meisten Expressionisten verwendete Alexej von Jawlensky seine Farben als Symbol und nicht als dekoratives Kunstelement. Unter dem Einfluss der Pariser Fauvisten entstanden großflächige Bilder in starken Farben. 1924 gründete Alexej von Jawlensky mit Wassily Kandinsky, Paul Klee und Lyonel Feininger die Gruppe "Die Blauen Vier". Bei vielen seiner Bilder lassen schwarze Konturen die Leuchtkraft noch stärker erscheinen. Ab 1933, mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Jawlensky mit einem Ausstellungsverbot belegt. Ab 1934 nahm seine Gelenkentzündung solche Ausmaße an, dass Hand- und Kniegelenke gelähmt waren. Er konnte nur noch kleinformatige Bilder anfertigen. Seine abstrakten Porträts aus dieser Zeit nannte er "Meditationen"...
Alexej von Jawlensky wurde als fünftes Kind des Obersten Georgi von Jawlensky und dessen Frau Alexandra, geborene Medwedewa, am 25. März 1864 im russischen Torschk im Gouvernement Twer geboren.

Im Jahr 1869 wurde der Vater versetzt, und die Familie siedelte über nach Neswish in der Nähe von Minsk in Weißrussland. Die Mutter wählte 1874 Moskau als Wohnsitz, um ihre Kinder dort einer Adelsfamilie gemäß ausbilden zu lassen. Ab 1877 besuchte Alexej von Jawlensky die Kadettenschule in Moskau. Als er 1880 die Weltausstellung in Moskau erlebte, begeisterte er sich für die Malerei, mit der er sich seit dieser Zeit beschäftigte. Nachdem der Vater 1882 gestorben war und finanzielle Schwierigkeiten auftraten, besuchte Jawlensky statt wie erhofft die Kunstakademie die Moskauer Militärhochschule. 1889 ließ sich Jawlensky nach Petersburg versetzen, um dort an der Akademie Kunst zu studieren.

Im Jahr 1891 begegnete ihm die bekannte Malerin Marianne von Werefkin, Vertreterin des Realismus. Zusammen mit ihr unternahm er 1896 eine Reise durch Deutschland, Belgien und Holland, wo sie Museen und Galerien besichtigten. Im gleichen Jahr beendete er seinen Militärdienst. Seine Pension erlaubte ihm, die Laufbahn des Künstlers einzuschlagen. Er zog zusammen mit den Malern Igor Grabar und Dimitri Kardowsky sowie Marianne von Werefkin und seiner Freundin Helene Nesnakomoff nach München. Dort besuchte er die Azbè-Schule, wo er 1897 Wassily Kandinsky begegnete. Aus diesem Treffen entwickelte sich ein enges freundschaftliches Verhältnis. Zwei Jahre später folgte eine Studienreise nach Venedig. Nach seiner Rückkehr fing Alexej von Jawlensky als freier Künstler an zu arbeiten.

Im Jahr 1902 fertigte er zahlreiche Aktstudien an. Nach einer Reise nach Paris traf er in München auf den österreichischen Maler Alfred Kubin. Während seines Aufenthaltes im oberbayerischen Reichertshausen im Sommer 1904 inspirierte ihn die dortige Landschaft zu einigen Gemälden. Im Jahr darauf beteiligte sich der Maler mit sechs Werken an der Ausstellung im "Salon d`Automne" in Paris. In Frankreich studierte er in den Jahren 1905 und 1905 die Werke von Paul Cézanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Henri Matisse. Mit Matisse hatte er eine persönliche Begegnung, und dessen Bilder im Stil des Fauvismus beeinflussten Jawlenskys Schaffen zeitweise maßgeblich. 1906 unternahm der Künstler eine Reise nach Petersburg, um dort seine Bilder zu präsentieren.

Danach folgte ein Aufenthalt im bayerischen Wasserburg an der Inn. Neben Porträts schuf er auch Landschaftsbilder von der Region. Jawlensky orientierte sich dabei am Expressionismus, seine Bilder aus dieser Zeit waren geprägt von einfachen Formen. 1908 kam eine Zusammenarbeit zwischen ihm, Kandinsky und Werefkin im Murnauer Atelier von Gabriele Münter zustande. Im Jahr darauf gründeten er sowie Kandinsky, Werefkin, Kubin und Münter die "Neue Künstlervereinigung München". Neben Kandinsky wurde Jawlensky Zweiter Vorsitzender. Eine Gemeinschaftsausstellung der Vereinigung stieß beim Publikum und bei den Kunstrezensenten auf Kritik. Es folgten im Jahr 1910 Ausstellungen in Odessa und Kiew. Im Sommer 1911 entstanden während eines Aufenthaltes in Prerow/Darß Jawlenskys bekannteste Landschaftsbilder, die er in stark-leuchtenden Farben malte.

Es folgte die erste Einzelausstellung in der Ruhmeshalle in Barmen. 1912 trat er der Künstlervereinigung "Blauer Reiter" bei. In dieser Zeit freundete er sich mit Paul Klee und Emil Nolde an. Im Jahr darauf stellte Alexej von Jawlensky insgesamt 41 Gemälde auf der Futuristen- und Expressionisten-Ausstellung in Budapest und Lemberg aus. Noch im Kriegsjahr wurde er Mitglied der "Neuen Münchener Secession". Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges emigrierte der Künstler in das schweizerische St. Prex am Genfer See. Dort entstanden in den Jahren 1914 bis 1917 weitere Landschaftsvariationen. Zu seinem Bekanntenkreis zählten in dieser Zeit unter anderem Wilhelm Lehmbruck, Hans Arp, Hugo Ball und Paul Cassirer. Jawlensky beschäftigte sich mit den Arbeiten zur Bilderfolge der "Abstrakten Köpfe".

Eine Berufung an das Bauhaus-Institut im Jahr 1920 wies er aus Überzeugung von der Nichtlehrbarkeit der Kunst zurück. 1921 wählte er Wiesbaden als seinen Wohnsitz, nachdem er sich von der Malerin Marianne von Werefkin getrennt hatte. 1922 heiratete er seine langjährige Freundin Helene Nesnakomoff in Wiesbaden, mit der er seit 1902 einen Sohn hatte. Die Arbeiten zu den "Abstrakten Köpfen" setzte er intensiv fort. 1924 kam es zur Gründung der Gruppe "Die Blauen Vier" unter Mitwirkung von Wassily Kandinsky, Paul Klee, Alexej Jawlensky und Lyonel Feininger. Die erste Gruppen-Ausstellung erfolgte in San Francisco. 1925 unternahm Jawlensky eine Reise durch Deutschland, dabei kam ein Kontakt mit dem Maler und Zeichner George Grosz zustande.

Im Jahr 1927 machte sich erstmals seine Gelenkentzündung bemerkbar, die ihm später zu schaffen machte. Drei Jahre später musste er sich deswegen in Kliniken in Stuttgart und Piestany behandeln lassen. In dieser Zeit geriet der Künstler in finanzielle Schwierigkeiten. Er beantragte 1930 die deutsche Staatsbürgerschaft. Im gleichen Jahr begegnete er Karl Schmidt-Rottluff. Ab 1933, mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Jawlensky mit einem Ausstellungsverbot belegt. 1934 nahm seine Gelenkentzündung solche Ausmaße an, dass Hand- und Kniegelenke gelähmt waren. Er konnte nur noch kleinformatige Bilder anfertigen. Seine abstrakten Porträts aus dieser Zeit nannte er "Meditationen". 1934 erhielt der Künstler die deutsche Staatsbürgerschaft.

Im Jahr darauf traf er auf einer Schweizreise Paul Klee in Bern. 1937 wurden 65 seiner Arbeiten als "entartet" verunglimpft. Alexej von Jewlensky besuchte selbst die nationalsozialistische Ausstellung "Entartete Kunst" in München, wo er auf seine Bilder traf. 1938 war seine Krankheit so weit fortgeschritten, dass er das Bett nicht mehr verlassen konnte.

Alexej von Jawlensky starb am 15. März 1941 in Wiesbaden.

NameAlexej von Jawlensky

Geboren am25.03.1864

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortTorschk (RUS).

Verstorben am15.03.1941

TodesortWiesbaden (D).

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