Biografie

George Grosz

Der deutsche Künstler war früher Mitbegründer des "Dadaismus" in Deutschland und Mitglied der "Roten Gruppe Berlin". George Grosz avancierte durch seine Darstellungen des Großstadtlebens, der Rotlichtviertel und der Halbwelt, in Parallele zu Otto Dix, zu einem bedeutenden Vertreter der "Neuen Sachlichkeit". Er zählte zu den kompromisslosesten Gegnern des Nationalsozialismus. Anfang der 1930er Jahre emigrierte er in die USA, wo er 1938 amerikanischer Staatsbürger wurde. Ab 1940 begann er seine Lehrtätigkeit an der Columbia University of New York. 1953 eröffnete er in Long Island eine private Kunstschule. 1954 wurde er zum Mitglied des International Institute of Arts and Letters gewählt...
Georg Ehrenfried Grosz wurde am 26. Juni 1893 in Berlin geboren.

Aufgewachsen ist Grosz als Sohn des Gastwirts Karl Ehrenfried Groß und dessen Frau Marie Wilhelmine Luise, geb. Schultze, in Berlin geboren. 1898 zog die Familie nach Stolp in Pommern. Nach dem Tod des Vaters 1900 zog die Mutter mit ihm für kurze Zeit nach Berlin zurück. Bereits 1902 erfolgte die Rückkehr nach Stolp, wo die Mutter die Bewirtschaftung eines Offizierskasinos übernahm. Grosz besuchte dort die Oberrealschule bis zum Jahr 1908. Nach der Schule besuchte er von 1909 bis 1911 die Kunstakademie in Dresden, und von 1912 bis 1916 lernte er an der Kunstgewerbeschule in Berlin, wo er von Emil Orlik unterrichtet wurde.

Ab 1913 arbeitete er auch im Atelier Colarossi in Paris. 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger zum Ersten Weltkrieg. Nach einem Jahr wurde er nach einer Erkrankung kriegsunfähig. 1916 gründete er zusammen mit Wieland Herzfelde und Franz Jung die erste Dada-Zeitschrift mit dem Titel "Neue Jugend". 1917 erschien die sogenannte "Kleine Grosz-Mappe", die als frühes Beispiel des Dadaismus in Berlin gilt. 1918 nahm er zusammen mit Raoul Hausmann und Richard Huelsenbeck am ersten dadaistischen Vortragsabend in der Berliner Sezession teil. Zwischen 1919 und 1920 gründete er weitere Kunstzeitschriften wie "Die Pleite" oder "Der blutige Ernst".

Aufgrund seiner satirischen Karikaturen folgten die ersten Prozesse gegen Grosz. 1920 beteiligte er sich an der ersten internationalen Dada-Messe in Berlin. 1922 reiste er für sechs Monate in die UdSSR. Bis 1930 veröffentlichte er verschiedene grafische Folgen wie "Gott mit uns", "Das Gesicht der herrschenden Klasse" oder "Abrechnung folgt!". Aufgrund der Inhalte wurde er mehrfach wegen Pornografie und Gotteslästerung verurteilt. Ab 1922 folgten zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, wie bei Alfred Flechtheim 1929 in Berlin, 1922 in Hannover, 1924 in Paris, 1929 in Berlin, 1930 in Venedig, 1930 in New York und 1932 in Brüssel.

Im Jahr 1924 wurde Grosz Mitglied der "Roten Gruppe Berlin" und beteiligte sich 1925 an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim sowie 1929 an der Jubiläums-Ausstellung der "Novembergruppe". Auch machte er während dieser Zeit Bekanntschaft mit dem Profiboxer Max Schmeling, der ein begehrtes Modell für den Maler wurde. Aufgrund der politischen Entwicklungen Anfang der 1930er Jahre, reiste Grosz in die USA und wurde Gastdozent an der Students League in New York. Nach der Machtübernahme der NSDAP siedelte er ganz in die Vereinigten Staaten über und beantragte die amerikanische Staatsbürgerschaft, die ihm 1938 bewilligt wurde.

In Deutschland wurden seine Werke der "Entarteten Kunst" zugeordnet und 285 seiner Arbeiten aus deutschen Museen beschlagnahmt. Ab 1940 begann er seine Lehrtätigkeit an der Columbia University of New York. 1953 eröffnete er in Long Island eine private Kunstschule. 1954 wurde er zum Mitglied des International Institute of Arts and Letters gewählt.

Während eines Besuchs in Berlin verstarb George Grosz am 6. Juli 1959 im Alter von 66 Jahren.

NameGeorg Ehrenfried Grosz

AliasGeorge Grosz

Geboren am26.07.1893

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am06.07.1959

TodesortBerlin (D).