Biografie

Stanley Laurel

Der britische Schauspieler und Regisseur war Pionier der Filmkomödie. International populär wurde Stan Laurel an der Seite von Oliver Hardy durch die sogenannten "Dick & Doof"-Filme. In ihrer Paraderolle rangen sie um Vormacht in völlig belanglosen Situationen, worauf sie sich körperliche Grobheiten antaten. Hardy verkörperte dabei den "Dicken" und den zumeist überlegen Part. Der weltweite Erfolg dieser beiden Komödianten setzte sich auch im Tonfilm fort. Hier wurde Laurel zum Vorbild vieler nachfolgender Komiker und mehrfach ausgezeichnet. 1960 erhielt Laurel für sein Lebenswerk den "Ehren-Oscar"...
Stanley Laurel wurde am 16. Juni 1890 in Ulverston, England, als Arthur Stanley Jefferson geboren.

Sein Vater war der Entertainer Arthur J. Jefferson, seine Mutter war die Schauspielerin Madge Metcalfe. Laurel hatte vier Geschwister, ein Bruder starb bereits im Kindesalter. Er besuchte die King James Grammar School in Bishop Aukland, Durham. Laurel zeigte in jungen Jahren schon Engagement im Showgeschäft. Seine erste Theater-Vorführung veranstaltete er mit neun Jahren. Später arbeitete er als Solodarsteller in einer Pantomimegruppe. Sein Bühnendebüt feierte Laurel 1906 in Glasgow. Vier Jahre später war er mit anderen Schauspielern zweimal auf Tour in den USA, unter anderem mit Charlie Chaplin.

Im Jahr 1912 zog er nach Amerika um als Vaudeville-Komiker zu arbeiten. 1916 traf Stan Laurel die australische Schauspielerin Mae Charlotte Dahlberg. Sie waren einige Zeit als Duo unterwegs. Den Nachnamen "Laurel" ("Lorbeer", als Anlehnung an die Kränze der römischen Kaiser) hat er von ihr bekommen. Mit "Nuts In May" hatte Stan Laurel im Jahr 1917 sein Filmdebüt. Er war danach bei verschiedenen Studios beschäftigt, unter anderem auch als Serien-Star. Er setzte sich interessiert mit allen Bereichen der Filmproduktion auseinander. So gelang ihm, in Co-Regie mit Clarence Hennecke, 1925 sein Regiedebüt mit dem Kurzfilm "Yes, Yes, Nanette". 1917 trafen sich Stan Laurel und Oliver Hardy zum ersten Mal für die Filmproduktion zu "A Lucky Dog".

Ab 1923 stand Laurel bei dem Produzenten Hal Roach unter Vertrag. Ab 1926 spielte er mit Oliver Hardy zusammen, unter Regie von Leo McCarey, in den ersten "Laurel & Hardy" - Filmen. Diese "Dick & Doof"- Filme ließen sie zum bekanntesten und erfolgreichsten Komikerduo der Filmgeschichte werden. 1929 gelang Laurel & Hardy der Schritt zum Tonfilm. Sie spielten in der Produktion "Fra Diavolo" zwei Banditen. Mit weiteren Filmen, wie der Western-Parodie "Way Out Of West", in der sie auch als Sänger und Tänzer glänzten, knüpften sie an ihre Erfolgsserie an. In den nächsten Jahren spielten die beiden in über 100 Filmen mit, die meist kurze Spielzeiten hatten.

Dabei hatte Stan die Rolle des verschmitzten und schmächtigen Kerls, welcher seine überspontanen Aktionen nicht oder kaum bedenkt und dann die katastrophalen Folgen nicht mehr zu ändern weiß. Doch hinter der Kamera war er der kreativere. 1940 hatte die Verbindung mit Roach ein Ende. Danach hörte man von einigen weniger erfolgreichen Aufträgen bei anderen Studios. Zwischen 1947 und 1954 besuchten Laurel & Hardy mit Touren in den USA und Großbritannien einige Music Halls. 1951 hatte Stan Laurel die letzte Filmrolle mit Oliver Hardy in einer italienisch-französischer Produktion mit dem Namen "Atoll K". Nachdem Oliver Hardy 1957 gestorben war, zog sich auch Stan Laurel aus der Filmgeschäft zurück.

Im Jahr 1960 erhielt Laurel für sein Lebenswerk und seine Pionierleistung auf dem Gebiet der Filmkomödie einen "Ehren- Oscar".

Am 23. Februar 1965 verstarb Stanley Laurel in Hollywood an den Folgen eines Herzinfarkts.

NameArthur Stan Jefferson

AliasStanley Laurel

Geboren am16.06.1890

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortUlverston, England

Verstorben am23.02.1965

TodesortHollywood