Biografie

Richard Gruner

Der Sohn eines Druckereibesitzers avancierte im Hamburg der Nachkriegszeit und des Wirtschaftswunders zu einem der bedeutendsten Großverlegern der Elbmetropole. Die Unternehmensfusion zur "Gruner + Jahr GmbH & Co." bescherte Richard Gruner ab 1965 so großen wirtschaftlichen Erfolg, dass er sich bereits nach wenigen Jahren aus dem Verlagsgeschäft und aus der Bundesrepublik nach Liechtenstein zurückziehen konnte...

Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens
Internationale Vertreter der Medienindustrie
Richard Gruner wurde am 25. Dezember 1925 in Hamburg geboren.

Sein Vater betrieb dort eine Druckerei. Nach dem Schulbesuch absolvierte Gruner eine kaufmännische Ausbildung. Danach stieg er in das väterliche Unternehmen, der "Gruner & Sohn Tiefdruckanstalt" in Itzehoe und Hamburg ein, die er in den Nachkriegsjahren zu einem Großbetrieb entwickelte. Gruner war auch geschäftsführender Gesellschafter der "Gruner Druck GmbH" und der "Gruner Verlag GmbH". In der Elbmetropole fungierte Gruner in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten zusammen mit Gerd Bucerius überdies als geschäftsführender Gesellschafter der "Stern-Verlag Henri Nannen GmbH".

Für den Verleger John Jahr sen. druckte Gruner die Frauenzeitschrift "Constanze" und das Familienmagazin "Schöner Wohnen". 1959 heiratete er Flora Freiin von Langen. Seit 1961 trat Gruner auch als Gesellschafter der "Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co." auf. An dem Nachrichtenmagazin war er zu 25% beteiligt. 1965 fusionierte Gruner seine Unternehmen mit denen von John Jahr sen. und Gerd Bucerius zur "Gruner + Jahr GmbH & Co.", die den größten Pressekonzern neben dem Axel-Springer-Unternehmen abgab.

In das Publikationsprogramm von "Gruner + Jahr" gingen so erfolgreiche Projekte wie die Illustrierte "Stern", die Frauenmagazine "Constanze", "Brigitte" und "Petra" sowie die Zeitschrift "Schöner Wohnen" und die Wochenzeitung "Die Zeit" ein. Die Unternehmensfusion führte zur Abberufung Gruners als "Spiegel"-Geschäftsführer und einem langwierigen Streit mit Rudolf Augstein. Gruner trat schließlich seine "Spiegel"-Beteiligung an Augstein für eine hohe Summe ab. 1968 verlegte Gruner seinen Wohnsitz ins Fürstentum Liechtenstein.

Im Jahr 1969 löste Gruner seine Beteiligungen am gemeinsamen Unternehmen wieder auf, um aus "Gruner + Jahr" auszuscheiden. Seine Anteile am Konzern wurden zunächs von Jahr und Bucerius, dann vom Bertelsmann-Verlag aufgekauft. In den folgenden Jahren unternahm Gruner von Liechtenstein aus weitere Investitionen, durch die er Beteiligungen in der Schweizer Presse und im US-amerikanischen Fluggeschäft erlangte.

Richard Gruner starb am 13. Januar 2010 in Liechtenstein.


Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens
Internationale Vertreter der Medienindustrie

NameRichard Gruner

Geboren am25.12.1925

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortHamburg (D).

Verstorben am13.01.2010

TodesortLiechtenstein (FL).