Biografie

Lasse Hallström

Der schwedische Produzent, Regisseur, Kameramann und Autor war für Filmhits wie "Wir Kinder von Bullerbü" (1986), "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" (1992) und "Gottes Werk und Teufels Beitrag" (1999) verantwortlich. Seinen Durchbruch markierten die Filme über die Popgruppe "ABBA", für die er ebenfalls fast alle Promo-Videos anfertigte, sowie der Film "Mein Leben als Hund" (1985). Lasse Hallström wurde bislang mit drei "Oscar"-Nominierungen bedacht. Bekannt wurde er für innovative Bilder, ausgefallene Charaktere und außergewöhnliche Szenarios...
Lasse Hallström, mit eigentlichem Namen Lars Hallström, wurde am 6. Juni 1946 im schwedischen Stockholm geboren.

Die Begeisterung für den Film erbte Lasse Hallström von seinem Vater, der Amateurfilmer war. In der Oberschule drehte er seinen ersten Kurzfilm, der im schwedischen Fernsehen veröffentlicht wurde. Hallström begann daraufhin als Regisseur, Kameramann und Cutter beim schwedischen Fernsehen zu arbeiten. Nebenbei drehte er Musikvideos und arbeitete mit der Kultband "ABBA" zusammen, für die er 1977 den Film "ABBA: The Movie" inszenierte. Er wechselte vom Fernsehen zum Film und drehte schwedische Produktionen wie "A Lover And His Lass" (1974), "Der Gockel" und "Happy We".

Bis Mitte der 1980er Jahre hatte er sich in seiner Heimat längst etabliert und schaffte 1985 den internationalen Durchbruch als Autor und Regisseur mit "Mein Leben als Hund" (1985). Hallström erzählt in seinem warmherzigen Film die Geschichte eines zwölfjährigen Jungen in den 1950er Jahren. Publikum und Kritiker weltweit waren begeistert und Hallström kassierte "Oscar"-Nominierungen als "Bester Regisseur" und für das "Beste Drehbuch". Die Mitglieder des "New York Film Critics Circle" kürten die Produktion zum "Besten ausländischen Film". Danach brachte Hallström die erfolgreichen Astrid Lindgren-Geschichten "Wir Kinder aus Bullerbü" (1986) und "Neues von uns Kindern aus Bullerbü" (1986) auf die Leinwand.

Im Jahr 1991 arbeitete er für seinen ersten amerikanischen Streifen "Ein charmantes Ekel" mit Holly Hunter und Richard Dreyfuss zusammen. Es folgte 1993 der Kinohit "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa", bei dem Hallström Regisseur und Produzent war. In dem Streifen waren Johnny Depp, Juliette Lewis und der junge Leonardo DiCaprio zu sehen, der für seine Rolle als behinderter Junge eine "Oscar"-Nominierung als "Bester Nebendarsteller" einheimsen konnte. Hallström selbst wurde für "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" für den "Oscar" für die "Beste Regie" nominiert.

Nach dem Misserfolg "The Power of Love" (1995) mit Julia Roberts besann sich Lasse Hallström wieder auf seine Stärken und lieferte 1999 das Drama "Gottes Werk und Teufels Beitrag". Die Kritiker waren erneut voll des Lobes und Hallström konnte sich über eine weitere "Oscar"-Nominierung freuen. Die hintersinnige Komödie "Chocolat" (2000) mit Juliette Binoche, Judy Dench und Johnny Depp war sein nächstes Werk, das 2001 für fünf "Oscars" nominiert wurde. Im Jahr 2002 kam die Tragikomödie "Schiffsmeldungen" von Hallström in die deutschen Kinos.

Mit "Ein ungezähmtes Leben" aus dem Jahr 2005 brachte er ein Drama in die Kinos, dass nicht nur durch die Handlung, sondern vielmehr durch exzellente Schauspieler wie Robert Redford, Morgan Freeman und Jennifer Lopez glänzte.

Hallström lebt abwechselnd in den USA und in Schweden. Er ist seit 1994 mit der Schauspielerin Lena Olin verheiratet, mit der er zwei Kinder hat.
Filmografie (Auszug):

1972 - Love Seeker

1974 - A Lover And His Lass

1977 - ABBA: The Movie

1985 - Mein Leben als Hund

1986 - Wir Kinder aus Bullerbü

1986 - Neues von uns Kindern aus Bullerbü

1991 - Ein charmantes Ekel

1993 - Gilbert Grape - Irgendwo in Texas

1995 - The Power Of Love

1999 - Gottes Werk & Teufels Beitrag

2000 - Chocolat

2002 - Schiffsmeldungen

2005 - Ein ungezähmtes Leben

2006 - Casanova

NameLasse Hallström

Geboren am06.06.1946

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortStockholm (Schweden)