Biografie

Astrid Lindgren

Die schwedische Schriftstellerin zählt als Autorin fantasievoller Kinderbücher zu den bedeutendsten Erzählerlinnen des 20. Jahrhunderts. Weltweiten Erfolg hatte Astrid Lindgren mit Märchenfiguren wie "Pippi Langstrumpf", "Kalle Blomquist - Der Meisterdetektiv", "Michel aus Lönneberga", "Wir Kinder aus Bullerbü", "Karlsson vom Dach", "Ronja Räubertochter" oder "Die Brüder Löwenherz". Dabei inszenierte sie heitere und lehrreiche Abenteuer, mit denen sich Generationen von Kindern identifizierten. Ihre Hinterlassenschaft umfasst mehr als 100 Romane, Kurzgeschichten, Bühnenstücke, Gedichte und Liederbücher...
Astrid Anna Emilia Ericsson wurde am 14. November 1907 in Vimmerby, Småland geboren.

Aufgewachsen ist sie bei ihren Eltern in bürgerlichen Verhältnissen in Stockholm, als zweites Kind des Pfarrhofpächters Samuel August Ericsson und seiner Ehefrau Hanna Ericsson geb. Jonsson. Nach Abschluss der Hochschule wurde sie 1924 Volontärin beim Verlag der Zeitung "Wimmerby Tidning" in Vimmerby. 1926 gebar sie den unehelichen Sohn Lars in Kopenhagen. Im Anschluss zog sie für eine Ausbildung als Sekretärin nach Stockholm. 1927 wurde sie Mitarbeiterin einer Buchhandelszentrale, ehe sie 1928 als Sekretärin zum Königlichen Automobil-Club "Motormännens Riksförbund" wechselte. Hier machte sie die Bekanntschaft mit ihrem späteren Ehemann Sture Lindgren (1898–1952), den sie 1931 heiratete.

Im Jahr 1934 wurde die gemeinsame Tochter Karin geboren. Ab 1937 arbeitete sie als Stenographin. Zur Autorin wurde sie, als ihre Tochter 1941 an einer Grippe erkrankt war. Um ihr die Zeit leichter zu machen, erzählte sie ihr die Geschichten der rothaarigen "Pippi Langstrumpf". Nachdem die Figur durch zahlreiche Geschichten immer mehr Gestalt angenommen hatte, entstanden kurz darauf die ersten Skizzen um die frechen Göre mit den abstehenden roten Zöpfen, die mit unbändigem Selbstbewusstsein und einem Koffer voller Goldmünzen der Welt der Erwachsenen trotzt. 1944 schrieb sie das Manuskript nieder, das nach Überarbeitung ab 1945 verlegt wurde.

Binnen weniger Jahre wurde "Pippi Langstrumpf", die 1949 auch in die deutsche Sprache übersetzt wurde, die am häufigsten gelesene Kindergeschichte der Welt. Insgesamt wurde das Buch über 120 Millionen Mal verkauft und in 14 Sprachen übersetzt. Weiter entstanden aus ihrer Arbeit über 40 Filme und Fernsehserien sowie zahlreiche Bühnenstücke. 1965 erhielt sie den Schwedischen Staatspreis für Literatur. 1976 wehrte sie sich gegen die hohe Einkommenssteuer, die selbst ihr Einkommen überstieg. In Folge dessen kritisierte sie das schwedische Steuergesetz in der literarischen Satire "Pomperipossa in der Welt des Geldes", worauf das schwedische Steuergesetz in wenigen Punkten geändert wurde.

Im Jahr 1978 wurde Astrid Lindgren mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bedacht. Über ihre literarische Arbeit hinaus engagierte sie sich auch erfolgreich für die Rechte von Kindern und Tieren. Dabei gewann ihre Stimme enormen politischen Einfluss in Schweden. Seit Mitte der 1980er Jahre hatte sich Astrid Lindgren immer mehr vom Schreiben zurückgezogen. Grund dafür war eine fortschreitende Seh- und Hörschwäche. Auch verstarb 1986 ihr einziger Sohn Lars, den sie allein großgezogen hat, nachdem 1952 ihr Mann verstarb. Sie heiratete nach diesem Verlust nicht mehr. Trotz ihres Erfolgs und der hohen Einnahmen aus Verlagsrechten, blieb sie ihr Leben lang bescheiden und bewohnte seit ihrer Ehe eine kleine Wohnung in der in ganz Schweden bekannten Adresse Dalagatan 46, Stockholm.

Nach zahlreichen internationalen Ehrungen und Auszeichnungen durch Gesellschaft, Politik und Medien, verstarb Astrid Lindgren am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in ihrer Wohnung in Stockholm.
1944 - Britt-Mari erleichtert ihr Herz

1945 - Pippi Langstrumpf

1946 - Kalle Blomquist

1947 - Wir Kinder aus Bullerbü

1954 - Mio, mein Mio

1954 - Karlsson vom Dach

1956 - Nils Karlsson-Däumling

1963 - Michel aus Lönneberga

1964 - Ferien auf Löwenherz

1981 - Ronja Räubertochter

NameAstrid Lindgren

Geboren am14.11.1907

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortVimmerby, Småland (S).

Verstorben am28.01.2002

TodesortStockholm (S)

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