Biografie

Ingrid Bergman

Die schwedische Schauspielerin war bereites ein Filmstar in ihrer Heimat, als sie 1942 an der Seite von Humphrey Bogart in "Casablanca" spielte und damit eines der bekanntesten Liebespaare der Filmgeschichte entstand. Mit Alfred Hitchcock’s Thriller "Berüchtigt" behauptete sie sich an der Seite von Cary Grant als Charakterdarstellerin von internationalem Ruf. Ab 1946 entstanden sechs gemeinsame Filme mit Roberto Rossellini. Wegen familiärer Umstände und der folgenden Hochzeit mit Rossellini, wurde sie in den USA boykottiert und nach ihrer Scheidung wieder zum Star erhoben. Für ihre schauspielerischen Leistungen in "Das Haus der Lady Alquist" und "Anastasia" wurde sie in den Jahren 1944 und 1956 mit dem "Oscar" für die beste Hauptrolle ausgezeichnet...
Ingrid Bergman wurde am 29. August 1915, als Tochter eines Malers und Photographen und einer Deutschen, in Stockholm geboren.

Als Ingrid Bergman drei Jahre alt war starb überraschend ihre Mutter. Mit dreizehn Jahren verlor sie ihren Vater und sie wurde Vollwaise. Nach dem Abitur absolvierte sie im Jahr 1933 eine Schauspielausbildung an der Königlichen Schauspielschule in Stockholm. Nach ersten Erfolgen am Theater avancierte sie 1936 mit dem Film "Intermezzo" in ihrer Heimat zum Star. 1937 heiratete sie den Arzt Petter Lindström. Der amerikanische Produzent David O. Selznick erkannte ihr Talent für das Kino und reiste mit ihr im Jahr 1939, nach ihrer Hochzeit und der Geburt ihrer Tochter Pia, in die USA.

Im Jahr 1939 entstand mit Leslie Howard das Remake von "Intermezzo". Bergman eroberte damit die Herzen der Amerikaner. Besonders schätzte man ihre Mütterlichkeit sowie die Treue in ihrer Ehe. Ihren internationalen Durchbruch schaffte sie ab Ende der 1940er Jahre mit Arbeiten wie "Wem die Stunde schlägt" und "Das Haus der Lady Alquist". 1940 folgte der Film "Juninacht", der ihre Popularität unterstrich. 1942 entstand mit Humphrey Bogart und ihr in den Hauptrollen das Liebesdrama "Casablanca". Der Erfolg des Streifens markierte ihren internationalen Durchbruch. Als sich "Rick Blaine" von "Ilsa Lund" auf dem Rollfeld verabschiedete, entstand eine der bekanntesten Abschiedsszenen der Filmgeschichte.

Im Jahr 1943 folgte mit Gary Cooper der Film "Wem die Stunde schlägt". Für ihre Hauptrolle in "Das Haus der Lady Alquist" wurde Bergman 1944 mit dem "Oscar" ausgezeichnet. 1945 entstand unter der Regie von Alfred Hitchcock "Ich kämpfe um Dich". 1948 lernte sie den italienischen Regisseur Roberto Rossellini kennen, mit dem in den folgenden Jahren sechs gemeinsame Filme entstanden. Aus der Bekanntschaft entwickelte sich eine Liebesbeziehung. 1949 trennte sie sich von ihrem Ehemann und der Familie. Sie zog mit Roberto Rossellini nach Rom. Daraufhin wurden ihre Filme in den USA boykottiert. Produzenten fürchteten um Kassen-Flops, und es entstanden keine US-Produktionen mehr mit ihr.

Auch die Hochzeit mit Rossellini 1950 und die Geburt der drei Kinder Robertino, Isotta und Isabella, konnten an der Situation nichts ändern. Für die Amerikaner war sie eine Ehebrecherin und wurde gemieden. Dennoch begannen beide mit der Produktion weiterer Filme, bei denen Rossellini Regie führte; wie erwartet wurde jeder Streifen ein Flop. Die Arbeit mit anderen Regisseuren wurde Ingrid Bergman von Rossellini streng verboten. Unter diesem Druck wurde auch ihre zweite Ehe ein Desaster. Nach sieben Jahren, in denen sie auch nicht mehr vor der Kamera stand, ließ sie sich im Jahr 1957 von Rossellini scheiden. Durch die Ereignisse hatte sich auch Amerika wieder mit ihr ausgesöhnt, und so wurde sie zur heimgekehrten verlorenen Tochter.

Unter dessen stand sie für den Film "Anastasia" 1956 in Hollywood wieder vor der Kamera. Die Film wurde eine ihrer bekanntesten Arbeiten und mit dem "Oscar" für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Im Dezember 1958 heiratete sie in dritter Ehe den schwedischen Produzenten Lars Schmidt. 1960 entstand in Frankreich der Film "Lieben Sie Brahms". 1964 folgte "Der gelbe Rolls-Royce" nach der Regie von Anthony Asquith und mit Shirley MacLaine, Omar Sharif und Alain Delon in den Rollen. 1970 wurde sie nach 13 Ehejahren von ihrem dritten Ehemann Lars Schmidt verlassen und geschieden. 1974 stand sie für die Produktion "Der Orientexpress" vor der Kamera. Ihre überzeugenden Leistungen wurden mit ihrem dritten "Oscar", diesmal für die beste Nebenrolle, geehrt.

Im selben Jahr diagnostizierten Ärzte ihre Krebserkrankung, und Ingrid Bergman zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. 1978 drehte sie in Deutschland den Film "Herbstmonate" mit Liv Ullmann. 1980 veröffentlichte sie unter dem Titel "Ingrid Bergman, mein Leben" ihre Autobiografie. Für "Golda Meir" stand sie schwer krank im Jahr 1981 zum letzten Mal vor der Kamera.

Ingrid Bergman starb am 29. August 1982 in London, an ihrem 67. Geburtstag.
1935 - Munkbrogreven
1935 - Bränningar
1935 - Swedenhielms
1936 - Intermezzo
1936 - Walpurgisnacht
1938 - På solsidan
1938 - Dollar
1938 - Die vier Gesellen
1939 - Intermezzo
1940 - Juninatten
1941 - Gefährliche Liebe
1941 - Adam hatte vier Söhne
1941 - Dr. Jekyll and Mr. Hyde
1942 - Casablanca
1943 - Wem die Stunde schlägt
1944 - Das Haus der Lady Alquist
1945 - Die Glocken von St. Marien
1945 - Ich kämpfe um dich
1945 - Spiel mit dem Schicksal
1946 - Berüchtigt
1948 - Triumphbogen
1948 - Johanna von Orleans
1949 - Sklavin des Herzens
1950 - Stromboli
1952 - Europa 51
1953 - Reise in Italien
1953 - Wir Frauen
1954 - Angst
1956 - Weiße Margeriten
1956 - Anastasia
1958 - Indiskret
1958 - Die Herberge zur 6. Glückseligkeit
1961 - Lieben Sie Brahms?
1964 - Der Besuch der alten Dame
1964 - Der gelbe Rolls-Royce
1967 - Stimulantia
1969 - Die Kaktusblüte
1969 - Die Frau des anderen
1973 - Der geheimnisvolle Engel
1974 - Mord im Orientexpress
1975 - Nina - nur eine Frage der Zeit
1978 - Herbstsonate
1981 - Golda Meir

NameIngrid Bergman

Geboren am29.08.1915

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortStockholm

Verstorben am29.08.1982

TodesortLondon