Biografie

Hector Berlioz

Der französische Komponist, Musikkritiker und Autor zählte zu den bedeutendsten Vertretern der romantischen Musik des 19. Jahrhunderts. Neue Impulse in der Musik prägte er durch direkten Einfluss auf die sinfonische Form und den Gebrauch des Orchesters. Dabei veränderte sich die musikalische Ästhetik maßgeblich. Obwohl Hector Louis Berlioz mit seinen Kompositionen in ganz Europa erfolgreich war, wurde sein Werk in seiner Heimat Frankreich lange verkannt. Zu seinen populärsten Werken gehören "Benvenuto Cellini", "Les Troyens", "Béatrice et Bénédict" und "Roméo et Juliette"...
Hector Louis Berlioz wurde am 11. Dezember 1803 in La Côte-Saint-André geboren.

Nach Abschluss der Schule studierte Berlioz zunächst in Paris Medizin. Zu dieser Zeit fand er seine Liebe zur Musik und zur Komposition. 1826 gab er sein Medizinstudium auf, um sein Kompositionsstudium am Pariser Konservatorium bei Jean François Le Sueur und Anton Reicha aufzunehmen. 1830 wurde Berlioz mit dem Großen Rompreis für seine Kantate "La dernière nuit de Sardanapale" ausgezeichnet. Verbunden war die Auszeichnung mit einem Studienaufenthalt in Italien. Im gleichen Jahr schuf er sein bekanntes Werk, die "Symphonie Fantastique". Die Uraufführung erzeugte einen Skandal.

Die formalen und inhaltlichen Neuerungen riefen damals in der Pariser Gesellschaft eine ästhetische Revolution hervor. Dieses Werk wird auch als der Beginn der Programm-Musik gewertet. 1838 erhielt er eine Anstellung als Konservator, und kurz darauf wurde er Bibliothekar am Pariser Konservatorium. In den Jahren von 1842 bis 1854 machte er einige sehr erfolgreiche Konzertreisen durch Europa, jedoch blieb ihm in Frankreich die Anerkennung versagt, obwohl Berlioz mit seinen Kompositionen in Deutschland, Russland und Österreich erfolgreich war. So musste er seinen Lebensunterhalt durch seine Anstellung als Bibliothekar und Musikkritiker für verschiedene Zeitungen wie dem Magazin "Journal des Débats" von 1835 bis 1863 bestreiten.

In der Musik des 19. Jahrhunderts setzte Berlioz neue Impulse, indem er auf die sinfonische Form und den Gebrauch des Orchesters direkten Einfluss nahm und dabei die musikalische Ästhetik veränderte. In "Harold en Italie für Viola" und "Orchester" (1834) wies er durch Transformation eines wiederkehrenden Themas (der ideé fixe) den Weg für die sinfonische Dichtung, die später von dem ungarischen Komponisten Franz von Liszt aufgenommen und von vielen namhaften Komponisten wie Richard Strauss und Richard Wagner weiterentwickelt wurde. Damit war die Idee des Leitmotivs geboren, mit dem Berlioz jeder Figur und jeder Thematik ein eigenes wiedererkennbares Zeichen zuwies.

Neben seiner kompositorischen und journalistischen Arbeit schuf Berlioz mit seiner Instrumentationslehre "Traité d’instrumentation et d’orchestration modernes" (1844) eines der wichtigsten theoretischen Musikwerke überhaupt. Sie wurde später von Richard Strauss überarbeitet und erweitert. Zu Berlioz’ wichtigsten Werken gehören die Oper "Les Troyens" (1856-1859; "Die Trojaner"), die Programmsinfonie "Roméo et Juliette" (mit Soli und Chören, 1836-1838), die dramatische Legende "La damnation de Faust" (1846; Fausts Verdammung), das Requiem "Grande messe des morts" (1837); die biblische Trilogie "L’enfance du Christ" (1850-1854; Christi Kindheit), die Ouvertüre "La Carnaval Romain" (1844; Der römische Karneval) und die Oper "Benvenuto Cellini" (1835-1838).

Seine wichtigsten Schriften sind die "Mémoires" (1870; Memoiren, posthum veröffentlicht) und die "Soirées d’orchestre" (1853; Orchesterabende).

Berlioz starb am 8. März 1869 in Paris.
Zu Berlioz’ wichtigsten Werken gehören die Oper "Les Troyens" (1856-1859; "Die Trojaner"), die Programmsinfonie "Roméo et Juliette" (mit Soli und Chören, 1836-1838), die dramatische Legende "La damnation de Faust" (1846; Fausts Verdammung), das Requiem "Grande messe des morts" (1837); die biblische Trilogie "L’enfance du Christ" (1850-1854; Christi Kindheit), die Ouvertüre "La Carnaval Romain" (1844; Der römische Karneval) und die Oper "Benvenuto Cellini" (1835-1838). Seine wichtigsten Schriften sind die "Mémoires" (1870; Memoiren, posthum veröffentlicht) und die "Soirées d’orchestre" (1853; Orchesterabende).

NameHector Berlioz

Geboren am11.12.1803

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortLa Cote-Saint-André bei Grenoble (F).

Verstorben am08.03.1869

TodesortParis (F).