Biografie

Omar Sharif

Der ägyptische Schauspieler libanesischer Herkunft wurde durch seine Rolle als Beduine "Ali" in "Lawrence von Arabien" (1962) weltbekannt. Davor hatte er in Kairo Mathematik und Physik studiert. 1953 fand er zur Schauspielerei. Noch im selben Jahr trat er vom Christentum zum Islam über und nahm den Namen Omar El-Sharif an. Seinen internationalen Ruhm begründete die Titelrolle in dem Film "Doktor Schiwago" (1965) von David Lean. Als Charakterdarsteller glänzte Omar Sharif in "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" (2003). Seine Rolle wurde mit dem César und dem Publikumspreis als bester Hauptdarsteller beim Filmfestival von Venedig ausgezeichnet. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen weiter "Funny Girl" (1968) "18 Stunden bis zur Ewigkeit" (1974), "Der 13te Krieger" (1999) und "Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm" (2004)...
Omar Sharif wurde am 10. April 1932 in Alexandria, Ägypten geboren.

Der Sohn christlicher Eltern heißt er mit Geburtsnamen Michael Shalhoub, erst als er zum Islam konvertierte nahm er den Namen Omar El-Sharif an. Im Alter von vier Jahren zog er mit seiner Familie, sein Vater war ein erfolgreicher Holzhändler, nach Kairo, wo er eine englische Schule und später das British Victoria College besuchte. Seine Begeisterung für die Schauspielerei war schon früh geweckt und Omar Sharif gründete bereits während der Schulzeit eine kleine Schauspielgruppe, für die er sowohl als Schauspieler als auch als Direktor tätig war. Nach dem Abschluss der Schule arbeitete er zunächst in dem elterlichen Betrieb, wollte das Schauspielhandwerk aber nicht aufgeben und beschloss sich bei der Royal Academy of Dramatic Art in London einzuschreiben. Es kam jedoch nicht zu der Ausbildung, denn noch bevor er nach London reisen konnte, lernte er der Regisseur Jussef Shahine kennen, der ihm im Alter von 22 Jahren seine erste Rolle anbot, gleich eine Hauptrolle in dem Film "The Blazing Sun" aus dem Jahr 1953.

Sharif feierte große Erfolge und wurde in seinem Heimatland Ägypten ein gefeierter Star. 1955 heiratete er seine Schauspielkollegin Faten Hamama und gründete seine eigene Produktionsfirma. 1957 kam der gemeinsame Sohn Tarek zu Welt, der später in "Doktor Schiwago" seinen Vater als Kind verkörperte. Es folgten einige weitere ägyptische Produktionen, bis er 1958 seinen ersten westlichen Film "Goha" drehte. Nicht zuletzt durch seine optische Erscheinung wurde der Produzent Sam Spiegel auf Omar Sharif aufmerksam und bot ihm die Rolle des Beduinen "Ali" in "Lawrence von Arabien" an. "Lawrence von Arabien" wurde zu Sharifs erfolgreichstem Film und zu seinem internationalen Durchbruch. Er erhielt dafür den "Oscar" für die beste Nebenrolle. Hollywood war von dem attraktiven Ägypter überzeugt und weitere große Produktionen folgten. Privat hatte er allerdings weniger Glück, er entfremdete sich immer mehr von seiner Frau Faten Hamama, für die er zum Islam konvertierte, und sie ließen sich scheiden.

Im Jahr 1968 spielte Omar Sharif neben Barbra Streisand in "Funny Girl". Wegen der damals herrschenden Auseinandersetzungen zwischen Israel und Ägypten löste der Film einige Diskussionen aus, da Sharif den Ehemann einer Jüdin spielte. Es folgten weitere Erfolgsproduktionen und er war neben den namhaftesten Schauspielern zu sehen. Neben seiner Leidenschaft zur Schauspielerei entwickelte sich noch eine zweite, nämlich die zum Bridge-Spiel. 1973 gewann er sogar die Weltmeisterschaft im Bridge, doch auch die schlimmen Seiten des Spielens blieben ihm nicht verborgen: Es heißt, er habe im Laufe seines Lebens 12 Millionen US$ verloren. Er schaffte den Absprung nicht und sein Abstieg war unvermeidlich, er brachte sein gesamtes Vermögen durch und galt als bankrott. Die großen Filmangebote blieben aus und er schlug sich mit kleineren, vorwiegend TV-Rollen durch.

Im Jahr 1993 musste sich Omar Sharif einer schweren Herzoperation unterziehen, die Ärzte forderten einen ruhigeren Lebenswandel und er ging zurück in seine Heimat, wo er wieder ägyptische Filme drehte. Mit "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" meldete er sich 2003 auf den internationalen Kinoleinwänden zurück. In der Bestseller-Verfilmung geht es um die Begegnung zwischen einem alten Moslem und einem jüdischen Teenager. In "Hidalgo" aus dem Jahr 2004 ist Omar Sharif neben Viggo Mortensen zu sehen.

Omar Sharif starb am 10. Juli 2015 in Kairo.
1954 - The Blazing Sun

1958 - Goha

1962 - Lawrence von Arabien

1963 - Der Untergang des Römischen
Reiches

1964 - Im Reich des Kublai Khan

1964 - Deine Zeit ist um

1964 - Der gelbe Rolls Royce

1965 - El mameliek

1965 - Dschingis Khan

1965 - Doktor Schiwago

1966 - Mohn ist auch eine Blume

1966 - Schöne Isabella

1966 - Die Nacht der Generale

1968 - Mayerling

1968 - Funny Girl

1969 - MacKenna's Gold

1969 - Che!

1970 - Ein Hauch von Sinnlichkeit

1971 - Die Steppenreiter

1971 - Das vergessene Tal

1971 - Der Coup

1972 - Elle lui dirait L'ile

1973 - Herrscher einer versunkenen Welt

1974 - Die Frucht des Tropenbaums

1974 - 18 Stunden bis zur Ewigkeit

1974 - Funny Lady

1975 - Frankensteins Spukschloß

1978 - Ashanti

1979 - Blutspur

1979 - S. H. E - Super Harter Engel

1979 - Der Mann aus Baltimore / Der
Abstauber

1979 - Ein Himmelhund von einem
Schnüffler

1980 - Alles oder nichts / TV-Produktion

1983 - Das Condor Komplott

1983 - Palast der Winde

1984 - Top Secret

1987 - Die Dämonen

1988 - Les pyramides bleues

1989 - Diebstahl im großen Stil

1990 - Land der schwarzen Sonne

1990 - The Rainbow Thief

1991 - Lion Of The Desert

1991 - Schatten der Macht

1993 - Roter Adler / TV-Produktion

1994 - Katharina die Große / TV-Produktion

1999 - Der 13te Krieger

2003 - Monsieur Ibrahim und die Blumen
des Koran

2004 - Hidalgo
Omar Sharif
c/o Steve Kenis
72-74 Dean Street
London W1D 3 SG
England

NameMichael Shalhoub

AliasOmar Sharif

Geboren am10.04.1932

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortAlexandria (EGY).

Verstorben am10.07.2015

TodesortKairo (EGY).