Biografie

Dagmar Berghoff

Die gelernte Schauspielerin war für mehr als zwei Jahrzehnte als "Tagesschau"- Sprecherin tätig. Sie war 1976 die erste Frau in der Geschichte der Nachrichtensendung, der diese Aufgabe zuteil wurde. Ihren Anfängen als Hörfunkmoderatorin blieb sie jedoch immer treu. Von 1995 bis zu ihrem Rückzug vom Fernsehen im Jahr 1999 war sie Chefsprecherin der ARD-Nachrichtensendung. Damit prägte Dagmar Berghoff nachhaltig die Gestaltung der öffentlich rechtlichen Fernsehlandschaft. Überdies veröffentlichte Berghoff ein Buch mit dem Titel "Zeit für mehr"...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Dagmar Berghoff wurde am 25. Januar 1943 in Berlin geboren.

Drei Jahre später zog sie mit ihrer Familie nach Ahrensburg bei Hamburg, wo sie ihre Kinder- und Jugendjahre verbrachte. Berghoff besuchte das Harburger Mädchenlyzeum, das sie 1962 mit dem Abitur abschloss. Die beiden folgenden Jahre verbrachte sie in Paris und London, um sich vor dem Studium fundierte Sprachkenntnisse anzueignen. 1964 begann sie dann schließlich ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Das Studium schloss Berghoff erfolgreich ab, indem sie in ihrer Prüfung die "Clara" in "Stille Wasser" verkörperte.

Ihr erstes Engagement erhielt sie in Tecklenburg, sie ging jedoch bereits 1967 nach Baden-Baden, um dort beim Südwestfunk (heute Südwestrundfunk) als Hörfunksprecherin, Moderatorin und Fernsehansagerin zu arbeiten. Trotz ihrer neuen Aufgabengebiete wollte Berghoff die Schauspielerei nicht aufgeben und so war sie 1968 auf der Landesbühne Rhein-Neckar zu sehen. Sie nahm auch Rollen in Fernsehspielen an, wie in "Hamburg Transit", "Deutschlandreise" und in "Die Semmelings". 1976 kehrte Berghoff in ihre Heimatstadt Hamburg zurück, um dort die Moderation der NDR-Hörfunksendung "Von neun bis halb eins" zu übernehmen.

Der damalige "Tagesschau"-Chefsprecher Karl-Heinz Köpcke wurde auf ihre Stimme aufmerksam und lud sie zum Vorsprechen ein. Nur kurze Zeit später, am 16. Juni 1976, sprach Berghoff ihre erste "Tagesschau". Sie war die erste Frau in der Geschichte der Nachrichtensendung, der diese Aufgabe zuteil wurde. Innerhalb kürzester Zeit avancierte sie zum Publikumsliebling. Berghoff übernahm einstweilen auch Moderationen. In den Jahren 1979 bis 1983 führte sie durch die jährliche "Gala de l'Union des Artistes". Ab 1983 moderierte sie das "Zirkusfestival" aus Paris und von 1984 bis 1993 führte sie neben Max Schautzer durch das "Wunschkonzert".

Darüber hinaus wirkte sie in den 1980er Jahren bei Sendungen wie "Lieder, Rhythmen, Melodien" und "Lieder ohne Grenzen" mit, vermittelte im SWF-Hörfunk "Gute Laune aus Südwest", präsentierte die NDR-"Plattenkiste" und führte TV-"Interviews mit den Großen dieser Welt". Sie wurde zweimal (1980 und 1990) mit dem Bambi des Burda-Verlages und 1987 mit der Goldenen Kamera der Zeitschrift Hörzu ausgezeichnet. Im Januar 1995 wurde Berghoff in der Nachfolge des krankheitsbedingt ausgeschiedenen Werner Veigel zur Chefsprecherin der "Tagesschau" ernannt. Am Silvesterabend 1999 sprach Berghoff ihre letzte "Tagesschau". Nach 23 Jahren und mehreren tausend Sendungen suchte sie sich diesen Termin zum Rücktritt aus: "Ein besseres Datum als die Jahrtausendwende finde ich nicht mehr."

Das Ausscheiden der überaus beliebten "Miss Tageschau" wurde von den Medien mit dem "Ende einer Ära" betitelt. Ihre Nachfolge als "Tagesschau"-Chefsprecher trat Jo Brauner an. Im Jahr 2000 veröffentlichte Berghoff ihr Buch "Zeit für mehr". Bereits 12 Monate nach ihrem Rücktritt verlor sie am 29. Januar 2001 ihren Ehemann Dr. Peter Matthaes, der an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur

NameDagmar Berghoff

Geboren am25.01.1943

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBerlin (D).