Biografie

Alfred Hitchcock

Der britische Regisseur und Autor gilt als Meister der Filmkategorie "Thriller". Er wurde durch seine 40jährige Tätigkeit in Hollywood zum Kultregisseur für Spannung und Gänsehaut. Mit dem für Sir Alfred Hitchcock typischen Spannungsaufbau, auch "suspense" genannt, verstand es Sir Hitchcock den Beobachter ins Geschehen zu integrierten, indem er den Zuschauer mehr über eine unmittelbare Bedrohung wissen ließ, als der Darsteller selbst. Seine bildnerische Ausdruckskraft demonstrierte er eindrucksvoll in Szenen wie der Verfolgung auf einem Feld mit einem Flugzeug in "Der unsichtbare Dritte" (1959, mit Cary Grant) oder dem Mord unter der Dusche in "Psycho" aus dem Jahr 1960. Zu seinen erfolgreichsten Arbeiten zählen weiter Filme wie "Über den Dächern von Nizza" (1955), "Die Vögel" (1963) oder "Marnie" (1964)...
Alfred Joseph Hitchcock wurde am 13. August 1899 als Sohn des puritanischen Kaufmanns William Hitchcock und seiner Frau Emma Whelan Hitchcock in Leytonstone bei London geboren.

Aufgewachsen ist Alfred Hitchcock bei seinen Eltern, die ihn streng religiös erzogen. Während seiner Kindheit verdiente er sich sein Taschengeld bei diversen englischen Filmstudios, wo er für Stummfilme Texttafeln gestaltete. In dieser Auseinandersetzung mit Bild und Text begann er erste Kurzgeschichten zur Verfilmung aufzuschreiben. Nach dem Abschluss der Schule mit Abitur hatte er längst seine Passion als Autor gefunden. Dennoch sollte er gemäß dem Wunsch des Vaters das Ingenieurwesen studieren. Nach dem Abschluss des Studiums, das er mit Kunstwissenschaft verbunden hatte, wandte er sich wieder dem Filmgeschäft zu und produzierte und inszenierte ab 1922 den Film "Nummer dreizehn". Nachdem die Dreharbeiten nur langsam Fortschritte machten, kam es unter den Darstellern zu Unstimmigkeiten und die Produktion musste wegen Geldmangels wieder eingestellt werden. Das aufgezeichnete Material wurde nie veröffentlicht. 1925 reiste er nach Berlin.

Hitchcock produzierte mit der UFA den Streifen "Pleasure" und 1926 mit EMELKA in Berlin den Film "Der Bergadler". Seinen Durchbruch schaffte er aber erst mit seiner dritten Produktion, dem Stummfilm "Der Mieter" von 1926. Von diesem Zeitpunkt an zählte er zu den akzeptierten Regisseuren und zahlreiche weitere Aufträge sowie seine erste große Erfolgsverfilmung von "Die 39 Stufen" (1935) folgten. Ab 1939 arbeitete er in Hollywood und wurde mit Werken wie "Rebecca" (1940) mit Laurence Olivier, "Verdacht" (1941) mit Cary Grant oder "Berüchtigt" (1946) mit Ingrid Bergman und Gary Grant endgültig zum Star des internationalen Films. In den Filmproduktionen der 1950er Jahre wie "Ich beichte" (1953), "Das Fenster zum Hof" (1954) oder "Bei Anruf Mord" (1954) arbeitete er mit internationaler Starbesetzung. Eine der erfolgreichsten Arbeiten Hitchcocks wurde 1955 der Titel "Über den Dächern von Nizza" mit Grace Kelly und Cary Grant. Es folgten zahlreiche Filme mit James Stewart und Kim Novak.

Im Jahr 1964 stand Sean Connery erstmals nicht als "James Bond" vor der Kamera und behauptete sich damit in Hitchcocks Filmwerk "Marnie" auch außerhalb der Agentenserie. Nach zahlreichen internationalen Preisen und Ehrungen, darunter insgesamt sechs "Oscar"-Nominierungen, führte Hitchcock 1976 für den Titel "Das Familiengrab" das letzte Mal Regie. Anschließend zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück, war aber noch als Autor tätig. Hitchcock erhielt er unter anderem 1965 den "Milestone Award", 1968 den "Irving G. Thalberg Memorial"-Preis, die Ehrendoktorwürde der Universität von Kalifornien und den "D.W. Griffith Award", 1972 den "Golden Globe", die Ehrendoktorwürde der Universität Columbia, der "Cecil B. DeMille Award". 1969 wurde Hitchcock "Officier des Arts et des Lettres", 1971 Ehrenmitglied der "Society of Film and Television" und Ritter der Ehrenlegion bei der Cinémathèque Francaise sowie 1979 "Knight Commander of the British Empire" durch das britische Königshaus. Im Oktober 1974 wurde Hitchcock ein Herzschrittmacher eingesetzt. 1975 erlitt seine Frau Alma einen zweiten Schlaganfall (vier Jahre nach dem ersten).

Im Jahr 1973 erhielt er das "Motion picture showmanship" der "Theatrical Stage Empoyees" und 1979 wurde er mit dem "Life Achievement Award" des Amerikanischen Filminstituts, dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk, ausgezeichnet.

Alfred Hitchcock verstarb am 29. April 1980 in Los Angeles.
1922 - "Nummer dreizehn".

1925 - "The Pleasure Garden

1926 - Der Bergadler".

1926 - "Der Untermieter".

1927 - "Der Weltmeister".

1927 - "Easy Virtue".

1927 - "Downhill".

1928 - "The Farmer's Wife".

1928 - "Champagne".

1929 - "Erpressung".

1929 - "The Manxman".

1930 - "Mord: Sir Joh;n greift ein".

1930 - "Juno und der Pfau".

1931 - "The Skin Game".

1932 - "Endlich sind wir reich".

1932 - "Nummer siebzehn".

1933 - "Wiener Walzer".

1935 - "Die 39 Stufen".

1936 - "Geheimagent".

1936 - "Sabotage".

1937 - "Jung und unschuldig".

1938 - "Eine Dame verschwindet".

1939 - "Riffpiraten".

1940 - "Rebecc;a".

1940 - "Mord".

1941 - "Verdacht".

1941 - "Mr. und Mrs. Smit;h".

1942 - "Saboteure".

1943 - "Im Schatten des Zweifels".

1944 - "Gute Reise".

1944 - "Aventure malgache".

1944 - "Das Rettungsboot".

1945 - "Ich kämpfe um Dich".

1946 - "Berüchtigt".

1947 - "Der Fall Paradin".

1948 - "Cocktail für eine Leiche".

1949 - "Sklavin des Herzens".

1950 - "Die rote Lola".

1951 - "Der Fremde im Zug".

1953 - "Ich beichte".

1953 - "Zum Schweigen verurteilt".

1954 - "Das Fenster zum Hof".

1954 - "Bei Anruf Mord".

1955 - "Immer Ärger mit Harr;y".

1955 - "Über den Dächern von Nizza".

1956 - "Der Man;n der zuviel wusste".

1956 - "Der falsche Mann".

1958 - "Vertigo"

1959 - "Der unsichtbare Dritte"

1960 - "Psycho".

1963 - "Die Vögel".

1964 - "Marnie".

1966 - "Der zerrissene Vorhang".

1971 - "Frenzy".

1976 - "Familiengrab".

NameAlfred Hitchcock

Geboren am13.08.1899

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortLeytonstone, London (GB).

Verstorben am29.04.1980

TodesortLos Angeles, Kalifornien (USA).