Biografie

Uschi Glas

Die Schauspielerin zählt zu den bekanntesten Vertreterinnen des deutschen Unterhaltungs-Films. Populär wurde Uschi Glas in den 1960er und 1970er Jahren mit zahlreichen Komödien im Stil der Zeit. Glas verkörperte in ihren Rollen zumeist den kindlich charmanten und zuverlässigen Charakter. Erfolge feierte sie mit Kollegen wie Elmar Wepper, Roy Black und Theo Lingen. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die Filme und Serien "Unsere schönsten Jahre", "Zwei Münchner in Hamburg", "Ein Schloss am Wörthersee" und "Sylvia - Eine Klasse für sich"...
Uschi Glas wurde als Helga Ursula Glas am 2. März 1944 in Landau an der Isar als jüngstes von vier Kindern geboren.

Die Realschule beendete Uschi Glas 1960 mit der mittleren Reife. Nach einer Anstellung als Buchhalterin in Dingolfing, ließ sie sich 1964 in München nieder, wo sie als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei und später in einem Fuhrunternehmen arbeitete. Durch Zufall bekam sie 1965 eine kleine Rolle in der Edgar Wallace-Verfilmung "Der unheimliche Mönch". Horst Wendlandt, ihr Entdecker, bot ihr anschließend einen 7-Jahresvertrag an. Sie nahm Schauspielunterricht bei Annemarie Hanschke sowie Tanz- und Gesangsunterricht. Ihre Ausbildung beendete sie in England. Nach ihrer Rückkehr erhielt Uschi Glas 1966 die Rolle der "Apanatschi" in dem Spielfilm "Winnetou und das Halbblut" neben Pierre Brice und Lex Barker.

Im Jahr 1967 spielte sie in "Das große Glück" neben Hans-Jürgen Bäumler und Marika Kilius sowie in "Der Mönch mit der Peitsche" mit Joachim Fuchsberger. Ihren Durchbruch feierte sie 1968 mit dem Spielfilm "Zur Sache Schätzchen". Nun folgten zahlreiche humoristische Arbeiten im Stil der 1970er Jahre, wie die "Pauker-Komödien" mit Theo Lingen, Roy Black, Hansi Kraus und Georg Thomalla. Dabei avancierte Uschi Glas als selbstständige und freche Jugendliche zum Idealtyp der Zeit. 1972 stand sie für die deutsch-italienische Co-Produktion "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" mit Antonio Sabato vor der Kamera. Zunehmend erhielt Uschi Glas auch anspruchsvolle Rollen. So entstand mit ihr im selben Jahr "Le tuer - Der Killer und der Kommissar" mit Jean Gabin und 1973 folgte "Der Kommissar" mit Curd Jürgens.

Bis Ende der 1970er Jahre entstanden weitere Krimis wie "Der Alte", "Die Kette" oder die TV-Serie "Polizei-Inspektion 1" mit Elmar Wepper und Walter Sedlmayr, die sie bis Mitte der 1980er Jahre begleitete. 1981 heiratete sie den Fernsehproduzenten Bernhard Tewaag. Gemeinsam wurden sie Eltern von drei Kindern: Benjamin, Alexander und Julia. Große Erfolge hatte Uschi Glas in den 1980er Jahren mit "Unsere schönsten Jahre" (1984), "Die Wiesinger´s" (1987) und "Zwei Münchner in Hamburg" (1989-1992). 1989 wurde sie mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet und 1990 mit dem "Bambi". 1992 wurde sie in der Nachfolge von Roy Black Leiterin des Schloss-Hotels in der TV-Serie "Ein Schloss am Wörthersee", die seiner Zeit zu den erfolgreichsten deutschen Produktionen zählte. Im Jahr 1993 folgte "Anna-Maria, eine Frau geht ihren Weg" und die erste Folge des Mehrteilers "Tierärztin Christine" (1993-1998).

Im Jahr 1994 wurde Uschi Glas abermals mit der "Goldenen Kamera" bedacht und 1995 erhielt sie den bayerischen Fernsehpreis "Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten". Große Beachtung fanden auch der Spielfilm "Fröhliche Chaoten" (1997), der zu Harald Juhnkes letzen Arbeiten zählt, und "Forever young" aus dem Jahr 1999. Ab 1998 übernahm sie die Hauptrolle in der Serie "Sylvia - Eine Klasse für sich". Im selben Jahr wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2001 folgte der TV-Thriller "Die Erpressung - Ein teuflischer Pakt". Nachdem im Rahmen der CDU Spenden-Affäre 2000 ein Ermittlungsverfahren gegen den Altbundeskanzler Helmut Kohl eingeleitet wurde, spendete Uschi Glas der Partei 10.000 DM. Die Folge waren zahlreiche Schlagzeilen in allen Medien. 2002 trennte sie sich von Bernd Tewaag und sorgte damit erneut für großes Medieninteresse.

Beruflich präsentierte sie im selben Jahr eine selbstbesungene CD mit dem Titel "Uschi Glas singt die schönsten Weihnachtslieder" sowie eine eigene Kosmetik-Serie. Im sozialen Bereich engagiert sich Uschi Glas als Schirmherrin der Deutschen Hospiz Stiftung für Schwerstkranke und Sterbende. Anfang 2004 veröffentlichte Glas ihre Autobiographie "Mit einem Lächeln".

Seit dem 23. Oktober 2005 ist Uschi Glas mit dem Unternehmer Dieter Hermann verheiratet.
1965 - Der unheimliche Mönch

1966 - Winnetou und das Halbblut Apanatschi

1967 - Zur Sache, Schätzchen

1967 - Das grosse Glück

1967 - Der Mönch mit der Peitsche

1968 - Immer Ärger mit den Paukern

1968 - Der Gorilla von Soho

1968 - Der Turm der verbotenen Liebe

1969 - Pepe, der Paukerschreck

1969 - Hilfe, ich liebe Zwillinge

1969 - Klassenkeile - Pauker werden ist
nicht schwer ...

1969 - Der Kerl liebt mich - und das soll ich
glauben

1970 - Die Weibchen

1970 - Wer zuletzt lacht, lacht am besten

1970 - Hurra, unsere Eltern sind nicht da

1970 - Black Beauty

1970 - Wir hau'n die Pauker in die Pfanne

1970 - Die Feuerzangenbowle

1970 - Nachbarn sind zum Ärgern da

1971 - Hochwürden drückt ein Auge zu

1971 - Die Tote aus der Themse

1971 - Wenn mein Schätzchen auf die Pauke
haut

1971 - Verliebte Ferien in Tirol

1971 - Hilfe, die Verwandten kommen

1971 - Wir hau'n den Hauswirt in die
Pfanne

1971 - Rätsel des silbernen Halbmonds

1972 - Der Killer und der Kommissar

1972 - Trubel um Trixie

1972 - Die Lustigen 4 von der Tankstelle

1972 - 100 Fäuste und ein Vaterunser

1972 - Mensch ärgere dich nicht

1973 - Der Kommissar: Ein Mädchen nachts
auf der Strasse

1977 - Waldrausch

1977 - Die Kette

1981 - Das Traumschiff (Serienhaupttitel)

1981 - Polizeiinspektion 1

1984 - Mama mia - Nur keine Panik

1988 - Unsere schönsten Jahre

1991 - Widerspenstige Victoria

1991 - Zwei Münchner in Hamburg
(Serienhaupttitel)

1994 - Anna-Maria - Eine Frau geht ihren
Weg (Serienhaupttitel)

1994 - Tierärztin Christine
(Serienhaupttitel)

1995 - Schwurgericht (Serienhaupttitel)

1996 - Blutige Rache

1996 - Mein Papa ist kein Mörder

1996 - 60 Minuten Todesangst

1997 - Frucht der Gewalt

1997 - Fatale Entdeckung - Schatten der
Vergangenheit

1998 - Tierärztin Christine III - Abenteuer in
Südafrika

1998 - Sylvia - Eine Klasse für sich
(Serienhaupttitel)

1999 - Forever Young

1999 - Heimlicher Tanz

2001 - Die Erpressung - ein teuflischer
Pakt
1967 - Bravo Otto in Bronze
1969 - Bravo Otto in Gold
1969 - Bambi
1970 - Bravo Otto in Gold
1971 - Bravo Otto in Gold
1972 - Bravo Otto zwei Mal in Gold
1973 - Bravo Otto in Gold
1974 - Bravo Otto in Silber
1976 - Bravo Otto in Bronze
1977 - Bravo Otto in Silber
1983 - Goldene Kamera
1989 - Goldene Kamera
1990 - Bambi
1990 - Romy als Beliebteste Schauspielerin
1992 - Romy als Beliebtester Serienstar
1993 - Romy als Beliebtester Serienstar
1994 - Goldene Kamera
1995 - Bayerischer Fernsehpreis Ehrenpreis
2005 - Brisant Brillant für ihr Soziales Engagement

NameHelga Ursula Glas

AliasUschi Glas

Geboren am02.03.1944

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortLandau a.d. Isar (D).