Biografie

Walter Matthau

Der US-amerikanische Theater- und Filmschauspieler war über vierzig Jahre einer der beliebtesten Darsteller Hollywoods. Der internationale Durchbruch kam für Walter Matthau 1965, im Alter von 44 Jahren, mit der Komödie "Ein seltsames Paar". In zahlreichen weiteren Filmen von Billy Wilder avancierte er an der Seite seines langjährigen Filmpartners Jack Lemmon zum Star. Dabei verkörperte Matthau als väterlicher Charakter zumeist den mürrischen und gutmütigen Griesgram. Unterdessen glänzte er wiederholt auch als Charakterdarsteller. Zu seinen populärsten Filmen zählen "Der Glückspilz" (1966), "Die Kaktusblüte" (1969), "Die Sunny-Boys" (1975), "Ein verrücktes Paar" (1993) und "I. Q. - Liebe ist relativ" (1994)...
Walter Matthau wurde am 1. Oktober 1920 als Walter Matuschanskayasky und Sohn russisch-jüdischer Emigranten in New York geboren.

Walter Matthau begann am Yiddish Theatre in New York als Kinder-Darsteller. Von 1942 bis 1945 absolvierte er seinen Dienst in der US Air Force, dann studierte er im Dramatic Workshop of the New School von 1946 bis 1947 Schauspielerei. Mit "Anne of the Thousand Days" gab er 1948 sein Broadway-Debüt und spielte in vielen weiteren Rollen, unter anderem in "Season of the Sun". Für "The Burning Glass" und "In Any Language" wurde Matthau mit dem "Drama Critics Award" ausgezeichnet.

Sein Filmdebüt gab Matthau 1955 in dem von Burt Lancaster inszenierten Western "Der Mann aus Kentucky". In ähnlichen Nebenrollen spielte er in "Zwischen zwei Feuern" und "Drei Schritte vor der Hölle". In "King Kreole - Mein Leben ist der Rhythmus" glänzte er neben Elvis Presley. In den 1950er Jahren spielte Matthau auch in TV-Produktionen, unter anderem 1959 als Sheriff in 26 Folgen der Serie "Tallahassee 7000". In den Jahren 1959 und 1960 war er in vier Alfred Hitchcock-Filmen zu sehen, zum Beispiel in "Crooked Road" und "A Very Moral Theft".

Mit dem Streifen "Gangster Story" hatte Matthau 1959 sein gelungenes Regiedebüt. Als Bester Nebendarsteller in dem Broadwaystück "A Shot in the Dark" bekam Matthau seinen ersten "Tony Award" 1962. Als Bester Hauptdarsteller gewann er den zweiten "Tony Award" für Neu Simons "The Odd Couple". Seine erste Teamarbeit mit Jack Lemmon in der Komödie "Der Glückspilz" brachte Matthau 1966 den "Oscar" als "Bester Nebendarsteller" ein. Weitere Rollen hatte er in "Die Kaktusblüte" neben Ingrid Bergman und in "Hello Dolly!" neben Barbra Streisand.

Im Jahr 1971 war Matthau im Regiedebüt seines Freundes Jack Lemmon "Opa kann's nicht lassen" zu sehen, was ihm eine "Oscar"-Nominierung bescherte. Zum dritten Mal für den "Oscar" nominiert wurde er 1975 für seine Rolle in "Die Sunny Boys". Anschließend spielte er in weiteren Filmen wie "Die Bären sind los", "Hausbesuche", "Das verrückte California-Hotel", "Hopscotch - Der Aussteiger", "Ein Montag im Oktober", "Buddy Buddy", "Eigentlich wollte ich zum Film", "Die Überlebenskünstler", "John F. Kennedy - Tatort Dallas" und die Erfolgsproduktion "Ein seltsames Paar" mit Jack Lemmon (1993).

Matthau führte zwei Ehen und war Vater von drei Kindern. In "I.Q. – Liebe ist relativ" spielte er 1994 neben Meg Ryan in Anlehnung an Albert Einstein einen zerstreuten und liebenswerten Atomphysiker. Im Jahr 1998 spielte er mit "Immer noch ein seltsames Paar" und 2000 mit "Aufgelegt!" in seinen letzten beiden Kinofilmen.

Walter Matthau starb am 1. Juli 2000 an einem Herzinfarkt in Santa Monica, Kalifornien.
1955 - Der Mann aus Kentucky

1955 - Zwischen zwei Feuern

1956 - Eine Handvoll Hoffnung

1957 - Das Gesicht in der Menge

1957 - Drei Schritte vor der Hölle

1958 - Der weiße Teufel von Arkansas

1958 - Mein Leben ist der Rhythmus

1958 - Voice In The Mirror

1958 - Der Zwiebelkopf

1959 - Gangster Story

1960 - Fremde, wenn wir uns begegnen

1961 - Einsam sind die Tapferen

1962 - Immer nur Deinetwegen

1963 - Island of Love

1963 - Charade

1964 - Fähnrich Pulver/ Operation Pazifik

1964 - Angriffsziel Moskau

1964 - Goodbye Charlie

1964 - Die 27. Etage

1966 - Der Glückspilz

1966 - Leitfaden für Seitensprünge

1967 - Ein seltsames Paar

1968 - Das Geheimleben einer Amerikanerin

1968 - Candy

1968 - Hello, Dolly!

1969 - Die Kaktusblüte

1970 - Keiner killt so schlecht wie ich

1970 - Hotelgeflüster

1971 - Opa kann's nicht lassen

1972 - Peter und Tillie

1973 - Der große Coup

1973 - Massenmord in San Francisco

1974 - Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123

1974 - Erdbeben

1974 - Extra-Blatt

1975 - Die Sunny Boys

1975 - The Gentleman Tramp

1976 - Die Bären sind los

1978 - Der Champion

1978 - Hausbesuche

1978 - Das verrückte California-Hotel

1980 - Ein süßer Fratz

1980 - Hopscotch - Der Aussteiger

1981 - Ein Montag im Oktober

1981 - Buddy Buddy

1982 - Eigentlich wollte ich zum

1983 - Die Überlebenskünstler

1986 - Piraten

1991 - John F. Kennedy - Tatort Dallas

1991 - Mrs. Lamberts letzte Reise

1993 - Dennis

1993 - Ein verrücktes Paar

1994 - I. Q. - Liebe ist relativ

1995 - Die Grasharfe

1996 - Der dritte Frühling

1996 - Ich bin nicht Rappaport

1997 - Tango gefällig?

1998 - Immer noch ein seltsames Paar

2000 - Aufgelegt!
1962
Emmy-Nominierung; Big Deal in Laredo (TV)

1966
Der Glückspilz; Oscar, Nebendarsteller

1966
Der Glückspilz; Kansas City Film Critics Circle Award

1966
Der Glückspilz; Laurel Award

1968
Das Geheimleben einer Amerikanerin; BAFTA-Award-Nominierung

1968
Ein seltsames Paar; Laurel Award

1969
Hello, Dolly!; BAFTA-Award-Nominierung

1971
Opa kann's nicht lassen; Golden-Globe-Nominierung

1971
Opa kann's nicht lassen; Oscar-Nominierung

1971
Opa kann's nicht lassen; Kansas City Film Critics Circle Award

1972
Peter und Tillie; BAFTA-Award, Golden-Globe-Nominierung

1973
Der große Coup;BAFTA-Award

1974
Extra-Blatt; David di Donatello-Preis

1974
Extra-Blatt; Golden-Globe-Nominierung

1975
Die Sunny Boys; BAFTA-Award-Nominierung

1975
Die Sunny Boys; Golden Globe

1975
Die Sunny Boys; Oscar-Nominierung

1976
Die Bären sind los; BAFTA-Award-Nominierung

1980
Hopscotch; Golden-Globe-Nominierung

1981
Ein Montag im Oktober; Golden-Globe-Nominierung

1993
Preis der ShoWest Convention; Lebenswerk

1997
American Comedy Award; Lebenswerk

NameWalter Matuschanskayasky

AliasWalter Matthau

Geboren am01.10.1920

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortNew York (USA).

Verstorben am01.07.2000

TodesortSanta Monica (USA).