Biografie

Albert Einstein

Der deutsche Physiker revolutionierte mit der Formel (E=mc2) die Wissenschaften in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit der Schöpfung der Relativitätstheorie (1905), die das Verständnis von Raum und Zeit neu ordnete und aus der zugleich das Gesetz von Trägheit und Energie folgerte, eliminierte Albert Einstein alle physikalischen Grundregeln die seit Isaac Newton (1643-1727) bestanden hatten. Mit der Erklärung des photoelektrischen Effekts leistete er indes einen wesentlichen Beitrag zur Quantenphysik. Seinen Weltruhm als Wissenschaftler begründete erst Arthur Eddington durch den 1919 erbrachten Nachweis, der in seiner allgemeinen Relativitätstheorie aus den Jahren 1914/16 vorausgesagten Lichtablenkungen im Einflussbereich von Gravitationsfeldern großer Sterne. 1921 wurde Einstein mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Als Pazifist, Sozialist und Zionist nutzte er seine Popularität für seinen Einsatz um Völkerverständigung und Frieden...
Albert Einstein wurde am 14. März 1879 als Sohn eines Kaufmanns im schwäbischen Ulm geboren.

Einstein verbrachte seine Kindheit und Jugend in München, wo er die Schule besuchte. Dort eignete er sich überdurchschnittlich ausgeprägte mathematische Kenntnisse an, die sein Interesse an der Schulausbildung bald schwinden ließen. Mit 16 Jahren brach Einstein das Gymnasium ab, um sich an der Technischen Hochschule in Zürich um einen Studienplatz für Mathematik und Physik zu bewerben. Nach einer Ablehnung wurde er dort beim zweiten Anlauf 1896 aufgenommen. Die Züricher Studienzeit bescherte dem jungen Einstein die Erkenntnis, dass sich sein eigentliches Interesse auf die Experimentelle und die Theoretische Physik richtete. Den Studiengang schloss Einstein 1900 mit dem Diplom als Fachlehrer für Mathematik und Physik ab.

Aufgrund der Einwände eines seiner Professoren blieb ihm jedoch in der Folge die übliche Assistentenstelle an der Hochschule verwehrt. Einstein wechselte nach Bern, wo er von 1902 bis 1909 als technischer Experte dritter Klasse am Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum (Patentamt) arbeitete. In Bern heiratete er 1902 seine frühere Studienkollegin Mileva Maric, mit der er zwei Söhne hatte. Ebenfalls in Bern vollendete Einstein nun außerdem seine Forschungen zur Erlangung des Doktorgrades, die ihm erstmals die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Fachwelt einbrachten: 1905 legte er mit seiner Schrift über das Brownsche Bewegungsgesetz den Nachweis für die Existenz von Atomen vor. Im selben Jahr veröffentlichte Einstein in den "Annalen der Physik" zur Quantentheorie und zur Relativitätstheorie: Unter Weiterentwicklung von Max Plancks Quantentheorie entwickelte er seine Hypothese der Lichtquanten.

Einsteins bedeutungsvollste Leistung stellte jedoch die Spezielle Relativitätstheorie dar, die er 1905 erstmals in der genannten Zeitschrift begründete. Die Theorie bildete den zentralen Erklärungsschlüssel für ein Paradox, das der Forscher mit 16 Jahren beobachtet hatte und seitdem nicht mehr hatte vergessen können: Ein Zug, der sich mit 4 Stundenkilometern bewegt, erscheint einerseits dem Beobachter, der in derselben Geschwindigkeit nebenherläuft, im Ruhezustand; andererseits lässt sich weder experimentell noch theoretisch begründen, dass ein Lichtstrahl, also eine oszillierende elektromagnetische Welle, ebenfalls einem Beobachter im Ruhezustand erscheinen würde, wenn dieser in der Lage wäre, neben dem Lichtstrahl herzulaufen. Aus der Beobachtung des Zuges folgerte Einstein, dass sich Bewegungen immer nur relativ zu einem Bezugssystem beobachten und messen lassen.

Experimente mit Lichtstrahlen ergaben außerdem, dass die Lichtgeschwindigkeit sich immer konstant verhält. Die Beobachtung der Relativität übertrug Einstein nun auch auf die Zeit: Die Zeit eines schnell bewegten Objekts, etwa eines Raumschiffes, dauert für den ruhenden Beobachter länger als für einen mitbewegten Beobachter, d.h. etwa für die Insassen des Flugkörpers. Mit der Feststellung, dass jede Zeitangabe ihrerseits auch an ein Bezugssystem gebunden ist, schuf der Forscher die vierte Dimension der Zeit bzw. der "Raumzeit". Mit anwachsender Geschwindigkeit nimmt auch die Masse oder Träger des bewegten Körpers zu. Aus diesen Überlegungen folgerte Einstein die Energie-Masse-Äquivalenz, die er in der berühmten Formel E=mc2) als Zusammenfassung seiner Relativitätstheorie zum Ausdruck brachte: Die Energie eines Körpers (E) ist das Produkt aus seiner Masse (m) und dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit (c).

Nach seiner Habilitation an der Universität Bern im Jahr 1907 und ersten dort abgehaltenen Vorlesungen wurde Einstein 1909 auf den außerordentlichen Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität Zürich berufen. 1911 erhielt er einen Ruf als Ordentlicher Professor nach Prag. Ab 1912 lehrte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Auf Drängen seines Kollegen Max Planck nahm Einstein 1914 eine Forschungsprofessur an der Universität Berlin und die Mitgliedschaft in der Preußischen Akademie der Wissenschaften an. Der Wechsel nach Berlin war mit der Trennung von seiner ersten Frau verbunden, die mit den Söhnen in Zürich verblieb. Im Zuge des Ersten Weltkriegs machte Einstein erstmals auch durch sein pazifistisches und politisches Engagement auf sich aufmerksam. Er nahm an Protesten gegen den Krieg teil. Im Oktober 1915 formulierte Einstein die "Allgemeine Relativitätstheorie", die das bis dahin geltende physikalische Weltbild veränderte.

Seinen Weltruhm als Wissenschaftler begründete erst Arthur Eddington durch den 1919 erbrachten Nachweis der in seiner allgemeinen Relativitätstheorie aus den Jahren 1914/16 vorausgegangenen Lichtablenkungen im Einflussbereich von Gravitationsfeldern großer Sterne. In der deutschen Hauptstadt ging Einstein 1917 eine zweite Ehe mit Elsa ein. 1920 erhielt der Forscher eine lebenslange Ehrenprofessur der Universität Leiden. Ein Jahr später wurde er für seine bahnbrechenden Erkenntnisse in der Theoretischen Physik mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Einstein engagierte sich 1921/22 außerdem mit Chaim Weizmann, dem späteren Staatspräsidenten von Israel, weltweit für die zionistische Bewegung. In Berlin sah er sich unter einem in der Öffentlichkeit, aber auch in der wissenschaftlichen Fachwelt sich verschärfenden Antisemitismus zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt.

Als Ende Januar 1933 in Berlin Adolf Hitler an die Regierung berufen wurde, befand sich Einstein auf einer USA-Reise. Unter Protest gegen die Politik der NSDAP legte er seine Ämter und Funktionen in Hitler-Deutschland nieder, wohin er nicht mehr zurückkehrte. Einstein trat nun eine Lehrtätigkeit am Institute for Advanced Studies in Princeton (New Jersey, USA) an. 1939 setzte sich Einstein in entscheidender Weise für die rasche Weiterentwicklung der amerikanischen Atombombe ein, indem er einen entsprechenden Aufruf an Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete. Motiv für das Engagement war die Befürchtung des Forschers, dass Hitler-Deutschland die Bombe vor den USA herstellen und einsetzen könnte. 1938 erschien sein Titel "Physik als Abenteuer der Erkentnis".

Im Jahr 1940 nahm Einstein die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Auf den Abwurf der amerikanischen Atombomben über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 reagierte Einstein tief schockiert. Der Physiker gründete nun das "Emergency Committee of Atomic Scientists", mit dem er sich in den folgenden Jahren für eine zivile Nutzung der Atomkraft einsetzte.

Albert Einstein starb am 18. April 1955 in Princeton (New Jersey).


Erfinder, Entdecker, Erleuchtete

NameAlbert Einstein

Geboren am14.03.1879

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortUlm (D).

Verstorben am18.04.1955

TodesortPrinceton (USA).