Biografie

Niels Bohr

NameNiels Bohr

Geboren am07.10.1885

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortKopenhagen (DK).

Verstorben am18.12.1962

TodesortKopenhagen (DK).

Niels Bohr

Der dänische Physiker zählt zu den Begründern der Atomphysik zur Nutzung der atomaren Energie. Ausgehend von dem von Sir Ernest Rutherford geprägten Begriff "Atomkern", entwickelte er ab 1913, unter Berücksichtigung der von Max Planck gelieferten Quantentheorie, das nach ihm benannte Atommodell, in welchem entgegen der Vorstellung eines massiven Atomkerns sich die Teilchen wie in einem planetaren System bewegen. Für seine Theorie, wonach die Elektronen in Schalen angeordnet sind und die äußere Schale für die chemische Eigenschaft der Atome verantwortlich ist, wodurch theoretisch das Periodensystem erklärt wurde, erhielt Niels Bohr 1922 den Physiknobelpreis. Seine Forschungen zur Kernspaltung waren zentral für den Bau der Atombombe (1943-1945), an deren Entwicklung er in den USA maßgeblichen Anteil hatte...
Niels Hendrik David Bohr wurde am 7. Oktober 1885 in Kopenhagen, Dänemark, geboren.

Sein Vater, Christian Bohr, war Physiologieprofessor an der Kopenhagener Universität und seine Mutter Ellen (geb. Adler) stammte aus einer prominenten Bankiersfamilie. Die Familie Bohr hatte neben Niels zwei weitere Kinder; Jenny und Harald Bohr. Sein älterer Bruder Harald promovierte vor Niels und lehrte als Mathematikprofessor in Kopenhagen. Bohr studierte an der Universität Kopenhagen und erlangte dort im Jahr 1911 seine Doktorwürde mit einer Arbeit über die Elektronentheorie der Metalle. Anschließend reiste Bohr nach Manchester zu Ernest Rutherford, mit dem ihn bald eine enge Freundschaft verband. Rutherford führte indes den Begriff "Atomkern" ein.

Im Jahr 1912 kehrte Niels Bohr nach Kopenhagen zurück, wo er Margarethe Norlund kennerlernte und später heiratete. Aus dieser Ehe gingen fünf Söhne hervor; Christian Alfred (1916), Hans (1918), Erik (1920), Age (1922) und Ernest (1924). Ihr Sohn Age folgte der beruflichen Karriere seines Vaters und er erhielt später als theoretischer Physiker ebenso den Nobelpreis für Physik. 1913 begann Bohr die experimentellen Ergebnisse Rutherfords sowie die theoretischen Überlegungen Max Plancks und Albert Einsteins in seine Arbeiten einzubeziehen. Somit gelang Niels Bohr die Entwicklung eines Atommodells, das nach ihm benannt wurde. Es besagt, dass der Übergang von einem Zustand eines Atoms in einen anderen mit der Aufnahme oder Abgabe von Energie verbunden ist.

Dabei geschieht die Aussendung oder Absorption von Strahlung nur in Quantensprüngen. Mit diesem dynamischen Modell wurde die theoretische Grundlage für die Atomphysik gelegt. Auf Einladung Rutherfords kehrte Bohr zurück nach Manchester, doch bereits 1916 ging er als Professor nach Kopenhagen zurück. Hier wurde ihm 1920 das Institut für theoretische Physik eingerichtet. Unter seiner Leitung wurde es zum Zentrum der internationalen Forschung für Atomphysik. 1921 entwickelte Bohr das sogenannte "Aufbauprinzip", welches die Struktur von chemischen Elementen erklärte. Die Eigenschaften eines Atoms werden von den äußeren schalen- bzw. ringförmig angeordneten Elektronen bestimmt.

Am 10 Dezember 1922 wurde Niels Bohr für seine Forschungen über die Atomstruktur der Nobelpreis für Physik überreicht. In Zusammenarbeit mit Werner Heisenberg brachte Bohr die Quantentheorie zum Abschluss. In den darauffolgenden Jahren befasste sich Niels Bohr vor allem mit Fragen der Kernphysik. Dabei konnte er mit seinem Konzept eines "Tröpfchenmodells" des Atomkerns ein besseres Verständnis vieler nuklearer Prozesse schaffen. 1939 entwickelte Bohr eine Theorie zu der von Otto Hahn, Lise Meitner und Fritz Strassmann entdeckten Kernspaltung, welche eine bedeutende Rolle für die spätere technische Nutzung hatte. Während der Besetzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg, engagierte sich Niels Bohr aktiv im Widerstand.

Im Jahr 1943 nahm Bohrs Leben eine dramatische Wendung. Von Freunden über seine bevorstehende Verhaftung gewarnt, verließ er seine Heimat und floh mit seiner Familie in einem Fischerboot über den Öresund nach Schweden. Von dort holte ihn der britische Geheimdienst nach England. Wenige Monate später flog Bohr in die Vereinigten Staaten, wo er am Atombombenprojekt (Manhattanprojekt) beteiligt wurde. Ihn interessierten aber weniger die technischen Aspekte als vielmehr die politischen Folgen der Atombombe. Höchst beunruhigt über die möglichen Folgen eines Atomkriegs, versuchte er US-Präsident Franklin D. Roosevelt und den britischen Premierminister Winston Churchill zu einer politisch-internationalen Kooperation gegen die Atombombe zu überzeugen.

Im Jahr 1945 kehrte er nach Kopenhagen zurück - mit dem Ziel sich für den Frieden einzusetzen. In einem offenen Brief an die Vereinten Nationen sprach sich Bohr für eine rationale und friedenssichernde Atompolitik der Großmächte aus. Am 6. und 9. August 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, kam es zu den US-Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Dieser Angriff wurde unmittelbar nach bekannt werden des erfolgreichen Trinity-Tests am 16. Juli 1945 von US-Präsident Harry S. Truman angeordnet. Beide Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 155.000 Menschen sofort. Weitere 110.000 Menschen starben innerhalb weniger Wochen an den Folgen der radioaktiven Verstrahlung, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach.

Darauf folgte am 16. August 1945 die Kapitulation Japans, mit welcher der Zweite Weltkrieg endete. 1956 erhielt Niels Bohr dafür den ersten "U.S. Atoms-for-Peace Award" von der Ford Foundation verliehen. Nach der Gründung des großen europäischen Kernforschungszentrums CERN, brachte man die theoretische Abteilung zunächst in Bohrs Institut unter.

Als Bohr am 18. Dezember 1962 in Kopenhagen verstarb, musste er die "Theorie der Supraleitung", seinen letzten Forschungsgegenstand, ungelöst zurücklassen. Sein Nachfolger in der Leitung des Kopenhagener Instituts für theoretische Physik wurde sein Sohn Age Bohr, der ebenfalls mit dem Nobelpreis 1975 bedacht wurde.

NameNiels Bohr

Geboren am07.10.1885

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortKopenhagen (DK).

Verstorben am18.12.1962

TodesortKopenhagen (DK).

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