Biografie

Franklin D. Roosevelt

Der US-amerikanische Politiker stellte von 1933 bis 1945 den 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Dabei wurde Franklin Delano Roosevelt der einzige US-Präsident, der viermal in dieses Amt gewählt wurde (1933, 1936, 1940 und 1944). Roosevelts Politik des "New Deal" zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise entließ den Staat aus seiner passiven Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft. In seine Amtszeit viel damit die Aufhebung der Prohibition, zahlreiche Justizreformen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Finanzkontrollen sowie die Gründung von Wohlfahrtsverbänden und Ansätze einer Arbeitslosenversicherungen. Im Zweiten Weltkrieg hatte er wesentlichen Anteil an der Definition alliierter Kriegsziele gegen das sogenannte "Dritte Reich"...

Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
Franklin Delano Roosevelt wurde am 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York, geboren.

Roosevelt entstammte einer der wohlhabendsten und vornehmsten Familien New Yorks, deren Vorfahren aus den Niederlanden kamen. Er war entfernt mit dem republikanischen 26. US-Präsidenten Theodore Roosevelt verwandt. Bis zu seinem 14. Lebensjahr hatte er Privatunterricht, u.a. in Latein, Französisch, Deutsch und Europäische Geschichte. Zwischen 1891 und 1896 verbrachte Roosevelt einen Teil seiner Kindheit in Europa. 1896 trat Franklin D. Roosevelt in die exklusivste Privatschule der USA in Groten (nordwestlich von Boston) ein. Von 1900 bis 1904 studierte Roosevelt an der Harvard University in Cambridge. Ab 1904 studierte er Jura an der Columbia-University.

Im Jahr 1905 heiratete er in New York die Publizistin Anna Eleanor Roosevelt. Sie war die Nichte des US-Präsidenten Theodore Roosevelt. Indes wurde er in New York als Anwalt tätig. 1910 wurde er in den Senat des Staates New York gewählt und von 1913 bis 1920 war er Unterstaatssekretär der Marine in Washington D.C. Hier erkranke er an einer Kinderlähmung, weshalb er sich 1920 aus der Politik zurückzog. Nach seiner Genesung, von der er jedoch eine Gehbehinderung zurück behielt, wurde Roosevelt 1928 zum Gouverneur des Staates New York gewählt und 1930 im Amt bestätigt. Bei den Präsidentschaftswahlen vom 8. Dezember 1932, konnte sich Roosevelt klar gegen seinen Kontrahenten Herbert Clark Hoover durchsetzen und wurde im März 1933 zum 32. US-Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt.

Am 4. März 1933 wurde Franklin D. Roosevelt im Amt vereidigt. Während Roosevelts Amtszeit erfolgten die Aufgabe des Goldstandards (April 1933) sowie die Anerkennung der UdSSR (Dezember 1933) mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Weiter löste er am 5. Dezember 1933 die Gesetze der Prohibition und beschloss 1934 den Abzug der US-Truppen aus Haiti. Nach der Machtübernahme der NSDAP in Deutschland, verabschiedete die USA am 31. August 1935 das Neutralitätsgesetz. Die Wirtschaftskrise bekämpfte Roosevelt erfolgreich mit der "New Deal" Politik, bei der er den Staat aus seiner bis dahin passiven Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft entlassen hatte. Bei den Präsidentschaftswahlen am 3. Dezember 1936 wurde Franklin D. Roosevelt klar im Amt bestätig. Am 5. Oktober 1937 hielt er in Chicago die "Quarantäne-Rede" und im Mai 1938 erfolgte das Marine-Aufrüstungsgesetz, der "Naval Expansion Act". In Folge der "Reichsprogromnacht" vom 9. November 1938, schlossen die USA ihre Botschaften in Deutschland.

Nach Ausbruch des Weltkrieges erklärte Roosevelt am 5. September 1939 in Washington die Neutralität Amerikas. Im Dezember 1940 wurde Roosevelt erneut im Amt des US-Präsidenten für eine dritte Amtsperiode bestätigt. Damit wurde er bislang der einzige US-amerikanische Staatschef, der diese hohe Funktion mehr als zwei Amtszeiten ausüben konnte. Am 7. Dezember 1941 erfolgte der japanische Überfall auf amerikanische Truppen in der Hafenstadt Pearl Harbour, Hawaii, und am 8. Dezember 1941 folgte die Kriegserklärung der USA gegen Japan. Am 11. Dezember 1941 antwortete Adolf Hitler mit der Kriegserklärung gegen Amerika, der sich Italien anschloss. 1942 kam es zum Pakt der Vereinten Nationen (United Nations).

Während des Zeiten Weltkrieges hatte Roosevelt entscheidenden Anteil an der Definition der alliierten Kriegsziele gegen Deutschland. Im September 1943 erhielt die USA von Italien die bedingungslose Kapitulation. Am 28. Dezember 1943 trafen sich Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Josif W. Stalin zu Gesprächen in Teheran. Die entscheidende Wende im Zweiten Weltkrieg brachte unter anderem die Landung alliierter Truppen am 6. Juni 1944 in der französischen Normandie. Am 23. Juli 1944 vereinbarte die UN im Währungskommen den US-Dollar als Leitwährung einzuführen. Am 7. Dezember 1944 wurde Roosevelt für eine vierte Amtszeit gewählt. Am 4. Februar 1945 trafen sich erneut Roosevelt, Churchill und Stalin in Jalta.

Franklin Delano Roosevelt starb am 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia. Nachfolger im Amt des US-Präsidenten wurde Roosevelts Vize-Präsident Harry S. Truman.


Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

NameFranklin D. Roosevelt

Geboren am30.01.1882

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortHyde Park, New York (USA).

Verstorben am12.04.1945

TodesortWarm Springs, Georgie (USA).