Biografie

Lise Meitner

NameLise Meitner

Geboren am07.11.1878

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortWien (A).

Verstorben am27.10.1968

TodesortCambridge (GB).

Lise Meitner

Die österreichisch-schwedische Kernphysikerin war eine der führenden Wissenschaftlerinnen im Bereich der Kernphysik und eine der ersten Frauen überhaupt, die in der Wissenschaft Karriere machten. Sie war maßgeblich an der Entdeckung und Erforschung der Kernspaltung beteiligt. Sie arbeitete ab 1907 mit Otto Hahn zusammen, mit dem sie 1917 das Element Protactinium entdeckte. Allein Lise Meitner erkannte die Tragweite jener Experimente mit Uran, deren Resultate sie als die Spaltung der Atomkerne verstand. 1939 lieferte sie zusammen mit Otto Robert Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann 1938 entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten...
Lise Meitner wurde am 7. November 1878 als Tochter des jüdischen Rechtsanwalts Philipp Meitner und seiner Frau Hedwig in Wien geboren.

Als externe Schülerin machte sie 1901 ihr Abitur an einem Knabengymnasium und begann im Anschluss daran an der Universität Wien Mathematik, Physik und Philosophie zu studieren. 1906 schloss sie als zweite Frau erfolgreich ihre Promotion ab. Thema: "Die Wärmeleitung inhomogener Körper". Um, wie Meitner sagte, ein "wirkliches Verständnis von Physik zu gewinnen", wechselte sie im darauffolgenden Jahr nach Berlin.

Dort hörte sie Vorlesungen von Max Bohrn und begann ab 1907 ihre experimentellen Arbeiten mit Otto Hahn. Die Erlaubnis zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit knüpfte Hahns Chef an Meitners Versprechen, niemals das Institut zu betreten. Ihr Arbeitsplatz wurde eine Holzwerkstatt im Keller. Trotz dieser Widerstände gab Meitner nicht auf und wurde dafür 1912 mit einer Stelle als Universitätsassistentin bei Max Planck belohnt.

Im Jahr 1918 wurde sie Leiterin der physikalischen Abteilung des Kaiser-Wilhelm-Instituts. Lise Meitner habilitierte sich 1922 in Physik – wiederum als erste Frau – und wurde schließlich 1923 zur außerordentlichen Professorin für experimentelle Kernphysik ernannt. 1925 erkannte sie, dass Gammastrahlen erst nach dem Zerfallsprozess abgestrahlt werden und dass bei der Paarbildung Positronen entstehen.

Die Phase der politischen Entspannung währte jedoch nur kurz, denn mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde der Tochter jüdischer Eltern die Lehrerlaubnis entzogen. 1935 veröffentlichte sie den Titel "Der Aufbau der Atomkerne". 1938 schließlich ließ sich die Emigration nicht länger hinausschieben. Sie flüchtete nach Schweden, wo sie eine Anstellung am Stockholmer Nobel-Institut für Physik fand.

Im selben Jahr gelang Otto Hahn und Fritz Straßmann zufällig die erste Kernspaltung. Da sie sich ihre Ergebnisse nicht erklären konnten, fragten sie Meitner schriftlich um Rat. Meitner drängte die beiden, weitere Kontrollexperimente durchzuführen, die dann letztlich zur Entdeckung der Kernspaltung führten. Gemeinsam mit ihrem Neffen Otto Robert Frisch lieferte Meitner 1939 die erste theoretische Deutung. Dennoch erhielt 1944 Otto Hahn allein den Nobelpreis für die Entdeckung der Kernspaltung.

Im Jahr 1947 erhielt Meitner eine Forschungsprofessur an der Technischen Hochschule von Stockholm. 1955 erhielt sie den Otto-Hahn-Preis, 1959 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bis zu ihrer Emeritierung 1960 blieb sie in Schweden. Dann siedelte sie 1961 nach Cambridge (Großbritannien) um. 1963 erschien unter dem Titel "Wege und Irrwege der Kernenergie" ihre letzte Publikation.

Im Jahr 1964 besuchte sie ein letztes Mal Berlin, sie nahm an einem Kolloquium der Physikalischen Gesellschaft der DDR teil. 1966 erhielt Meitner gemeinsam mit Otto Hahn und Fritz Straßmann den Enrico-Fermi-Preis der Atomenergiekommission der USA.

Lise Meitner verstarb am 27. Oktober 1968 in Cambridge.

NameLise Meitner

Geboren am07.11.1878

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortWien (A).

Verstorben am27.10.1968

TodesortCambridge (GB).

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