Biografie

Werner Heisenberg

Der deutsche Physiker veröffentlichte mit der Theorie "Über den anschaulichen Inhalt der quantentheoretischen Kinematik und Mechanik" (1927) die bedeutendste Entdeckung seit dem Begriff der Quantentheorie: die "Unschärferelation". So besagt die "heisenbergische Unbestimmtheitsbezeichnung", dass Ort und Impuls (also Produkt aus Masse und Geschwindigkeit) eines atomaren Teilchens mit absoluter Genauigkeit niemals bestimmt werden könne. Je präziser demnach die Messung der Ortskoordinaten, desto unschärfer die Bestimmung der Impulskomponenten und umgekehrt. 1932 mit dem Physiknobelpreis ausgezeichnet, machte er ab 1953 die Suche nach der "Weltformel" zum Ziel seiner Arbeit, während sich Werner Heisenberg auch mit gesellschaftlichen und politischen Schwierigkeiten der Physik philosophisch sowie populärwissenschaftlich befasste...
Werner Karl Heisenberg wurde als Sohn des Professors und Byzantinisten August Heisenberg am 5. Dezember 1901 in Würzburg geboren.

Heisenberg studierte in den Jahren von 1920 bis 1923 an der Münchner Universität Physik. Dort promovierte er auch bei Arnold Johannes Wilhelm Sommerfeld über Stabilität und Turbulenz von Flüssigkeitsströmen. Zwischendurch setzte er in den beiden Jahren 1922 und 1923 sein Physik-Studium an der Göttinger Universität bei dem bekannten Physiker Max Born fort. Ab 1924 wurde er Assistent von Max Born. In Göttingen habilitierte Heisenberg zum Professor für Physik. In der Zeit von 1924 bis 1926 war er an der Universität von Kopenhagen bei dem bekannten dänischen Physiker Niels Henrik David Bohr beschäftigt. In der Zeit von 1924 bis 1927 stellte Heisenberg zusammen mit Max Born und Pascual Jordan die Theorie der Quantenmechanik auf. Von 1927 bis 1941 lehrte Werner Heisenberg als Professor für Physik an der Universität Leipzig.

In dieser Zeit leitete er das Theoretisch-Physikalische Institut in Leipzig. 1927 wurde seine Arbeit mit dem Titel "Über den anschaulichen Inhalt der quantentheoretischen Kinematik und Mechanik" veröffentlicht. Im gleichen Jahr machte der Physiker mit seiner "heisenbergischen Unbestimmtheitstheorie" Furore in der Fachwelt. Sie besagt, dass es physikalisch nicht möglich sei, den Ort und den Impuls eines Elektrons mit absoluter Genauigkeit für den gleichen Zeitpunkt zu bestimmen. 1928 wurde sein Buch mit dem Titel "Die physikalischen Prinzipien der Quantentheorie" publiziert. Im Jahr darauf folgten Reisen zu Vortragszwecken in die USA, nach Japan und nach Indien. 1932 wurde Werner Heisenberg für seine Leistungen auf dem Gebiet der Quantenmechanik mit dem Nobelpreis für Physik geehrt. Ein Jahr später wurde ihm die Max-Planck-Medaille verliehen.

Die Nationalsozialisten verwehrten Heisenberg im Jahr 1936 die Lehr- und Forschungstätigkeit an der Münchner Universität aufgrund seines Eintretens für die Leistungen von Albert Einstein und der österreichischen Physikerin Lise Meitner. Heisenberg blieb in Leipzig und widmete sich dort der Physik. Im gleichen Jahr heiratete er Elisabeth Schumacher. Aus dieser Verbindung gingen insgesamt sieben Kinder hervor. Ab dem Jahr 1941 wurde der Physiker Leiter des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts, das später in Max-Planck-Institut umbenannt wurde. Im gleichen Jahr lehrte er am Physikalischen Institut an der Universität Berlin. Von 1942 bis 1945 leitete Heisenberg das Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik in Dahlem und lehrte zudem als Professor an der Berliner Universität, wo er am Uranprojekt des Heereswaffenamtes beteiligt war. Von 1945 bis 1946 war Heisenberg mit anderen deutschen Kernphysikern und Wissenschaftlern des Uranprojektes der Nationalsozialisten in England interniert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Werner Heisenberg von 1946 bis 1958 Direktor und Professor des Max-Planck-Instituts für Physik in Göttingen. Zu seinem Forschungsgebiet zählte unter anderem die Atomspaltung, die bei kosmischen Strahlungen im Weltall entsteht. 1948 nahm er eine Gastprofessur im englischen Cambridge an. In der Zeit von 1949 bis 1951 fungierte Heisenberg als Präsident des Deutschen Forschungsrats und der traditionellen Göttinger Akademie der Wissenschaften. In den beiden Jahren 1950 und 1954 hielt er Gastvorträge in den USA. 1952 wurde Werner Heisenberg Vizepräsident des "Europäischen Rats für kernphysikalische Forschung". Ab dem Jahr 1953 arbeitete er an der nach ihm benannten "Weltformel" auf dem Gebiet der Feldtheorie der Elementarteilchen. Die populär gewordenen Heisenbergische Weltformel ist als einheitliche Theorie der Materie zu verstehen, mit der alle Grundgesetze der Natur erfasst werden sollen. 1953 wurde Heisenberg erster Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in Bonn-Bad Godesberg.

Diese Funktion übte er bis zum Jahr 1975 aus. Die Institution wurde am 10. Dezember 1953 ins Leben gerufen. In den beiden Jahren 1955 und 1956 war Heisenberg Gastdozent an der University of St. Andrews in Schottland. 1957 bekannte er sich in der Göttinger "Erklärung der 18 Atomwissenschaftler" öffentlich gegen die Ausstattung der Bundeswehr mit Atomwaffen. Im gleichen Jahr wurde Heisenberg mit dem Orden "Pour de Mérite" ausgezeichnet. 1958 trug er seine "Einheitliche Theorie der Elementarteilchen" vor, die als Weltformel Bekanntheit erreichte. Von 1958 bis 1970 lehrte er als Professor für Physik an der Münchner Universität und leitete zugleich das dortige Max-Planck-Institut. 1964 bekam er das Große deutsche Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband verliehen.

Werner Heisenberg starb am 1. Februar 1976 in München.

NameWerner Heisenberg

Geboren am05.12.1901

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortWürzburg (D).

Verstorben am01.02.1976

TodesortMünchen (D).