Biografie

Richard Branson

Der britische Selfmademan stieg mit der Firmengruppe Virgin zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmer der Welt auf. Erste Anerkennung verdiente er sich mit der Zeitschrift "Student", für die er Autoren wie John le Carre oder Jean Paul Sartre gewinnen konnte, die hier ohne Honorar Artikel veröffentlichten. 1969 gründete er mit dem Label "Virgin" einen Versandhandel für Schallplatten; ab Beginn der 1970er Jahre wurden eigene Plattenstudios eröffnet. Mit Virgin produzierte Sir Richard Branson in den 1980er Jahren Bands wie Genesis oder die Rolling Stones. Als Branson Virgin Records an EMI verkaufte (1992), war er neben der Kommunikations- und Verkehrsindustrie bereits in über 50 Firmen investiert. Seit den 1990er Jahren trat Branson regelmäßig durch medienwirksame Aktivitäten in den Fokus der Öffentlichkeit...

Menschen und Marken
Richard Branson wurde am 18. Juli 1950 in Surrey (Großbritannien) geboren.

Nach der Mittelschule gab Branson 1967 die Studentenzeitschrift "Student" heraus, die sich jedoch, trotz der Unterstützung namhafter Autoren wie Jean-Paul Sartre, als wirtschaftlicher Misserfolg erwies. 1969 rief Branson mit "Virgin" einen Versand für Schallplatten ins Leben, dessen Bezeichnung zum künftigen Markennamen des vielseitigen Unternehmers werden sollte. Im selben Jahr heiratete er Kristen Tomassi. Mit dem Versand und einem Musikladen in London baute er sein Unternehmen in der Folge zur "Virgin Music" aus. Die Schallplattenfirma verfügte zunehmend auch über eigene Studios, in denen künftige Stars der internationalen Musikszene ihre Karriere begannen.

In diesem Zusammenhang bewies Branson ein unternehmerisches Gespür, als er etwa 1972 als einziges Studio den noch unbekannten Mike Oldfield unter Vertrag nahm. Die Produktion von dessen erfolgreichem Album "Tubular Bells" ließ den Unternehmer zum Millionär werden. "Virgin Music" arbeitete in der Folge mit Boy George, Phil Collins, Genesis, den Pet-Shop Boys und den Rolling Stones, wodurch das Unternehmen zu einem der sechs größten Plattenproduzenten der Welt aufstieg. Branson dehnte jedoch seine Geschäftstätigkeit über das bloße Schallplattengeschäft hinaus aus. Mitte der 1980er Jahre hatte er sich mit "Virgin" bereits einen Konzern geschaffen, der mit 50 Firmen in der Schallplatten-, TV-, Video- und Filmproduktion operierte, sowie entsprechende Studios, aber auch Nachtklubs, Buchhandlungen, Reise- und Immobilienagenturen unterhielt.

Seit 1984 bot überdies die Fluggesellschaft "Virgin Atlantic Airways" Billigflüge über den Atlantik an. Zu den Unternehmen Bransons trat im Zeichen von AIDS und der steigenden Nachfrage nach Kondomen auch der Verkauf von Gummiwaren, die unter dem Namen "Mate" firmierten. 1989 heiratete Branson in zweiter Ehe Joan Templeman, mit der er zwei Kinder bekam. Zu Beginn der 1990er Jahre geriet die Gesellschaft "Virgin Atlantic Airways" in eine Preisauseinandersetzung mit British Airways, in der sie sich jedoch behaupten konnte. Zur Verlustdeckung stieß Branson 1992 "Virgin Music" für 560 Millionen Pfund an Thorn EMI ab. In der Folge widmete er sich vorwiegend seinen Kommunikations- und Verkehrsunternehmen wie der "Virgin Airways".

Im Jahr 1993 entstand der Radiosender "Virgin-Radio", der sich schnell zu einem bedeutenden Sender für Rockmusik auf dem britischen Medienmarkt entwickelte. 1997 erzielte Branson mit der Übernahme von Teilen des britischen Eisenbahnnetzes, der "Virgin Rail Group Ltd.", seinen ersten unternehmerischen Misserfolg, da es ihm nicht gelang, die maroden Strecken zu sanieren. 1998 trat er in den wirtschaftlichen Beraterstab von Tony Blair ein, nachdem er zuvor den Wahlkampf des britischen Premiers unterstützt hatte. Öffentliche und werbewirksame Aufmerksamkeit zieht der erfolgreiche Unternehmer immer wieder durch spektakuläre Aktivitäten auf sich und seine Marke "Virgin": So gelang ihm 1986 mit der "Virgin Atlantic Challenger II" die schnellste Atlantiküberquerung per Schiff, ein Jahr darauf glückte die erste Heißluftballonüberquerung des Atlantiks mit dem "Virgin Atlantic Flyer"

Im Jahr 1991 gelang ihm die Ballonüberquerung des Pazifiks. In den Jahren von 1995 bis 1998 startete Branson mehrere Versuche, die Erde per Ballon zu umrunden. 1997 erfolgte die Gründung des Plattenlabels "V 2". 1998 erschien seine Autobiographie "Losing my Virginity". Im selben Jahr, 1998, gelang ihm schließlich ein Ballon-Rekordflug von Marokko ostwärts bis nach Hawaii; er musste den Flug aber dort wegen schlechten Wetters abbrechen. Das Rennen um die Welt gewann 1999 das Schweizer Team von Brian Jones und Bertrand Piccard. 2000 wurde er von Königin Elisabeth II. zum Ritter "Order of the British Empire" geschlagen. Im selben Jahr kaufte er den Luxuszug "Blue Train" in Südafrika. 2003 kämpfte er für die "Concorde": Über eine Stiftung wollte Branson den ausrangierten Überschallflieger als Verkehrsflugzeug erhalten.

Im Jahr 2004 startete der Online-Musikladen "Virgin Digital". 2006 kündigte Branson an, bis zu drei Milliarden Dollar in seine Firma "Virgin Fuels" zu investieren, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Indes gründete er das Unternehmen "Virgin Galactic", mit dem zukünftig zahlungskräftige Touristen ins All befördert werden sollen.

Richard Branson ist in zweiter Ehe verheiratet und wohnt abwechselnd in London und auf seiner Privatinsel in der Karibik.


Menschen und Marken
Virgin Enterprises Limited

Sir Richard Branson
120 Campden Hill Road
London W8 7AR
GB

Tel.: 044-2073-132000
Fax: 044-2073-132091

NameRichard Branson

Geboren am18.07.1950

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortSurrey (GB).